Senioren lassen nicht locker
18.04.2012 | 19:12 Uhr 2012-04-18T19:12:00+0200
Dinslaken. Beharrlichkeit ist das Fundament der erfolgreichen Arbeit der Seniorenvertretung. Eine Bilanz.
Manchmal ist es gut und wichtig, eine Nervensäge zu sein. Hans Peters, 83-jähriger Vorsitzender der Dinslakener Seniorenvertretung, weiß das ganz genau. Denn vor allem der Beharrlichkeit von Hans Peters und seinen Mitstreitern, die immer wieder auf Missstände hinweisen und Verbesserungen für ältere Mitbürger einfordern, ist es zu verdanken, dass die gewählte Vertretung der Dinslakener Senioren am Dienstag im Rathaus einen Bericht für 2011 vorlegen konnte, der nicht wenige Erfolge vorzuweisen hat. Bestätigen konnten das Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann und Regine Lantermann vom städtischen Fachdienst Senioren, die beide der Sitzung beiwohnten und der Seniorenvertretung Hartnäckigkeit attestierten. So hat die Organisation einen erheblichen Anteil daran, dass nach und nach alle Bushaltestellen in Dinslaken barrierefrei ausgebaut, mit lesbaren Fahrplänen, Überdachungen und Sitzgelegenheiten ausgestattet werden.
Auch, dass der Mangel an öffentlichen WC-Anlagen durch die Aktion „Nette Toilette“ teilweise kompensiert werden kann, geht zum Teil auf das Konto der Seniorenvertretung, ebenso Verbesserungen beim Apothekennotdienst und die Einrichtung neuer Bestattungsformen auf dem Parkfriedhof. Eine Erfolgsgeschichte schreibt außerdem die Notfallkarte, auf der Informationen wie Krankheiten, nötige Medikamente und Kontaktpersonen für den Fall der Fälle eingetragen werden können. Die erste Auflage der Karte ist vergriffen, die Apothekervereinigung rechter Niederrhein will aber für eine Neuauflage sorgen.
Sonntagsangebot gegen Langeweile
Im Jahr 2011 etablierte sich weiter das Sonntagsangebot, das mit Tanztee, Bingo und Kino im Wechsel gegen die Langeweile ankämpft.
Aktuell wird weiter das Thema Barrierefreiheit groß geschrieben. Hier stehen zunächst Arztpraxen und Apotheken im Mittelpunkt. Die Seniorenvertretung plant, eine Positivliste mit allen gut erreichbaren Einrichtungen zu erstellen. Alleine die Ankündigung hätte bereits dazu geführt, dass eine Apotheke den barrierefreien Umbau des Eingangs in Angriff genommen hätte, berichtete Hans Peters. Ein weiteres, wichtiges Thema ist für die Seniorenvertretung die Nahversorgung. Kritisch beobachte man, dass Lebensmittelmärkte in für ältere Menschen schlecht erreichbare Außenlagen ziehen. Hier sei auch die Politik gefordert, die dem mit einem Einzelhandelskonzept entgegen wirken könnte, so Peters.
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