Kalkarer Segelflieger: Zweiter Versuch
04.02.2010 | 06:30 Uhr 2010-02-04T06:30:00+0100Kalkar. Mit seiner Idee eines Sonderlandeplatzes Bylerward, auf dem nicht nur Vereinsmitglieder hätten starten und wieder herunterkommen können, hatte der „Aero Club Kalkar Wissel” Mitte 2009 eine Bruchlandung erlitten. Politisch fand sich keine Mehrheit für das Ansinnen der Flieger.
Außerdem machte eine Bürgerinitiative mächtig Druck gegen das Vorhaben.
Jetzt hat der Verein einen zweiten Anlauf gestartet. „Wir wollen jetzt nur noch ein Segelflug-Gelände”, erklärt Gerd Plorin, Vorsitzender der Segelflieger, gegenüber der NRZ. Einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes sei bei der Stadt eingereicht worden.
Was stimmt. Im Bauausschuss informierte die Verwaltung die Mitglieder über die neue Entwicklung. Der Antrag müsse jetzt geprüpft werden, heißt es.
Sollte er genehmigt werden, dürften künftig nur Vereinsmitglieder mit ihren Segelfliegern, dem Flugzeug-Schlepper sowie dem einzigen Ultraleicht-Flieger (beide aus Emmerich) in Bylerward in die Lüfte aufsteigen, sagt Plorin.
Abstand nimmt der Verein zunächst von seinen Investitionsplänen. „Eigentlich wollten wir 1,3 Mio. Euro inklusive des Grundstück-Erwerbs investieren. Das Geld hat der Verein aber nicht”, weiß Plorin, dem die 18 000 Quadratmeter Land gehören.
„Mit dieser Lösung müsste die Ratsmehrheit doch leben können”, kommentierte Jochem Reinkens (SPD) den Antrag. Seine Partei hatte schon gegen den Sonderlandeplatz keine Einwände. Dr. Günther Bergmann (CDU): „Ich kenne den Antrag noch nicht. Auf die Details bin ich sehr gespannt.” Für August Raadts von der Bürgerinitiative mit ihren 400 Mitgliedern ist die Sache klar. „Das ist für uns nur der Einstieg in den späteren Motorflug. Deshalb lehnen wir auch das Segelflug-Gelände ab.”
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