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Reif für die Baustelle

15.12.2009 | 17:45 Uhr
Reif für die Baustelle

Kleve. 50 voll gepackte Aktenordner sprechen Bände. Und von einem Mammutprojekt – der Hochschule Rhein-Waal. Deren Neubau liegt federführend in den Händen der Kreis Klever Bauverwaltungsgesellschaft (KKB). Die kann sich derzeit über Mangel an Arbeit nicht beklagen.

Überstunden sind die Regel, obwohl zusätzlich für das Projekt befristet ein Zeichner, zwei Diplom-Ingenieure und zwei käufmännische Mitarbeiter eingestellt wurden. Derzeit wird bei der KKB alles für die aktive Bauphase vorbereitet, betont Geschäftsführer Gerhard Koenen. Zuletzt seien am Wochenende die Spundwände des Hafenbeckens von Tauchern untersucht worden: „Wir haben nichts gefunden, was uns beunruhigt.” Die Bauanträge sind fertig und wurden der Stadt Kleve zur Genehmigung übergeben. „Sieben Kartons voll”, verdeutlicht Koenen, der ab Januar keinen Sport mehr treiben muss. Dann heißt es für ihn rauf auf die Baustelle. Denn das Gelände am Klever Hafen ist 60 Hektar groß und als Geschäftsführer wird er tagtäglich auf der Baustelle sein. „Am 4. Januar wird der Bauzaun aufgestellt”, kündigt Koenen an: „Zwei Kilometer lang und 2,20 Meter hoch”.

Baustellenbüro für 5 Arbeitskräfte

Eine Woche später soll alles, was dort noch steht, dem Erdboden gleich gemacht werden. Will heißen: Gebäude wie der ehemalige Lokschuppen der Stadtwerke und das Zelt der Kanufreunde werden abgerissen. Richtig spannend werde es ab 18. Januar, verspricht Gerhard Koenen. Dann soll das Grundstück baureif gemacht werden. Dazu müssen Quadratmeter für Quadratmeter 60 Zentimeter Erde abgetragen werden. Außerdem Eisenbahnschienen, Steine, Pflaster und Schotter entfernt werden: „Es wird richtig viel LKW-Verkehr geben”, kündigt Koenen an.

Für 15 Mitarbeiter wird ein Baustellenbüro am Hafen installiert, das am 15. Januar eröffnet wird. Techniker, Statiker, Architekten und das Team der KKB werden dann vor Ort präsent sein.

Wenn das Grundstück baureif gemacht sei, könnte es richtig laut werden, sagt Koenen. Dann kommen 800 bis 1000 Pfähle in die Erde. Die seien wegen der Bodenbeschaffenheit notwendig, denn auf dem Gelände sei nach dem Krieg bis zu einer Höhe von 3,50 Metern Erde aufgeschüttet worden. Ob die Pfähle in den Boden gerammt oder im Schneckenbohrverfahren in die Erde gebracht werden, sei noch offen. „Wir schreiben das neutral aus und überlassen das den Unternehmen.”

„Das wird eine schöne, spannende Baustelle”, freut sich Gerhard Koenen schon auf die Bauphase. „Wir gehen davon aus, dass alles gut klappt und wir gutes Wetter haben. Wobei uns Frost nicht stört.” Denn schließlich soll im Mai mit den eigentlichen Hochbauarbeiten – sprich Gebäuden – begonnen werden. Nicht nur das: Bis August 2012 soll alles komplett fertig sein. Und wenn nicht? „Wenn nicht gibt's nicht”, untermauert Koenen. Schließlich stehe die KKB seit 15 Jahren für Termin- und Kosteneinhaltung. „Daran werden wir gemessen. Das halten wir ein!”

Malaktion für Bauzaun

Er wird riesig – der Bauzaun, der Unbefugte vom Betreten der Hochschul-Baustelle abhalten soll. Um Graffiti- und anderen Nacht- und Nebelaktionen einen Riegel vorzuschieben, darf der Zaun nach Herzenslust bemalt werden. Kontrolliert – versteht sich. Die Kreis Klever Baugesellschaft (KKB) bietet Jugendgruppen, Schulen, Kindergärten und Privatpersonen jeweils eine Fläche von zehn Metern Länge und 2,20 Metern Höhe an. „Jeder kann mitmachen”, so KKB-Geschäftsführer Gerhard Koenen. Er wünscht sich Motive, die Bezug zur Hochschule oder zu den 16 Kommunen im Kreis Kleve haben: „Nicht erlaubt sind Hassparolen und Liebeserklärungen”, so Koenen. Wer zuerst kommt, kann sich die schönste Fläche aussuchen – beispielsweise die zum Kirmesplatz. Information und Anmeldung: Andre Rambach,  0 28 21/97 709 11, E-Mail: ar@kkbgmbh.de 

Gaby Boch

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