Rottweiler-Attacke war "ein unfassbarer Alptraum"
16.11.2009 | 14:46 Uhr 2009-11-16T14:46:00+0100Mülheim/Duisburg. Schon wieder ein tödlicher Hunde-Angriff: In Österreich biss ein Rottweiler ein kleines Mädchen zu Tode. Für Angelika Hoffmann "ein Alptraum" - der sie an ihren eigenen erinnert. Vor genau einer Woche zerfleischte ein Rottweiler in Mülheim den Mischlingshund der Duisburgerin.
Auch die Entfernung mildert die Betroffenheit nicht. Die Nachricht, dass ein Rottweiler in Niederösterreich ein einjähriges Mädchen zu Tode gebissen hat, ist für Angelika Hoffmann aus Duisburg-Bissingheim schrecklich. „Unfassbar” sei das, sagt sie, „ein Alptraum”; einer, der sie an ihren eigenen erinnert.
Vor genau einer Woche, am Montag Nachmittag, ist ihr kleiner Mischlingshund am Entenfang zu Tode gekommen, zerfetzt von den Bissen eines frei laufenden Rottweilers. Ihr Mann, Manfred Hoffmann (65), war mit ihrem Hund wie gewohnt zu einem ausgiebigen Spaziergang durch das Waldstück im benachbarten Mülheim aufgebrochen, als plötzlich der bullige, fremde Hund auftauchte.
Bedrohliche Situation
Was dann geschah, darüber kann Manfred Hoffmann immer noch nicht sprechen. Seine Frau sagt, die Situation habe bedrohlich gewirkt, deswegen habe ihr Mann sich gebückt, ihren Hund von der Leine gelassen. Als der davonlief, setzte der Rottweiler nach. Im Unterholz kam es zum ungleichen Kampf mit tödlichem Ausgang. Der Verlust ihres Hundes schmerzt noch immer, inzwischen aber ist Angelika Hoffmann klar, dass auch ihr Mann gefährdet war. „Als er sich bückte, hätte der Rottweiler ihn packen können.”
Biss in den Oberkörper
Die Ereignisse in Österreich haben sie in diesen Gedanken noch bestärkt. Dort war am Freitag ein Polizeihundeführer nach Hause gekommen, wo ihn seine Tochter und der bislang unauffällige Familienhund, ein Rottweiler, begrüßten. Plötzlich fiel das Tier das Mädchen an und biss es so in den Oberkörper, dass es kurz darauf im Krankenhaus verstarb. „Man ist sich eines Hundes nie sicher”, sagt Angelika Hoffmann und schaudert: „Wie will diese Familie damit je fertig werden?” Es sei nicht dasselbe, die quälende Frage aber die gleiche: „Warum haben wir das nicht verhindern können?”
Die Hoffmanns bauen jetzt darauf, dass das behördliche Interesse, den Rottweiler vom Entenfang ausfindig zu machen, gestiegen ist. „Es gibt bestimmt viele ordentliche Hundebesitzer”, sagt Angelika Hoffmann. Der Halter des Rottweilers, dem ihr Hund zum Opfer fiel, gehöre aber sicher nicht dazu. Der müsse gemerkt haben, was sein Hund angerichtet hat; anders ist weder der Pfiff zu erklären, der das Tier, wenn auch viel zu spät, zurückrief, noch kann dem Halter entgangen sein, dass sein Hund blutverschmiert gewesen sein muss.
"Schlimme Gefühlskälte"
Dass er sich trotzdem nicht meldet, offenbart für die Duisburgerin „schlimme Gefühlskälte”. Mit anderen Worten: Das kann wieder passieren. „Und wer ist dann das Opfer?” Immerhin, eine Spur gibt es. Manfred Hoffmann erinnert sich, dass der Rottweiler eine helle Verfärbung am Hinterlauf hatte. Ein untrügliches Zeichen ist das nicht, das ist auch Angelika Hoffmann klar. Sie hat eine Anzeige erstattet, die von der Duisburger Polizei aber flugs an die Stadt überwiesen worden ist. Die hat bestätigt, wieviele Rottweiler in der Stadt gemeldet sind: 89. Viel, aber auch zu viel, um den Halter zu finden?
Hoffmann weiß, dass Hundehaltung ein emotionales Thema ist, bei dem sich die Seiten oft unversöhnlich gegenüber stehen; so wie zuletzt am Auberg, wo der Versuch des Regionaverbands Ruhr eine Anleinpflicht durchzusetzen, zu mehreren Demonstrationen führte. Gleichwohl hofft sie, dass durch die aktuellen Ereignisse Nachdenken einsetzt. „Es muss möglich sein, solche schrecklichen Dinge zu verhindern. Jeder tödliche Unfall ist ein Fall zuviel.”

16:18
Einfach jedem der seinen Hund wild auf Gehwegen koten lässt verfolgen bis man weiß wo er wohnt.
Dann später den Kot vom eigenen Hund in den Briefkasten legen oder auf (unter) dem Türgriff / Autotürgriff deponieren.
So einfach können die kleinen Freuden sein.
Freut sich doch jeder, wenn ihm verlorengegangene Gegenstände zurückgebracht werden :)=
15:09
Ich finde es traurig diese so genanten Kampfhunde ins schlechte licht zu rücken.Ich selbst bin mit vielen verschiedenen Hunden kleiner und großer rassen aufgewacksen..darunter auch ein rottweiler und ein dobermann-rottweiler mischling..und ich muss sagen das mir diese rasse echt ans herz gewacksen ist..ich konnte als kleines kind auf ihnen reiten..sie knubeln und streicheln..und es kam kein einziges mal ein anzeichen von agression oder böswille...ganz im gegenteil der rottweiler genießt die zuwendung seiner Familie und braucht konsiquente aber sehr liebevolle erziehung.Der Rottweiler hat einen angeborenen Schutztrib denn man in seinen jungenjahren auf keinen fall weiter fördern sollte er weiß von sich auß wann er auf seine familie aufpassen sollte und wann nicht..dabei ist er aber auf keinen fall gefährlich oder böse.Der rottweiler ist in verantwortungs volle Hände und menschen mit Hundeerfahrung der beste Familienhund den man sich wünschen kann.
12:44
@ Rosa Ravemaus:
Sie sollten sich vielleicht an Dieter Nuhr halten. Vor allem sollten Sie lernen, zu lesen. Ich habe extra betont, dass die Tiere allgemein zum Begriff Kampfhund zusammengefasst werden. Dieser Begriff ist übrigens durch die Medien verbreitet worden, die Versicherungen haben ihn aufgegriffen, als akuter Handlungsbedarf bestand. Ich habe mich übrigens mit diesen Tieren auseinandergesetzt - Hundekämpfe gabe es schon vor einigen tausend Jahren und einige Rassen wurden gezielt für solche Kämpfe gezüchtet. Hierbei wurde gezielt darauf Wert gelegt, dass die Beißkraft hoch ist und die Tiere eben nicht lammfromm sind. Dennoch sind diese Tiere bei verantwortungsvoller Haltung tolle Familienhunde.
11:53
@ M., #23:
Das ist Unsinn. Viele Kommunen schreiben eben (aus gutem Grund) nicht vor, dass Hinterlassenschaften zu beseitigen sind. Sie dürfen halt nur nicht auf Wegen, Wiesen sein.
11:03
Für alle sich hier auslassenden schlauen Menschen: das Unwort Kampfhund ist auschließlich eine Erfindung der lieben Versicherungen! Wenn man sich mit der Geschichte, der sogenannten Kampfhunde ordentlich befasst, dann weiß man, dass diese Rassen ausschließlich Schmusebacken sind! Und die haben tatsächliche ordentliche Bezeichnungen. Der Mennsch allein hat einige dieser Rassen für den Hundekampf missbraucht! Der Hund, die Rasse, hat sich das nicht selber ausgesucht!
Und für den Schlauberger, der Pit hier brav über die Bezeichnung Kampfhund aufklärt sei nur gesagt: lies dir doch erstmal, bevor du andere Leute aufklärst, das Landeshundegesetz durch!
3 Gefährliche Hunde
(1) Gefährliche Hunde im Sinne dieses Gesetzes sind Hunde, deren Gefährlichkeit nach Absatz 2 vermutet wird oder nach Absatz 3 im Einzelfall festgestellt worden ist.
Es heißt: GEFÄHRLICHER HUND
Ich halte ich es auch wie Pit und Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach Fresse halten!
13:06
@ Anita B:
Es stimmt, jeder Hund kann eine Beißmaschine und somit gefährlich sein. Allerdings gibt es enorme Unterschiede in der Beißkraft! Ein Biss eines Dackels ist, wenn man sich keine Infektion einfängt, meist nur schmerzhaft. Der Biss z. B. eines Rottweilers so gut wie nie eine Kleinigkeit. Da ist vermutlich auch mit ein Grund, das so viel Angst gegenüber diesen Tieren vorherrscht.
14:52
Ich hatte mal einen Plüschhund. Der hieß Erwin. Übrigens: Im Dezember wird die angeheiratete Tante meiner Frau 70.
#7 von no news are no news, vor 21 Stunden
....der einzig gute Kommentar.
Aus jeder Hunderasse kann man eine Beißmaschine machen. Zwar kann ein Dackel keinen Menschen töten, aber die Viecher beißen viel öfter als Rotties. Mein Rotti ist ein 45kg Schoßhund. Er wurde liebevoll, dennoch mit Grenzen aufgezogen und wurde nicht vermenschlicht. Ein Hund sollte Hund bleiben und in der Rangfolge der Familie ganz klar an LETZTER Stelle stehen.
14:26
@ Pit:
Es gibt Rassen, die gezielt für Hundekämpfe gezüchtet wurden. Diese und einige wenige andere werden allgemein als Kampfhunde zusammengefasst.
@ stromer1953:
In puncto Belästigung durch Hundekot stimme ich Ihnen zu.
Der letzte Absatz ist Unsinn: Auch in Städten ist es möglich, Hunde artgerecht zu halten. Nicht jeder Stadtteil ist dafür geeignet, aber Ihre Behauptung kann man so nicht stehen lassen.
12:06
Sam ist das beste Beispiel dafür, das es immer noch Massen an Hundehaltern gibt, die nicht wissen (wollen), das sie die Hinterlassenschaften ihrer 4-Beinigen Freunde zu entfernen haben.
11:50
Es wird Zeit sich die Besitzer grosser Hunde vorzunehmen, der Kantpark in der Innenstadt ist eine einzige grosse verschissene Hundetoilette. Wer in der Innenstadt Hunde halten will der soll eine erhöhte Hundesteuer zahlen. Wer arbeitslos oder Hartzi ist und nicht zahlen kann oder will, dem gehört der Hund abgenommen. Wer seinen Hund scheissen lässt oder unangeleint im Park unterwegs ist, bis zu 1000 Euro Strafe. Wer nicht zahlen kann, s.o. Die Haltung von Hunden ist mittlerweile eine Seuche die sich in Grosstädten rapide ausbreitet. Auffällig dass die grössten Hunde offensichtlich Personen gehören die ausser Biertrinken im Park keine weitere Tätigkeit ausüben.