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Investor will Feuerwehrhaus bauen

23.05.2012 | 13:39 Uhr
Investor will Feuerwehrhaus bauen
Am Donnerstag,den 16.September 2010 übt die Freiwillige Feuerwehr Marxloh auf dem Schulhof an der Sandstrasse in Marxloh einen Feuerwehreinsatz Foto: Friedhelm Geinowski/WAZFotoPool

Wirme/Kirchhundem. Die Gemeinde Kirchhundem ist in der Haushaltssicherung und muss kräftig sparen. So paradox es klingt: Gerade dieser Umstand könnte der Löschgruppe Wirme schneller als erwartet zu einem neuen Feuerwehrhaus verhelfen.

Bis auf die Wirmer Feuerwehr sind alle 9 Löschgruppen der Gemeindefeuerwehr adäquat untergebracht. Die Löschgruppe Wirme ist seit 1989 samt Löschgruppen -Transporter (TSF) in einer privaten Scheune zuhause, die unter Denkmalschutz steht und in Eigenleistung zu einem neuen Schulungs- und Geräteraum umgebaut wurde. Das Domizil ist in allen Belangen nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht mehr den Anforderungen an die Wehr. Im letzten Jahr wurde das letzte neue Feuerwehrhaus in Hofolpe in Betrieb genommen, für einen Neubau in Wirme fehlt der Gemeinde jedoch das Geld.

Unterstützung naht nun vom Kirchhundemer Unternehmer und ehemaligen CDU-Ratsmitglied Lothar Dornbach. Der Geschäftsmann hat in Wirme ein Haus gekauft und bietet der Gemeinde bzw. der Feuerwehr an, das Gebäude nach den Anforderungen der Wehr um- und anzubauen und langfristig zu vermieten. Beim Umbau will er die Eigenleistungen der Löschgruppe vergüten.

SPD ist dafür

Die Löschgruppe Wirme findet die Lösung gut und auch die SPD-Fraktion signalisiert Zustimmung. „Die SPD-Fraktion hält das vorliegende Mietangebot des Investors für eine sinnvolle und pragmatische Lösung“, heißt es in einem Antrag für die nächste Bauausschuss- oder HFA-Sitzung am 13. oder 14. Juni, in der die Gemeinde alle Alternativen vorstellen soll. Auch biete eine Anmietung den Vorteil, dass für den Unterhalt des Gebäudes in der Zukunft keine weiteren Investitionen erforderlich würden, so die SPD.

Zeitliche Brisanz kommt in das „Investorenmodell“, weil Investor Dornbach, der bereits einen 30-seitigen Mietvertrag vorgelegt hat, auf eine Entscheidung des Gemeinderates bis zum 30. Juni drängt.

Laut Bürgermeister Grobbel kann eine Entscheidung aber nur im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans erfolgen. Den Entwurf dieses Plans hat die Feuerwehr erst kürzlich vorgelegt. Darin ist der Erhalt aller 9 Löschgruppen inklusive Wirme unverzichtbar. Der Rat muss den Plan aber erst absegnen.

Alternativen vergleichen

Die Verwaltung will nun bis zum 1. Juni eine Vorlage erarbeiten, in der alle drei Alternativen umfassend und von der Kostenseite beleuchtet werden: 1. Umbau/Modernisierung des jetzigen Standorts, 2. das Dornbach’sche Investorenmodell und 3. Neubau eines Feuerwehrhauses durch die Gemeinde. Mittlerweile hat auch die UK-Fraktion eine Anfrage zu diesem Therma: gestellt. Da heißt es u.a.: „Wie lange kann aus Sicht der Gemeinde der jetzige, eigentlich unhaltbare Zustand bestehen bleiben?

Volker Eberts


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