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Wenn die Lokführer auf die Schienenbremse treten...

06.11.2007 | 17:49 Uhr
Wenn die Lokführer auf die Schienenbremse treten...

... dann sind auch Mülheimer Großbetriebe davon betroffen. Sofern die Gewerkschaft der Lokomotivführer ab Donnerstag auch den Güterverkehr bestreikt.

Der Bahnvorstand will den Eisenbahnern kein neues Angebot vorlegen. Damit ist ein Streik in dieser Woche beinahe vorprogrammiert - wohl auch im Güterverkehr. Von dem Arbeitskampf wären auch die Mannesmannröhren-Werke und Siemens beeinträchtigt.

Bei Mannesmann ist die Zulieferung und der Abtransport für und von Blechen und Stahlrohren weitesgehend über die Schiene geregelt. "Ein paar Tage können wir überwinden", sagt Mannesmann-Sprecher Norbert Fischer. Dann jedoch werde es problematisch.

Das Großröhrenwerk produziert täglich bis zu 5 000 Tonnen Stahlrohre, die im Hoch- und Brückenbau, für Erdöl- und Gasfernleitungen oder den Kraftwerkbau ihren Einsatz finden. Vom eigenen Gleisanschluss werden diese mit bis zu fünf Zügen über den Güterverkehr der Bahn abtransportiert . Das Blechwalzwerk bringt es am Tag auf annähernd 2 000 Tonnen, die man jeweils mit zwei Zügen auf die Schiene bringe. Einen Ausweichplan im Streikfall gebe es nicht. Lastwagen könnten dieses Transportvolumen nicht abdecken.

Bei Siemens an der Ruhr sei die Lage nicht ganz so prekär. „Bei uns läuft das meiste über den Wasserweg”, erklärt Sprecherin Kerstin Reuland. „Ein paar Tage ohne Bahn wären nicht schlimm.” Großkomponenten wie etwa Stromgeneratoren verließen das Werk ohnehin nicht jeden Tag. Dementsprechend könne man flexibel reagieren und im Notfall umplanen. Ein langer Streik träfe allerdings auch dann die Zulieferung der Werke.

MAX BÖTTNER



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