Ampel meidet Neuen Wall
30.11.2009 | 17:41 Uhr 2009-11-30T17:41:28+0100Moers. Es gibt Dinge, die wären fast komisch, wenn sie nicht so einen schalen Geschmack auf der Zunge hinterlassen würden. In der ersten Sitzung des neuen Stadtentwicklungsausschusses wurde das Realisierungskonzept Neuer Wall auf besonderen Wunsch der Ampelpartner von der Tagesordnung genommen.
Womit eine mit Spannung erwartete politische Diskussion gestorben war, bevor sie beginnen konnte. Es sollte eigentlich darum gehen, die Kooperationsforderungen der Ampel-Partner einzubauen und damit eine Planung über den Haufen zu werfen, die bislang bereits 180 000 Euro verschlungen hat.
Für die kurzfristige Änderung der Tagesordnung bedarf es einer Begründung und die lautete so: Zwar seien alle neuen Ausschussmitglieder zeitig mit der Vorlage, also dem Gutachter-Pamphlet, versorgt worden, und die alten Hasen hätten das Papier wahrscheinlich auch noch, aber es gebe ja neue Mitglieder im Rat. Und die haben eben noch nicht schriftlich, was vor über einem Jahr den Fraktionen und im Januar der breiten Öffentlichkeit haarklein vorgetragen wurde. Das Thema, also die Pläne aus 2008, sei so wichtig, dass sie erst mal in den Fraktionen diskutiert werden müssten. Dezernent Wusthoff bemerkte dazu süffisant: „Es soll auch Politiker geben, die ihre Unterlagen nach einer Legislatur in den Müll werfen.”
Opposition hielt sich zurück
Erstaunlicherweise hielt sich sogar die Opposition zurück. Ein Elfmeter, aber kein Schütze weit und breit. Denn der mittlerweile dritte (!) Aufschub eines Beschlusses zum Neuen Wall hilft nur der Ampel. Kurzfristig zumindest. Erst gestern meldete die NRZ, dass die Stadt mit 30 Millionen Euro Miesen und einem Nothaushalt 2011 rechnen muss. Teure Planungen zu begraben, um sie mit noch teureren Zielen zu modifizieren, riecht nach Ärger. Außerdem war der gemeinsame Antrag auf Erhaltung der Bäume und Bau einer Tiefgarage noch nicht fertig.
Interessant die FDP-Forderung Tiefgarage: Nur die Vorplanung kostete nach NRZ-Informationen 100 000 Euro, der fertige Plan über eine Million. Die Gesamtkosten lägen bei 25 Millionen Euro für den zehngeschossigen Tiefbau, bei anvisierten 1000 Parkplätzen. Wenn sich dafür ein Investor findet, wird er interessante Preise machen müssen.
17:33
von Christmo74
Die Rechnung von 700 Nutzern wird nicht aufgehen. Moers ist nicht die Düsseldorf Königsallee.
Ein Teil vom Parkplatz an der Mühlenstr. mit einem eingeschossigen Parkdeck versehen und gut ist.
Da braucht man keine 25 Millionen und die drei Schritte kann man laufen.
Man könnte auch ein Shuttle Service einrichten, Kleinbusse die auf Gas fahren.
15:05
Die oben genannten Bäume müssen bleiben! Moers hat schon viel zu viel abgeholzt (siehe Sichtachsen im Schloßpark). Moers kann sich glücklich schätzen wenigstens noch etwas Grün zu haben.
Und wozu denn Parkplätze, am Südring gab es jede Menge davon, alle weg wegen dem Neubau, selbst die Strasse ist weg. Möchte mal wissen wer davon profitiert hat.
Die nächsten Parkplätze sind auch so gut wie weg (vor dem Wilhem Schröder Bad).
Die Parkplätze knapp hinter der Bücherrei sind auch weg und kommen nicht wieder.
Ist doch kein Wunder, dass so viele potentielle Kunden wegbleiben.
@Pfui
Da kann man noch froh um jeden Radfahrer sein der in die Stadt kommt. Hauptsache es kommen überhaupt noch Menschen nach Moers. Mann kann ja gegen den Herrn Laakmann sein, aber warum man das an seinem Fahrrad festmachen muss erschließt sich mir nicht.
13:51
Ja, wovon träumen Sie denn?, der ist doch nicht im Netz, sondern fährt mit seinem Fahrrad in der Stadt herum und zeigt jedem, der ihn gewähltr hat eine lange Nase, damit jeder zu ihm Grußonkel Otto sagen darf.
Aber vielleicht schreibt ja Libealix oder Udo erich mal was dazu, denn das ist ja alles nicht allein aus Otto seine Birne entstanden. Außerdem braucht der keine Tiefgarage für sein Fahrrad und wenn er mit dem Auto fahren muß, holt ihn ein städtischer Fahrer ab.
13:13
dann soll bitte Herr Laakmann den baugrundtechnischen Nachweis vorlegen, wie er eine Tiefgarage in ein Sumpfgebiet mitten in der Wohn- Nutzbebauung intergrieren will. Herr Laakmann ich würde es gerne von Ihnen wissen. Schreiben Sie doch wenigstens einen Satz.
12:37
Stop Stop Stop......
25Mio hört sich viel an, ist es aber nicht.
Rechnet es doch mal runter, liebe Leut....
1000 Stellplätze insg. Jetzt nehmen wir mal an, dass davon pro Tag im Schnitt immer 700 besetzt sind. Also pro Tag im Durchschnitt gerechnet.
700 * 1,50 /Stunde = 1050 € / Stunde
Das ganze mal 10 Stunden zur Zahlung = 10500 / Tag
Das ganze mal 5,5 Tage = 57750 € / Woche
...mal 4 (für den Monat) = 231000 €
...mal 12 (für das Jahr) = 2772000 €
und 25Mio / 2772000 = 9,01 Jahre
Gut, jetzt kommen noch Kosten für Verbrauch, Renovierung, Wartung etc. hinzu. Sagen wir mal, das ganze erhöht die Amortisationszeit auf vielleicht 15 Jahre.
Und so ein Parkhaus steht länger als 15 Jahre....!!!!
Und danach wird ein plus gefharen. Also, nicht so laut schreiben. Jeder Eigenheimbesitzer zahlt länger an seinem Häuschen ab !!! Die Rendite ist fast unschlagbar. Und ich hab hier alles noch schön gerechnet. Wenn das Parkhaus höher frequentiert wird, dann verdient der sich noch schneller dumm und dämlich daran....
09:51
Die FDP möge sich dann bitte um den Investor persönlich kümmern.
25 Millionen für 1000 Stellplätze, wann soll sich das für den Investor rechnen?
Oder soll das ein Denkmal für Herrn Laakman, den dritten stellvertretende werden?
Herr Laakmann kann sich dann sicher sein, dass er für die folgende Generation zum Inbegriff des negativen wird.
Das kann man doch nicht mehr ernst nehmen, es sei denn die FDP möchte wissendlich die Entwicklung von Moers über Generationen beinträchtigen.
Wie sang Nikol:“ Flieg nicht so hoch mein kleiner ……….