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Rat: Erst Disput dann...

Gesamtschule Kleve: Große Probleme kommen noch

16.12.2009 | 19:21 Uhr
Gesamtschule Kleve: Große Probleme kommen noch

Erst eine heftige Debatte, dann ein einstimmiger Beschluss. Der Rat ließ gestern rund hundert Eltern und Kinder teilhaben, wie am Thema „Gesamtschule Kleve” gearbeitet wird. Mit Plakaten waren 120 Eltern und Kinder - laut Polizeiangaben - ab Fischmarkt zum Rathaus zur Sitzung marschiert.

Beschlossen ist, dass Kleve seinen Schulentwicklungsplanung überarbeitet und abschätzt, welche Auswirkungen eine Gesamtschule auf die übrige Schullandschaft in Kleve und Nachbargemeinden haben würde. Dass der Kämmerer Kosten und Finanzierbarkeit kalkulieren muss. Dass ein Standort gesucht und überplant wird. Außerdem muss die Stadt als Schulträger erklären, ab welchem Zeitpunkt die sachlichen Errichtungsvoraussetzungen erfüllt sind, gegebenenfalls einen Ganztagsbetrieb beantragen.

Bürgermeister Theo Brauer hatte noch einmal aufgerollt, dass er von der Bezirksregierung verschiedene Aussagen erhielt, wie notwendig eine erneute Befragung von Kindergarteneltern sei, auf welche Schule sie ihr Kind in fünf oder sechs Jahren schicken wollen. Er glaube nun nur noch den Chefs einer Behörde, so Brauer. Er fahre hin und frage nach. Er halte die Bedarfsabfrage „für absolut tauglich”, dass sie „eingearbeitet werden kann”. Aber „viel größere Hürden liegen noch vor uns”: Standortsuche und Finanzierung. „Das wissen wir doch alle”. Denn: „Die Gebäudefrage ist ein Riesenthema”.

Obwohl die Politiker fraktionsübergreifend und ideologiefrei handeln wollten, hatte es doch erst einne Disput gegeben. Bürgermeister Brauer hatte klar gemacht, dass keine Zeitangaben möglich sind. Die Fachbereiche hätten schnell gehandelt. Nun sei man abhängig von Befragungen der Nachbarkommunen. Udo Janssen (CDU) hatte die nötigen finanziellen Ressourcen angesprochen: „Wenn alles vorhanden ist, dann wir sich der Fachausschuss damit beschäftigen. Wenn der zu einem Ergebnis kommt, wird das der Bezirksregierung mitgeteilt.” Daraufhin hatte Petra Tekath (SPD) von einer „unglaublichen Langsamkeit” gesprochen, die dafür sorge, das „es nächstes Jahr keine Gesamtschule geben wird” Anmeldetermin sei im Februar. Das brachte ihr von den Grünen den Vorwurf der Demagogie ein. Tekath befürchtete, man lege der Bezirksregierung eine negative Entscheidung in den Mund. „Eine vertane Chance”. Theo Brauer wehrte ab: „Es ist nicht mehr der Punkt der Schulpolitik gefragt, sondern die absolute Gründlichkeit. Ich lasse nicht zu, dass meine Verwaltung in diesem Punkt in irgendeiner Form kritisiert wird.” Daniel Rütter (FDP) beschwichtigte: Der gesunde Menschenverstand zeige, der Bürgerwille pro Gesamtschule Kleve sei da.

Später sagte Brauer zu den zuschauenden Eltern: „Unterschätzen Sie nicht die Reaktion der Eltern und Lehrer der bestehenden Schulformen”.

Astrid Hoyer-Holderberg

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Kommentare
17.12.2009
17:46
Gesamtschule Kleve: Große Probleme kommen noch
von Jens Uwe Habedank | #2

Die kennen in Kleve nicht mal ihr eigenes Programm und haben da auch kein Interesse dran. Spesen, Gelder und Abtauchen....Kann man auch nachlesen unter a) die-linke-kreiskleve.de oder b) linkes-netzwerk-kreiskleve.de

17.12.2009
16:07
Gesamtschule Kleve: Große Probleme kommen noch
von E-Stadtmitte | #1

Und wie stehen die LINKEN dazu ?

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