Das Mülheimer Reggae-Festival sucht einen neuen Ort
05.02.2010 | 11:20 Uhr 2010-02-05T11:20:00+0100
Mülheim. Der Raffelbergpark ist als Austragungsort für das Reggae-Festival vom Tisch. Die Frage nach den Alternativen bleibt bestehen. Die SPD-Fraktionschef setzt sich erneut für das Flughafenareal ein, doch allmählich stellt sich die Frage, ob überhaupt ein Festivalort in Mülheim gefunden wird.
„Man sollte noch mal ernsthaft prüfen, ob sich nicht doch das Flughafenareal für das Reggae-Festival eignet. Auf anderen kleinen Flughäfen geht es doch, dass dort Autorennen oder sonst was stattfindet”, erklärte gestern SPD-Fraktionschef Dieter Wiechering im Gespräch mit der NRZ. Man müsse ja nicht direkt die Landepiste blockieren, „das Areal ist doch riesig.”
Für die Organisatoren ist das Gelände allerdings schon längst nicht mehr im Gespräch. Vor längerer Zeit habe er mit dem Veranstalter mal einen Ortstermin gemacht, so Flughafenchef Reiner Eismann. „Sie sollten uns dann auch ein Konzept zuschicken. Wir haben aber nichts mehr gehört.”
Der Flughafen? Die Brachfläche an der Ruhrorter Straße?
„Der Flughafen wäre kein guter Veranstaltungsort”, meint der Vorsitzende des Jugendstadtrates Jonas Guthoff. Er favorisiert einen Platz in der Nähe des bisherigen Konzertortes, dem Ruhrstadion. Die Brachfläche an der Ruhrorter Straße in Höhe der Kaiserbergauffahrt käme dem sehr nahe? „Aber dort ist nur campen möglich, heißt es”, so Guthoff. Und die Freifläche neben der neuen Feuerwehrhauptwache, auf der die neue Fachhochschule entstehen soll, wäre das ein geeigneter Ort? „Nein, das wäre wenig attraktiv”, so Guthoff. Da stimmt er übrigens mit Wiechering überein, der auf die angrenzende Wohnbebauung verweist.
Da auch der Kirmesplatz bereits ad acta gelegt worden sein soll, stellt sich allmählich die Frage, ob überhaupt ein Festivalort in Mülheim gefunden wird. „Ich bin zuversichtlich. Die Stadt tut wirklich alles, das Festival hier zu halten”, meint Guthoff.

0mitdiskutieren