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Politik

Fuß vom Gas auf dem Müssenweg

17.06.2009 | 18:50 Uhr

Wie die Verwaltung auf der Straße in Spellen das Tempo drosseln will. Anlieger nach gewünschten Maßnahmen befragt

Auf Antrag der SPD legt die Verwaltung einen Vorschlag zur Temporeduzierung auf dem Müssenweg in Spellen vor. Auf der Straße wird „übertrieben schnell gefahren”, erklärt Planungsdezernent Wilfried Limke. In dem Bereich sind 30 km/h vorgeschrieben. Heute wird über das Thema im Betriebsausschuss, der ab 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal tagt, beraten. Anfang der 80-er Jahre war der Müssenweg mit einer sechs Meter breiten asphaltierten Fahrbahn und auf beiden Seiten mit Gehwegen und einigen Längsparkplätzen hergestellt worden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Nachdem bergbaubedingt ein neuer Schmutzwasserkanal in einer Fahrbahnhälfte verlegt worden sei, habe der Müssenweg im vergangenen Jahr eine komplett neue Asphaltdecke bekommen.

Bis zur Kanalsanierung hatte es an drei Stellen temporeduzierende Fahrbahneinengungen mit Pflanzbeeten und Aufplasterungen gegeben. Sie fielen weg und wurden bis dato nicht wieder hergestellt. Die Verwaltung schlägt nun vor, an vier Punkten eine bauliche Maßnahme zur Verkehrsberuhigung am Müssenweg vorzunehmen. Erste Variante wäre eine Verengung der Fahrbahn per markierter Sperrfläche, die mit einer Warnsäule und einer aufgedübelten Schwelle versehen wird, um ein Befahren zu verhindern. Kostenpunkt: zirka 1500 pro Stück. Die zweite Option beinhaltet, dass in ähnlicher Form wie bisher das Plateau aufgepflastert wird.

Petra Keßler



Kommentare
18.06.2009
17:06
Fuß vom Gas auf dem Müssenweg
von woelfisherif | #1

Wenn auf dem Müssenweg halbwegs wieder der vor der Kanalverlegung von allen akzeptierte Tempo 30-gerechte Ausbau hergestellt sein sollte - wie immer das auch aussehen mag - , kann man sich sofort an die Sandstraße begeben. Auch hier ist nach der bergbaubedingten Sanierung des Kanals der bisherige idyllische Charakter des verkehrsberuhigten Bereiches (4-7 km/h) vollkommen verloren gegangen. Die Stadt hat die miserabelste aller Lösungen zur Wiederherstellung gewählt - eine fast schnurgerade Betonrennpiste. Die DSK wird sich ins Fäustchen gelacht haben über die Voerder Politdeppen, die diese Billigstlösung zu verantworten haben. Nun wird auf Kosten der Steuerzahler (oder Anwohner) nachgebessert werden müssen, damit die verkehrsberuhigte Sandstraße nicht nur diesen Namen trägt, sondern auch von allen Verkehrsteilnehmern als solche akzeptiert wird.
Ein Anwohner

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