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E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik

10.04.2012 | 15:46 Uhr
Qualmen wie die Echten: Der Laden für Elektrozigaretten auf der Schloßstraße musste schließen.Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim.  Rainer Schmitz und David van Düren geben auf. Sie haben ihr Geschäft "Elerette", in dem sie mit E-Zigaretten und Liquids gehandelt haben, geschlossen und das Schaufenster wie eine Traueranzeige dekoriert. Gedacht ist es als Anklage in Richtung der NRW-Gesundheitsministerin.

Ein schwarzes Kreuz ziert das Plakat, das im Schaufenster an der Schloßstraße 1 hängt. Was wie eine Traueranzeige daher kommt, ist die Information, dass das Geschäft „Elerette“, im dem E-Zigaretten und Liquids verkauft wurden, geschlossen ist. Vor allem jedoch ist es eine öffentliche Anklage und Schuldzuweisung Richtung NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens .

„Dieser Store ist Opfer von Ministerin Barbara Steffens“ steht in Rot auf den Plakaten. Auch die Medien, prangern die Elerette-Inhaber Rainer Schmitz und David van Düren an, hätten „häufig Neutralität und Ausgewogenheit vermissen“ lassen. All das, so der Vorwurf, hätte zur Aufgabe der Filiale geführt.

Das Geschäft schloss zum 4. April

Tatsächlich ist die Chronik des Geschäfts mit der politischen verknüpft: Am 16. Dezember gibt Barbara Steffens den Erlass aus, E-Zigaretten als Medikament einzustufen. Der Verkauf ist damit illegal. Dennoch entscheiden van Düren und Schmitz, einen weiteren Laden in Mülheim zu eröffnen: „Wir haben nicht geglaubt, dass der Erlass umgesetzt wurde – und letztlich war es auch so.“

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Der Streit um die E-Zigarette

Immer mehr Raucher in Deitschland - 1,2 Millionen sollen es mittlerweile sein - entdecken die so genannte E-Zigarette als Alternative zum herkömmlichen Tabak. Die NRW-Landespolitik derweil rückt E-Rauchern, plant ein Verbot der beliebten High-Tech-Glimmstängel - alle Infos zum Thema finden Sie hier.

Das Verwaltungsgericht Köln entschied am 2. April, dass E-Zigaretten keine zulassungsbedürftigen Arznei-, sondern Genussmittel sind. Zu spät: „Elerette“ schloss zum 4. April. 20 Festangestellte mussten die Geschäftsführer entlassen, nur drei Mitarbeiter blieben.

Probleme in Mülheim besonders schlimm

Die drei anderen Elerette-Filialen in Duisburg, Krefeld und Neuss bleiben. „Probleme“, sagt Schmitz, „gab es überall, aber Mülheim war besonders schlimm.“ Denn nur hier hätte die Amtsapothekerin den Erlass umgesetzt und den Verkauf verboten.

Dass auch die Lage an der Schloßstraße , die viele Leerstände zu verzeichnen hat, ein Grund für fehlenden Umsatz war, glaubt Schmitz nicht und zieht Vergleiche zu den anderen Standorten in Einkaufszentren und der Krefelder City: „Mülheim war der Laden, der vor der Tür die höchste Fußgängerfrequenz hatte. Aber die Leute gucken nicht links und rechts. Die wollen nur zum Forum hin oder vom Forum weg.“

Video
Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens sieht sich im Recht, die Händler sind empört: Das Verbot nikotinhaltiger E-Zigaretten polarisiert.

 

Julia Blättgen



Kommentare
11.04.2012
23:57
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Name von Moderation entfernt | #19

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11.04.2012
11:56
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von Sulzmann | #18

tom009 | #15
Aber mal ehrlich, niemand hätte eine Chance gegen die Zigarettenindustrie oder gegen die Hersteller von Nikotinliquids einen Prozess zu gewinnen. Es wird ja niemandem verheimlicht das dort Giftstoffe enthalten sind.

Es hat ja schon mal ein Richter, der jeden Tag mehrere Schokoriegel gegessen hat, einen Süßwarenhersteller verklagt, Er meinte der Konzern wäre an seiner Diabetis schuld. die Klage wurde abgewiesen.

11.04.2012
11:47
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von Sulzmann | #17

@wuwu
Was für ein Bild Niveau.

Es gibt an allen Ecken und Enden E-Zigaretten zu kaufen. Ob das nun welche mit guter Qualität sind oder nicht scheint den Kunden egal zu sein. Sie werden gekauft. Das ist eine Feststellung, und nicht meine Meinung.

11.04.2012
10:58
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von ffolkes | #16

Man stelle sich vor, alle Raucher in Deutschland würden schlagartig mit dem Rauchen aufhören.Die Folge: 0 € Steuereinnahmen (bei der Tabaksteuer)!
Was würde unsere Politikern dazu einfallen: Ganz klar: man stellt man fest, dass man jahrzehnetlang geirrt hat: Rauchen ist nicht gesundheitschädlich, sondern gesundheitsförderlich!
Und würde Rauchen für alle zur Pflicht! :-)

11.04.2012
09:56
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von tom009 | #15

finde es immer lustig wie sich hier aufgeregt wird.

und warum verklagt eigendlich keiner von euch die tabakindustrie?????
wegen gefährdung usw.

in den usa sind ja schon etliche klagen erfolgreich gegen die konzene gelaufen.
aber hier kriegt ihr den schwanz nicht hoch.

denn solange ihr die doch machen lasst was diese wollen wird sich überhaupt nichts ändern.
und chancen hättet ihr wahrscheinlich gute zu gewinnen.

komisch nict wahr!!!

11.04.2012
09:19
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von Kernow | #14

Ist doch logisch - die Zigarettenindustrie hat doch schon genug unter dem Rauchverbot gelitten - die wollen doch nicht noch mehr Einbußen durch die E-Zigarette....

Es geht doch hier nicht um Gesundheit - wer das glaubt ist krank

11.04.2012
07:44
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von Hermann11 | #13

Warum diese Aufregung????
Im Mai sind Neuwahlen in NRW!!!
Da regelt sich ALLES von ALLEINE!!!

WENN IHR WOLLT!!

11.04.2012
07:23
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Name von Moderation entfernt | #12

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1 Antwort
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von randori20 | #12-1

@mod schlechte Englischkenntnisse

11.04.2012
06:45
DIese Hatz gegen Genussmittel
von meigustu | #11

an sich ist natürlich Kennzeichen einer unfreien Gesellschaft.

Aber in diesem Fall sieht es wohl mehr danach aus, das da ein Unternehmer sich sein eigenes Scheitern nicht eingestehen will.

11.04.2012
03:17
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von Rike57 | #10

So eine Scheinheiligkeit!

Da haben die Politiker zu spät gemerkt, dass sie an der E-Zigarette nichts verdienen, also wird das Dampfen kurzerhand verboten!
Naja, wenn1,2 Millionen keine Tabaksteuer mehr zahlen, aber trotzdem weiterrauchen...dann bedeutet das schon einen herben Verlust! Weil, wenn 1,2 Millionen das rauchen drangeben, kann man für den Rest ja den Tabak wieder teurer machen!
Wenn E-Zigaretten verboten werden, dann auch Tabak, Shisharauchen und Alkohol! Das ist alles schädlich!

Aber, wo ist eigendlich die Studie, die belegt, dass die Liquits schädlicher sind als Zigaretten?
Denn was heute in Zigarettentabak alles drin ist, will betimmt keiner wirklich wissen.

1 Antwort
E-Zigaretten-Händler schließt Geschäft wegen NRW-Politik
von Saubermann | #10-1

Belästigen Sie uns bitte nicht mit Tatsachen. Das will niemand hören.

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