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Neues Flugziel närrisch begrüßt

04.02.2010 | 18:48 Uhr
Neues Flugziel närrisch begrüßt

Weeze/Goch. Christan I., seines Zeichens Prinz der niederrheinischen Karnevalshochburg Goch, hat sich vorbildlich vorbereitet: „Bueno sera senorita”, sagt er immer wieder in der Wartehalle des Airport Weeze vor sich hin.

Lange hat es gedauert, bis er samt Prinzessin und rund weiteren 40 Mitgliedern der KCC-Ehrengarde den Sicherheitscheck hinter sich gebracht hatte. Jede Trommel, jeder Orden und das Zepter mussten den kritischen Blicken des Personals Stand halten. Auch die Hochsteckfrisur von Prinzessin Daniela I. wurde nicht verschont.

Fünfte Jahreszeit am Flughafen

Sowohl der Ausflug des Gocher Prinzenpaares und seines Gefolges zum Flughafen, als auch des Prinzen Versuch einer italienischen Begrüßung hatte auch seinen Sinn: Denn der Airport und die dort ansässige Fluggesellschaft Ryanair begrüßten um Punkt 13.18 Uhr erstmals eine Maschine aus dem italienischen Bari. Die Hafenstadt ist das elfte italienische Flugziel, das die Gesellschaft ab Weeze ansteuert.

Info
2,2 Millionen Passagiere an Weeze

Neben dem närrischen Empfang auf dem Rollfeld gab es aber auch noch Handfestes: Nämlich die Jahresbilanz der Fluggesellschaft Ryanair. Und diese ist, so Pressesprecherin Henrike Schmidt, weiterhin auf Erfolgskurs. Denn die 1,5 Millionen Fluggäste aus 2008 wurden 2009 noch einmal getopt. 2,2 Millionen Passagiere flogen im vergangenen Jahr ab Weeze mit der Fluglinie Ryanair. Mittlerweile steuert diese mit acht Flugzeugen 42 Ziele an. 18 Strecken wurden dabei 2009 erstmals geflogen. Neben dem neuen Flugziel Bari sind für 2010 noch drei weitere geplant (Rygge, Stettin und Lappeenranta). „Für 2010 rechnen wir mit drei Millionen Passagieren, die somit die knapp 3000 Arbeitsplätze in der Region sichern”, so Pressesprecherin Henrike Schmidt. Insgesamt werden am Airport Weeze pro Tag rund 10.000 Passagiere abgefertigt. seul

Passend zur fünften Jahreszeit hatte die Maschine eine elfköpfige Abordnung von Karnevalisten aus Putignano, einem Nachbarort Baris, an Bord. Zwei überdimensionalgroße Harlekinschuhe waren das Erste, was das niederrheinische Begrüßungskommando zu sehen bekam. Was dann folgte, waren lauter lustige Gesellen, die das Rollfeld in eine närrische Bühne verwandelten und dort karnevalistisches Liedgut aus Italien präsentierten. Denn die Gemeinde Putignano ist in ganz Italien bekannt für seinen Karneval, der zu den Ältesten in ganz Europa zählt.

Kein Wunder, dass bei diesem ungewohnten Anblick viele ankommende Urlauber den Fotoapparat zückten. Doch es wurde nicht nur musiziert. So tauschten die Narren Geschenke aus, machten Mätzchen und mussten sich gegenseitig der lokalen Presse für Kurzinterviews zur Verfügung stellen. Die Italiener waren sogar mit einem Kamerateam angereist, dem Jack Krämer von der KCC-Ehrengarde Rede und Antwort über das närrische Brauchtum am Niederrhein stehen musste.

Nach 15 Minuten ist alles vorbei

Ein Glück nur, dass die Gocher Karnevalisten einen eigenen Dolmetscher dabei hatten: Albano Versiemti vermittelte gekonnt zwischen den Nationen.

15 Minuten dauerte das närrische Treiben auf dem Rollfeld, dann ging es für den Besuch aus Bari wieder gen Heimat.

Sarah Eul

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