Hereinspaziert
09.12.2009 | 23:01 Uhr 2009-12-09T23:01:00+0100
Bedburg-Hau. Erster! Eine Stunde vor dem Start des Weihnachtsmarktes rollte gestern ein Bus aus Essen auf den Parkplatz von Schloss Moyland. Gefolgt von vielen anderen Menschen, die überpünktlich vor dem verschlossenen Eingangstor ausharrten.
Walter Hoffmann, Kulturamtsleiter der Gemeinde Bedburg-Hau, der per Handy über die zahlreichen Zaungäste informiert wurde, reagierte spontan – und eröffnete den 12. Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt im Park des Museums eine Viertelstunde früher als geplant.
Wer auf der Suche nach ausgefallenen Geschenken an den mehr als 90 Buden der Kunsthandwerker in der ersten Reihe stehen wollte, der hatte sich gestern zeitig auf den Weg gemacht. Denn der Moyländer Markt lockt die Menschen seit Jahren in Scharen. Das hat sich herumgesprochen. Allerdings betont Walter Hoffmann, dass das große Gedränge seit der Einführung des Eintrittspreises von drei Euro vorbei sei. „Platzangst muss hier niemand haben, man kann in Ruhe schauen”.
Sternenfee und Treibholz
Zum Beispiel am Stand Nummer 61 von Dr. Werner Kazmirek aus Wiesbaden. Der Mann war früher Physiker, hat mit dem Kopf statt mit den Händen gearbeitet. „Das wollte ich nach meinem Berufsleben ändern”, sagt er. Es ist ihm gelungen. Spannende Sachen drechselt er aus Holz. Etwa Schalen, die früher australische Holzpfähle waren.
Kazmireks Angebot steht für die vielen anderen, die sich im Park aneinander reihen. Alle wollen sie etwas Besonderes bieten, sich von den üblichen Artikeln abheben.
So wie Olivia und Peter Lust mit ihren himmlischen Wesen aus Treibholz, Johanna Hitzler mit schaukelnden Porzellan-Bechern, Wolfgang Uhl mit Ketten aus Lava und Süßwasserperlen, Klangkünstler Fassbender mit einem Glockenspiel aus Kupferrohren, Antje Bendfeldt mit der kugelrunden und grellbunten Sternenfee Jule, und, und, und.
Für alle Liebhaber klassischer Weihnachtsstimmung: Die gibt's auch. Glühwein, Reibekuchen – alles da.
Weihnachtsmarkt Moyland, 9.-13. Dezember, Do/Fr 13-22, Sa,11-22, So 11-21 Uhr, drei Euro
0mitdiskutieren