Entwaffnend
02.04.2009 | 19:53 Uhr 2009-04-02T19:53:00+0200Seit dem Amoklauf von Winnenden trennen sich immer mehr Besitzer von Pistolen und Gewehren.
Der Amoklauf von Winnenden hat viele Waffenbesitzer dazu bewegt, sich von ihren Pistolen und Gewehren zu trennen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Essen wurden seit der Bluttat am 11. März allein in Essen und Mülheim mehr als 400 Waffen freiwillig abgegeben. Für 2009 macht dies bisher bereits 650 freiwillig abgelieferte Waffen, wie Lars Lindemann von der Polizeipressestelle mitteilt. 2008 wurden insgesamt 1200 Lang-, Kurz- und Kriegswaffen der Polizei ausgehändigt. Im Jahr davor waren es nur knapp 600. „Der Grund hierfür ist, dass wir Waffenkartenbesitzer angeschrieben und Kontrollen angekündigt haben”, analysiert Lindemann. Doch oftmals trennen sich auch Jäger und Sportschützen, die ihr Interesse am Hobby verloren haben, von ihren Waffen. Ebenso werden viele Erbstücke oder auch Kellerfunde abgegeben.
In Mülheim/Essen gibt es knapp 9000 Waffenkartenbesitzer, die 33 000 Waffen auf ihren Karten verbuchen. „In der Regel sind die meisten von ihnen Jäger oder im Schützenverein”, weiß Lindemann. Kaum einer beantrage eine Waffenkarte, um sich eine Pistole zur Verteidigung kaufen zu können. Mit sich führen dürfen die Schützen ihre Waffen nur entschärft. Um sicher zu gehen, dass keiner Unsinn mit seiner Waffe treibt, wird die Waffenkartendatei alle drei Jahre überprüft, zum Beispiel ob ein Besitzer eine Bank überfallen hat. Zudem gibt es regelmäßig Hausbesuche durch Beamte, die kontrollieren, ob die Waffe auch ordnungsgemäß in einem Schrank gelagert wird.
Offiziell dürfen nur Waffenscheinbesitzer Pistolen und Co mit sich tragen. „Und an einen solchen Schein zu kommen, ist fast unmöglich”, erklärt Lindemann.
23:26
Ich geb die doch nicht ab ich bin doch nicht blöd. nachher hab ich nen einbrecher in der bude und dann steh ich da ohne
20:29
Man beachte die Werbung unter den Kommentaren:
Waffenschein unmöglich?
Quatsch! Es gibt immer eine Lösung. Wir haben die Waffenschein-Garantie
Wahrscheinlich nur Abzocke, aber trotzdem schade, dass die WAZ-Gruppe ihr Online-Portal nicht von solch peinlicher Werbung frei hält. Komme mir keiner damit, dass der Westen.de nicht für die Inhalte der Werbung verantwortlich ist. Niemand ist gezwungen solche Verträge mit Google einzugehen!