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Das Freibad soll verkleinert werden

30.05.2012 | 18:47 Uhr
Das Freibad soll verkleinert werden
Bei Temperaturen um 30 Grad und Schulferien strömen die Menschen in die Freibäder. Das Foto vom Dienstag den 02.08 zeigt das Klever Freibad Sternbusch. Foto: Kai Kitschenberg/ WAZ FotoPool

Kleve.   Welchen Weg nimmt das Klever Hallenbad? Sowohl das Bad am Königsgarten als auch das Freibad am Sternbusch stehen auf dem Prüfstand.

Welchen Weg nimmt das Klever Hallenbad? In der Stadt wird zurzeit intensiv über die Neuausrichtung des Bäderbetriebes diskutiert. Sowohl das Bad am Königsgarten als auch das Freibad am Sternbusch stehen auf dem Prüfstand und werden in naher Zukunft generalüberholt. Was genau gemacht werden soll, darüber verhandelt ein Arbeitskreis aus Experten und Politikern, der dem Rat der Stadt Kleve eine verlässliche Entscheidungsgrundlage bieten soll. Verschiedene Möglichkeiten stehen offen, bislang dringt nur vereinzelnd etwas an die Öffentlichkeit. Am 21. Juni tagt das Gremium erneut – bis dahin sollen einige Unklarheiten beseitigt sein. Im September soll dann der Rat dann abschließend entscheiden.

Nach NRZ-Informationen gibt es in der Politik über einige Punkte bereits heute einen Konsens. Etwa, dass das Hallenbad am Königsgarten künftig nicht mehr zur Verfügung stehen soll, weil man hier unter anderem kein zweites Sportbecken realisieren könnte. Als Alternative steht ein Neubau in der Unterstadt zur Diskussion oder eine Kombi-Lösung mit dem Freibad am Sternbusch. Welche Lösung zum Tragen kommt, hängt letztendlich von den Kosten ab.

Freibad: Wasserfläche verkleinern

Auch über eine Verkleinerung der Wasserfläche des Freibades soll mittlerweile Einstimmigkeit erzielt worden sein. Zurzeit umfasst die Wasserfläche des Freibades 2770 Quadratmeter. „Das ist sehr viel im Vergleich zu anderen Bädern“, sagt Heinz Waskowiak, der für die Klever Stadtwerke das Neubauprojekt betreut. Alle Gutachter würden zu einer Verkleinerung der Wasserfläche raten, um Kosten zu sparen: „Für die wenigen Sommertage ist die Fläche viel zu groß“, so Waskowiak. Um künftig den Wartungsaufwand zu minimieren, sollen die Außenbecken mit Edelstahl verkleidet werden. Ausbesserungen an den Fliesen entfallen dadurch.

Diskutiert wird noch über die Anzahl der Schwimmbecken. Waskowiak hätte gerne zwei Sportbecken, die auch für Wettkampfbedingungen tauglich sind. Ob dies allerdings tatsächlich umgesetzt werden kann, hängt von den Kosten ab. Ein weiteres Sportbecken würde anderthalb bis zwei Millionen Euro kosten. Fest steht aber: Kleve wird kein Spaßbad bekommen. Die Sportstätten sollen funktional sein und für den Schwimmbetrieb ausgelegt sein.

Zweistellige Millioneninvestition

Die Gesamtinvestitionen sind zurzeit kaum abzuschätzen. Das beauftragte Gutachterbüro bietet mehrere Kombinationen an. Sowohl eine Kombi-Lösung aus Hallen- und Freibad, als auch zwei Einzellösungen können beide sehr unterschiedlich in der Kostenberechnung ausfallen. Waskowiak bestätigt aber, dass ein zweistelliger Millionenbetrag im Gespräch ist. Allerdings werde man auch nicht 15 Millionen für das Bad ausgeben müssen: „Das geht günstiger“, so Waskowiak auf Nachfrage.

2013 sollen die Bauarbeiten in Angriff genommen werden.

Andreas Gebbink



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