GEW für integratives Schulmodell
23.11.2010 | 17:38 Uhr 2010-11-23T17:38:00+0100Voerde. In die Diskussion um die Möglichkeiten zum Erhalt der Gesamtschule Voerde schaltet sich der rechtsrheinische Ortsverband Wesel der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein.
Die Gewerkschaft glaubt, dass ein gegliedertes Schulwesen aufgrund sinkender Schülerzahlen auch in Voerde nicht mehr aufrechterhalten werden kann und schlägt vor, aus Gesamt- und Realschule im Schulzentrum Süd eine integrative Schulform (Gesamt- oder Gemeinschaftsschule) zu bilden.
Alle Abschlüsse an
einem Standort
Diese Schulform sei bei den bisherigen Problemlösungsversuchen der Verwaltung bisher komplett ausgeblendet worden, so die GEW. Doch sie biete Vorteile: So könnte allen Schülern, die nicht das Gymnasium besuchen, an einem Standort alle Laufbahnen und Abschlüsse angeboten werden. Insbesondere könnten Schüler mit der Qualifikation für die Oberstufe ohne Schulwechsel ihre Laufbahn fortsetzen. Die Eigenschaften und Fähigkeiten der Kollegien beider Schulen könnten sich gegenseitig ergänzen, Gebäude ohne zusätzliche Investitionen genutzt werden.
Die zurzeit diskutierten Möglichkeiten zur Rettung der Gesamtschule hält die GEW für nicht zielführend: Eine Kooperation mit der Gesamtschule Hünxe ließe sich über eine Entfernung von 12 Kilometern nicht mehr organisieren und verursache durch den Transport von Schülern und Lehrern zusätzliche Kosten. Auch die Option, die Zügigkeiten an Realschule und Gymnasium zu begrenzen sei keine geeignete Möglichkeit, da die Schülerströme nicht vorhergesagt werden könnten.
Daher, so fordert die GEW, sollten Stadt, Bezirksregierung und beide Schulen die Einrichtung eines integrativen Schulsystems vorurteilsfrei prüfen.
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