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Verhaltene Freude

22.05.2007 | 06:43 Uhr

DER GEGNER. Specht schöpft wieder Hoffnung.

Ruhrpromenaden-Kritiker Hans-Georg Specht (CDU) erreichen wir per Handy bei der Jagd im Taunus. Er hatte bereits Glück und einen Bock geschossen. Wie schätzt der Initiator des kürzlich vor dem Verwaltungsgericht gescheiterten Bürgerbegehrens die Stimmung in der Bevölkerung ein?

Specht: Ich gehe schon davon aus, dass die Befürworter die Stimmung zu ihren Gunsten etwas verändern konnten. Bei dem vielen Geld, das bisher ausgegeben wurde, wäre das keine Überraschung. Steter Tropfen höhlt den Stein. Einige Kritiker der Ruhrpromenade sind vermutlich froh, dass überhaupt etwas passiert.

Aber die Gegner haben um sechs Punkte zugelegt.

Specht: Oh, das freut mich aber. Nun muss man fairerweise sagen, dass die Belastung durch die vielen Baustellen im Moment sehr groß ist. Aber das Ergebnis bestärkt mich natürlich in meinem Kampf gegen die Ruhrpromenade. Politik und Wirtschaftsförderung haben immer so getan, als hätten sie den Stimmungsumschwung längst geschafft.

Wie erklären Sie sich die Zunahme der Skeptiker?

Specht: Man muss doch sehen, dass längst nicht alles so wasserdicht ist, wie es scheint. In der NRZ haben sie ja viele Probleme gut herausgearbeitet. Dass am Stadtbad plötzlich die Tiefgarage aus Kostengründen wegfällt, die im Bebauungsplan noch vorgesehen war, und dass die Stadt jetzt und nicht mehr der private Partner wie ursprünglich geplant das Risiko tragen soll, sind Punkte, die die Bürger nachdenklich machen. Viele hätten auch gedacht, dass die Investoren Schlange stehen, wenn die Ruhrpromenade eine so tolle Sache wäre. Das sind Dinge, die Bürger an der Zuverlässigkeit der Verwaltung zweifeln lassen.

Wie wollen Sie weiter vorgehen?

Specht: Wir prüfen, ob eine Klage gegen den Bebauungsplan möglich ist. Aber die Möglichkeiten sind sehr gering.

Beide Gespräche führte STEFFEN TOST



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