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Auch der kleine Trecker ist willkommen

11.09.2008 | 18:50 Uhr

Schameder. Das Mittagessen mit Blätterteig-Häppchen gab's im Wald; mitten im Kyrill-Gebiet. ...

Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (Mitte) zeigte seine Anerkennung für die in ihrer Art einzigartige Biomasse-Kraftwerkanlage. Er stellte sich auch den Fragen des Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft Erndtebrück, Stefan Kreher (r.). (WR-Foto: Mareike Müller)

... Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg besuchte auf seiner Tour durch die am stärksten von dem Sturm betroffenen Waldgebiete auch den Rohbau des RWE-Biomasse-Heizkraftwerks im Industriepark Wittgenstein. Von Mareike Müller Das zwingendste Thema der Waldbauern waren zunächst einmal die Fördermittel: Wie lange noch wird ausgezahlt? Denn der Zeitraum der derzeit angesetzt sei, sagte Stefan Kreher, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Erndtebrück, sei eindeutig zu kurz bemessen. Der Landwirtschaftsminister und auch die CDU-Landtagsabegordnete, Monika Brunert-Jetter, nickten bestätigend: Sie wollten sich dafür einsetzen, dass die Gelder auch noch 2010 ausgezahlt würden.

Punkt Nummer zwei: Könne der kleine Waldbauer mit seinem Trecker vor das Biomasse-Kraftwerk fahren und sein Restholz abgeben? Klare Antwort von Stephan Lohr, Geschäftsführer von RWE Innogy: Ja. Jedoch sei noch kein neues Unternehmen gefunden worden, das die Holzbriketts produziere, nachdem die Zusammenarbeit mit Vis Nova beendet wurde. Daher müsse die weitere Entwicklung beobachtet werden. Lohr bot den Waldbauern vor Ort eine Gesprächsrunde an. "Einen runden Tisch", um zu sehen welche Erwartungen beide Seiten hegten.

Im Wald selbst, sagte der Minister, sei bereits viel für die Wege-Erneuerung getan worden, doch im Bereich der Aufforstung stehe man noch am Anfang. In dieser Hinsicht, nicht nur bei der Beseitigung der Kyrill-Schäden, wird RWE mit seinem Biomasse-Werk mitreden und mitarbeiten. Bislang wurden drei Forstwirte eingestellt: Eine von ihnen ist Dr. Luise Ebrecht, die sich darüber bewusst ist, dass schnell wachsende Hölzer wie Pappeln, die in Wittgenstein von RWE auf gepachtetem Land angepflanzt werden sollen, nicht viel Raum für Artenvielfalt böten. Ihr Gegenargument: "Vorher gab es hier reine Fichten-Monokultur." Außerdem solle umweltfreundlich Energie gewonnen werden. Da sei abzuwägen.

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