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Gesundheit

Möhren gegen den Hunger

19.10.2009 | 18:01 Uhr

Kleve. Draußen ist es trüb, aber was ist das schon gegen das Lachen von Jutta Mertens. Sie strahlt, grinst von einem Ohr zum anderen und hat eine tolle Ausstrahlung.

Die NRZ Kleve begleitet Jutta Mertens beim Abnehmen in der Heilpraxis von Esther Hesse in Kleve. Innerhalb von acht Wochen hat Jutta Mertens 13,5 Kilogramm abgenommen. (Foto: Thorsten Lindekamp)

Statt der erwarteten sieben Kilo hat sie in den vergangenen zwei Monaten 13,5 Kilo abgenommen. Ein Erfolg, der die alleinerziehende Mutter glücklich macht und das ganz ohne ein Stück Schokolade.

Der Spritze sei Dank

Über Heißhunger auf Süßes kann Mertens nur lachen. Dank der Spritzen mit pflanzlichen Wirkstoffen hat sie den allgegenwärtigen Versuchungen widerstanden. Die Verwaltungsangestellte in der Agentur für Arbeit in Kleve macht die Sanguinum Kur bei Heilpraktikerin Esther Hesse in Kellen. Die Therapie ist eine überwachte Art der Ernährungsumstellung. Der Verzicht auf Kohlenhydrate macht den größten Teil aus (die NRZ berichtete). Daneben lernen die Patienten, die sich auf das homöopathische Verfahren einlassen, wie sie sich fett- und kalorienarm ernähren können. Wie das bei Jutta Mertens funktioniert, beobachtet die NRZ.

Es ist Halbzeit und die ersten zwei Monate erfolgreichen Abnehmens liegen hinter ihr. Und am schönsten, ja am schönsten sind die Reaktionen von den Bekannten und Freunden, die ihre positive Ausstrahlung loben, erzählt Mertens. Wenn die Kollegin aus dem Urlaub kommt und sagt: „Jetzt siehst du schon wieder anders, viel frischer aus.” Das geht runter wie Öl.

Ob der Verzicht ihr schwer gefallen ist? Jutta Mertens schüttelt den Kopf: „Möhren gegen den Hunger”, sagt sie und findet die gelben Rüben echt lecker, obwohl es eine Schnuppidose im Büro gibt und in Schlafzimmer und Küche Schokoladen griffbereit liegen. Selbst, wenn Mama Jutta ihrer Tochter ein Nutellabrot schmiert, wird nicht genascht. „Ich hätte das selber nicht für möglich gehalten. Bei jedem Mal wiegen habe ich gelacht.”

Sicher, es gab kleine Belohnungen, als etwa die Hunderter-Marke fiel, denn schließlich passen Pullis, Jacken und Hosen auch nicht mehr. Aber die Belohnungen waren weder heiß noch fettig. Nicht nur gegen süße Versuchungen war die 38-Jährige immun, auch gegen Alkohol, Pizza beim Italiener oder Fastfood. Bei Festen oder beim Besuch der Materborner Kirmes trank sie keinen Tropfen.

Das Ganze hatte für einen anderen wichtigen Menschen in Jutta Mertens einen positiven Effekt: Ihre elfjährige Tochter Swantje isst in der Pause mittlerweile lieber Möhren als sich „irgendwas zu kaufen”. Schließlich geht Mama mit gutem Beispiel voran.

Joghurt-Dipp statt Sahnesauce

Am Anfang hat Mertens ihr Essen noch gewogen. Schnell aber bekam sie ein Gefühl für die Mengen. „Sicher muss man umdenken und komplett anders ohne Fett und Sahne kochen.” Statt Sahnesauce gibt's jetzt bei Jutta Mertens Jogurtdipp und Kräuterquark.

Rückschläge? Zwei langweilige Samstage hat es gegeben, sagt sie. „Da dachte ich, ich könnte irgendetwas essen.” Hat Jutta Mertens aber nicht und stattdessen die verordneten Kräutertees getrunken. Und das soll so weitergehen – bis die nächsten zehn Kilo geschafft sind.

Stefanie Bersin

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Kommentare
02.11.2009
11:47
Möhren gegen den Hunger
von Susanne F. | #2

Es ging mir genauso! Endlich ist die Irrfahrt mit den Diäten vorbei! Die Sanguinum-Kur ist wirklich das Beste Programm zur Gewichtsreduktion, das kann ich nur empfehlen! 12 kg in 7 Wochen und seit zwei Jahren gehalten. Weiter so, Ihr Sanguiniker! :-D

29.10.2009
10:36
Möhren gegen den Hunger
von Frentzen Nicole | #1

Toll:-)) Du siehst einfach super aus!! Harte Arbeit wird eben gut belohnt! Mach weiter so!! LG Nicole

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