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Krankenhaus

„Unser Haus ist auf der Höhe der Zeit“

19.03.2011 | 06:00 Uhr
„Unser Haus ist auf der Höhe der Zeit“
Das Nikolaus-Krankenhaus. Foto: Johannes Kruck / WAZ FotoPool

Kalkar. Geschäftsführer Ottmar Ricken und Pflegedienstleiterin Bärbel Peschges schauen von der breiten Terrasse der Station V im ersten Stock hinunter in den Garten. Die Sonne lacht, der Blick zurück auf die Station und in die modernen, freundlich gestrichenen Zweibett-Zimmer lässt sie entspannt lächeln.

„Unser St. Nikolaus-Hospital ist baulich auf dem neuesten Stand“, sagt Ricken. Lediglich einige Funktionsräume müssen noch auf Vordermann gebracht werden. Kosten: gut 250 000 Euro. Der Startschuss für die Arbeiten soll im Mai erfolgen.

Krankenhaus wurde
1848 gegründet

Anders als etwa in den Krankenhäusern Kleve und Goch, die wie Kalkar zum Verbund der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve gehören, und wo die großen Umstrukturierungen noch anstehen, hat Kalkar sie schon hinter sich. Zuletzt wurden 2009 gut zwei Millionen Euro in die Renovierung der Stationen IV (Demenz) und V (Innere) investiert.

„Unser Haus ist jetzt wirklich auf der Höhe der Zeit“, freut sich Ricken. Übrigens nicht nur baulich, auch auf medizinischem Gebiet. „Früher war beispielsweise Demenz auf die Station I konzentriert. Heute können wir aufgrund unserer interdisziplinären Demenz-Station die Patienten unabhängig vom Alter, aber auch der Art der organischen Erkrankung, auf Station IV behandeln“, so Ricken, der das St. Nikolaus-Hospital schon seit 1982 leitet. Die überwiegend älteren Menschen können in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, werden von den gleichen Pflegern betreut.

Das St. Nikolaus-Hospital hat eine lange Tradition. 1848 von Schwester Angela als Stiftung gegründet, wurde in den 1950er Jahren ein Kurheim dazu gebaut. Baulich miteinander verbunden wurden die Häuser 1991. Übrigens war das Hospital von 1982 bis 1988 ein Beleg-Krankenhaus mit 102 Betten für die medizinischen Bereiche Innere, Chirurgie und Hals-Nasen-Ohren (HNO). Bis 1988 diente das ehemalige Josefhaus als Neurologie-Außenstelle für die Rheinischen Kliniken.

Als „ärztlich-hauptamtlich geführtes Krankenhaus“ mit eigenen Ärzten und den beiden Bereichen Innere (u.a. Kardiologie, Lungenerkrankungen) und Psychiatrie wurde das St. Nikolaus-Hospital ab 1988 geführt. „Wobei schon damals der Schwerpunkt auf der Psychiatrie lag“, erklärt der 54-Jährige. Heute verfügt das Hospital mit fünf Stationen über 96 Betten, 70 Pfleger(innen) und zwölf Ärzte.

Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, schweren Depressionen, Suchtkranke, sie alle werden heute im St. Nikolaus-Hospital nach modernsten medizinischen Erkenntnissen behandelt. „Dass das so ist, haben wir dem Krankenhausverbund zu verdanken“, weiß Ottmar Ricken, der das Haus gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Bärbel Peschges und der Ärztlichen Direktorin Dr. Möhrer seit vielen Jahren führt. Bis 2003 waren die Kalkarer übrigens noch selbstständig.

Der Verbund habe dem Krankenhaus die Zeit gegeben, um sich neu aufzustellen. Geschäftsführer Ricken: „Das Konzept, an dem wir lange gearbeitet haben, geht jetzt auf.“

Wolfgang emy



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