Kreativität: Lernen von der anderen Welt
22.06.2010 | 15:58 Uhr 2010-06-22T15:58:00+0200
Eine chinesische Delegation der Initiative „Education China“ unter der Leitung von Fanhua Luo war jetzt in Mülheim zu Gast.
„Education China“ ist die größte Initiative zur individuellen Kreativitäts- und Begabungsförderung in China und umfasst 2000 Schulen und 10 000 Schüler. Ziel ist es, Schüler schwerpunktmäßig für die Themen Klimaveränderung und Energieeinsparung zu sensibilisieren und sie auf dem Gebiet der Umwelttechnologie zu fördern um frühzeitig ein Klima für kreative Erfindungen zu schaffen.
Bei einem Vortrag im Haus der Wirtschaft erläuterte Fanhua Luo das Konzept von „Education China“. Schüler und Studenten sollen unter anderem durch landesweite Wettbewerbe in ihrem technisch-kreativen Denken angeregt werden: „Über eine Million Studenten haben an diesen Wettkämpfen teilgenommen“, sagte Fanhua Luo.
Konzept: Luisenschule
Elisabeth Hotze, Lehrerin an der Luisenschule, hatte im vergangenen Jahr auf einer Konferenz in Xi’an das Exzellenzprogramm der Luisenschule vorgestellt und dort Kontakt zu Fanhua Luo geknüpft. Dem Leiter der Initiative war viel daran gelegen, den Kontakt zu halten, sich über Fördermaßnahmen auszutauschen und in Deutschland Kontakt zu technisch-wirtschaftlichen Institutionen und Bildungseinrichtungen zu knüpfen. „Das Thema Kreativitäts- und Begabungsförderung von Schülern und jungen Menschen bewegt uns hier ebenso wie in China“, sagt Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH. „Denn Zukunftsfähigkeit ist nur in einer Wissensgesellschaft gewährleistet, in der Talente, Technologie und Toleranz sich entfalten können.“
Zdi neuer Partner
Der Austausch zwischen der Initiative „Education China“ und der Stadt Mülheim soll in den kommenden Monaten ausgebaut und konkretisiert werden. Als ein Partner steht dabei das Mülheimer Zentrum „Zukunft durch Innovation.NRW“ (zdi) zur Verfügung.
12:52
So ist es richtig, immer schön die Elite fördern und alle Anderen fallen durchs Raster. Solche Pädagoginnen sind in China bestens aufgehoben.
08:23
Neben der Frage der Menschenrechte und Lernmethoden im Polizeistaat China, ist ein weiterer Punkt vielleicht auch bemerkenswert:
Dem Leiter der Initiative war viel daran gelegen, den Kontakt zu halten, sich über Fördermaßnahmen auszutauschen und in Deutschland Kontakt zu technisch-wirtschaftlichen Institutionen und Bildungseinrichtungen zu knüpfen. -
Dazu passt Welt-Online, 21.07.09:
Die Wirtschaftsspionage ausländischer Geheimdienste erfolgt laut Verfassungsschutz außerdem über den klassischen Weg des Einsatzes von Mitarbeitern in deutschen Firmen und des Diebstahls von Know-how. China, aber auch Russland wollten so „der eigenen Wirtschaft Forschungs- und Entwicklungskosten in Milliardenhöhe ersparen“, ...
Na. dann auf gute Zusammenarbeit.
17:47
Ja was ist denn das für eine Augenwischerei und auch Heuchelei seitens der Verantwortlichen.
Eines wird wohl tunlichst umgangen, oder doch nur verdrängt.
Das in den Ländern, China, Japan, Süd-Korea eine strikte, rigoros geführte und auch mit grenzwertigen Mitteln durchgesetzte Disziplin und Paukerei die wesentliche Grundlage für den Lernerfolg sind, übersieht man wohl.
Das dieses genau die Kriterien sind, die durch unsere Schul- und Lernpädagogik seit den frühen 70igern erst hinterfragt, dann ausgehebelt und jetzt schwer wieder einführbar sind, umgeht man auch lieber.
Das gerade jetzt Rot/Grün auf Landesebene sich wieder einmal für die Abschaffung der Kopfnoten, wozu diese auch, charakterisieren sie doch fragliche disziplinäre Verhaltensweisen der SchülerInnen, übersieht man auch.
Aber mit hehrer, ziemlich leerer Worthülserei die Gemeinsamkeit einfordernd, das fällt leicht, und - es gefällt sich auch sehr in dieser Rolle, nicht wahr?
Gruß