Baumeister Otto auf internationaler Reise
15.02.2010 | 18:09 Uhr 2010-02-15T18:09:00+0100
Goch. Verschont wurden die Gocher von den Gochern nicht. In rund 100 Zugnummern wurde ihre Geschichte des vergangenen Jahres erzählt – nett, erbarmungslos, bunt, stimmungsvoll und, ganz im Sinne der Prinzengarde,oft auch international.
Denn während Prinzessin Daniela I. morgens um 3.30 Uhr schon beim Frisör gesessen hatte, um mit ihrer Garde pünktlich beim ZDF aufzulaufen, hatten sämtliche Karnevalsclubs aus Goch und den Niederlanden ihr Werk vollbracht – und standen mit politischen Anekdoten, wirtschaftlichen Seitenhieben oder internationalen Ideen in den Startlöchern.
Bevor die Garde des Karnevalsclubs Concordia Goch am Rosenmontag dann tatsächlich in grün-weiß durch die Straßen zog, ging's bei der Sendung „Volle Kanne” mit Schlagerstar Olaf Henning erst noch einmal um den Lasso-Tanz und darum, dass Prinz Christian I. gegen die Kälte Alu-Folie in seine Schuhe gesteckt hatte. Keine Spur von Müdigkeit war nach ihrer Heimreise aus Düsseldorf zu erkennen – im Gegenteil: Das Prinzenpaar legte sich in Sachen Kamelle ordentlich ins Zeug. Ähnlich wie das Festkomitee Gocher Karneval, dass 500-Euro-Scheine unters Volks brachte. Kleiner Haken: Lediglich der Aufdruck versprach Großartiges, drin steckte Schokolade...
Von Massive, Tirsan und Co.
Und dann begannen sie alle, das Jahr 2009 in Goch zu erzählen. Da wäre Bob, pardon, „Otto”, der Baumeister. Mit eigens dafür gefertigten Aufklebern und einer Zeichnung von Bürgermeister Karl-Heinz Otto auf dem Wagen, legten die „Alten Herren” der Spielvereinigung Kessel den Grundstein zum neuen Stadtviertel auf dem Kasernengelände. Von Massive, Tirsan und Co. wusste die 1. GGK Rot-Weiß mit „politischen Blötschköppen” auf Rollatoren zu berichten. Die Crew um Franz van Berkum fragte die Kommunalpolitik: „Welche Pleitefirmen werden Sie 2010 nach Goch holen?”
Damit war natürlich schon einiges, aber noch nicht alles erzählt. Die Nachbarschaft „Gocher Berg” holte ein weiteres großes Thema zum Vorschein: Die Liebfrauenkirche mit einem „Geschlossen”-Aufdruck wanderte auf ihrem Wagen durch die Innenstadt.
Was es noch gab? Eine Reise durch die verschiedenen Kostüme der vergangenen Jahre, die das Kolping-Karneval-Komitee im 125. Jubiläumsjahr aufgefahren hatte. Internationale Fußballer von der Feuerwehr, Afrika inmitten der Reitergarde, China beim AKV „Vallis Comitis”, Samba von der Vrouwenpoort, Mexiko brachte der SV Viktoria Goch mit. Auf Reise ging's mit der Alemannia Pfalzdorf: die Aida war dabei.
0mitdiskutieren