Das aktuelle Wetter Kleve & Region 12°C
Freizeit

Trödelmarkt in Garagen, Scheunen und Wohnzimmern

06.09.2010 | 17:46 Uhr
Trödelmarkt in Garagen, Scheunen und Wohnzimmern
Friedhelm Kahm zeigt, wie man an der öffentlichen Schatzsuche teilnehmen kann. Foto: Heinz Holzbach/ Waz Foto Pool

Kranenburg.Am Samstag ist das 500-Einwohner-Dorf Mehr, eine Ortschaft der Gemeinde Kranenburg (Kreis Kleve), ein einziger großer Trödelmarkt: Die Einwohner öffnen ihre Häuser für Kuriositäten-Sammler. Denen weist eine Schartkarte den Weg.

Was versteckt sich denn da? Aus den Untiefen von Kranenburg-Mehr kommen am Samstag etliche Schätzchen an die Oberfläche: ein Schlauchboot, ein Volksempfänger, eine Football-Ausrüstung, eine Kühltheke, ein Häcksler. Und eine alte Kartoffelpresse, ein zwei Meter langer Eiche-Esstisch, eine komplette Couchgarnitur, eine Schreibmaschine aus dem Jahr 1910 und ein alter Commodore-Computer mit Monitor.

Um beispielhaft nur ein paar Schätze zu nennen. Die übrigen verstecken sich in ganz Mehr. In Scheunen, Wohnzimmern, Garagen oder Schuppen. Man muss nur suchen. Wo, das verrät – stilecht – eine Schatzkarte. Und ein Schirm verrät, wo gestöbert werden darf.

Sonnenschirm
ersetzt das Kreuz

Das ganze Dorf lädt am Samstag ab 10 Uhr zur Schatzsuche ein, einem außergewöhnlichen Flohmarkt. Dabei kommt der Trödel nicht zum Kunden. Sondern umgekehrt. Die Mehrer öffnen ihre Häuser und laden interessierte Käufer zum Stöbern ein. Ein Sonnenschirm vor dem Haus signalisiert, wo einen Tag lang gehandelt werden darf.

Flohmarkt-Macher Friedhelm Kahm hat sich die Aktion ausgedacht und mit seinem Schützenverein aus dem Boden gestampft. Und inzwischen ist fast das ganze Dorf dabei. Zentrum ist der Dorfplatz, wo eine Hüpfburg aufgebaut ist und ein Kinderflohmarkt steigt, ist der Startpunkt: im Vereinslokal „Alte Schule“ erhält jeder Besucher eine Schatzkarte.

Schatzkarte erleichtert das Stöbern

Darauf sind die teilnehmenden Häuser eingezeichnet, damit man nicht planlos durch Mehr schlendern muss. Eine weitere Liste erleichtert zudem das Stöbern, weil dort eingezeichnet ist, welcher Haushalt was verkauft.

Die Waren reichen dabei von Kinderwagen, über Antiquitäten, zu Gartengeräten, Spielzeug, Sportartikeln, Kunstwerken und Möbeln. „Einfach den Sonnenschirmen folgen“, erklärt Kahm. Und mit etwas Glück gibt’s da auch andere Waren: „Ein paar Liter Freibier“, hat zum Beispiel ein Haushalt versprochen.

Um 18 Uhr endet die Schatzsuche, dann wird auf dem Dorfplatz aber mit der Band „Hands up“ und später auf der Kirmes in Niel weiter gefeiert.

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3662647/create

Aktuelle Fotos und Videos
Landtagwahl in Kleve
Bildgalerie
Fotostrecke
Wallfahrt
Bildgalerie
Öffnung der Basilika
Streetdance
Bildgalerie
Kreismeisterschaft
Großbrand in Goch
Bildgalerie
Nähr-Engel
Aus dem Ressort
Das Freibad soll verkleinert werden
Freizeit
Welchen Weg nimmt das Klever Hallenbad? Sowohl das Bad am Königsgarten als auch das Freibad am Sternbusch stehen auf dem Prüfstand.
Wo bleiben die Bagger auf dem ehemaligen NHG-Gelände?
Einzelhandel
In Kalkar schwindet der Glaube an die Realisierung des Fachmarktzentrums.
Foto 2 Kommentare 2