Abschied von der Glühbirne
08.12.2009 | 19:07 Uhr 2009-12-08T19:07:00+0100Kleve. Eigentlich fehlt nur noch der Schnee. Oder zumindest frostige Temperaturen. Dass Weihnachten vor der Tür steht, sollen die Klever schließlich auch fühlen. Sehen können sie es schon seit einigen Wochen, wenn sie über die Einkaufsstraßen der Schwanenstadt schlendern.
Rote überdimensioniale Kugeln fallen den Passanten sofort ins Auge. Zwei weiße Konstrukte in Form von Engelsschwingen runden diese weihnachtliche Komposition ab. Bei Klever Bürgern und Besuchern stehen beim Anblick aber noch Fragezeichen auf der Stirn. „Sah das nicht früher anders aus?”
80 kleine Tannenbäume in der Innenstadt
Ihre Sinne täuschen sie nicht. Denn in diesem Jahr macht der Advent in Kleve alles neu. Der Wechsel zu einer anderen Beleuchtung hat in erster Linie praktische Gründe. Die Glühbirne ist ein Auslaufmodell. „Wir hätten in zwei Jahren eh umsteigen müssen und haben uns schon jetzt für eine neue Anschaffung entschieden”, erklärt Ute Schulze-Heiming, Chefin des Klever Stadtmarketings. Nun spenden Leuchtdioden (LED) bei Dunkelheit Licht. Die Dekoration in rot und weiß ist den Stadtfarben geschuldet. Tannenbäume dürfen natürlich nicht fehlen – 80 kleine Exemplare wurden in der Innenstadt verteilt. Die beiden größten wurden an besonderen Plätzen aufgestellt. „Der Baum am Fischmarkt und der an der Kavarinerstraße gefallen mir besonders gut”, sagt Schulze-Heiming.
Mit 130 000 Euro machte Kleve sein Zentrum weihnachtlich. Eine Investition für die Zukunft – schließlich sollen die LEDs einige Jahre halten. Und sie sparen Stromkosten ein: Früher fielen 9000 Euro jährlich an, 2009 kalkuliert die Stadt mit 1000 Euro. Gleichwohl bemängeln Kritiker die Leuchtkraft. Ute Schulze-Heiming hat einen anderen Standpunkt: „Es geht ja hauptsächlich um Stimmung. Also muss es bei Dunkelheit nicht taghell sein.”
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