Handwerk trotzt der Krise
03.06.2009 | 23:00 Uhr 2009-06-03T23:00:00+0200Kreis Kleve. Nicht nur die Kreishandwerkskammer, die zurzeit für gut eine Million Euro ein neues Verwaltungsgebäude in Goch baut, sorgt für Aufträge.
„Von der Wirtschaftskrise spüren unsere Betriebe weitestgehend nichts, zumindest zurzeit nicht”, berichtet der Geschäftsführer der Kreishandwerkskammer Kleve, Achim Zirwes. Viele Unternehmen wären gut bis sehr gut ausgelastet.
Natürlich gebe es Ausreißer, etwa den Nutzfahrzeughersteller Tirsan. Da seien die Aufträge dramatisch weggebrochen, weshalb das Unternehmen seinen Standort aufgegeben hat. Spezial-Hersteller wie der Gocher Fahrzeugbau stünden weit besser da.
Im Kreis gibt es 3750 Betriebe mit 19 000 Beschäftigten. 1100 Firmen aus 14 Innungen sind Mitglied der Kreishandwerkerschaft, die aber auch Nicht-Mitglieder betreut.
Während im Kreis Kleve wie anderswo deutlich weniger neue Häuser gebaut werden, haben Maurer, Tischler und andere Gewerke alle Hände voll mit Sanierungs- und Renovierungsarbeiten zu tun, sagt Zirwes. Von Problemen im größeren Stil sei ihm von Innungsversammlungen und Vorstandssitzungen jedenfalls nichts bekannt. „Das Handwerk hatte hier im Kreis schon schwierigere Jahre als 2009”, ist sich Achim Zirwes sicher.
Ziemlich entspannt sei übrigens auch die Lage am Ausbildungsmarkt. Zirwes: „Im Moment sieht es ganz danach aus, dass wir das gute Niveau des Vorjahres erreichen.” Fast täglich würden sechs bis sieben Neuverträge im Büro eintreffen. 1560 Ausbildungsstellen würde das Handwerk bereitstellen. „Darauf können unsere Betriebe zu Recht stolz sein”, findet er. Im Kreis Kleve seien die Strukturen noch in Ordnung, hier habe das Handwerk noch goldenen Boden.

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