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Eichendorff-Plakette

Wanderbewegung, Heimatgedanken und aktiven Naturschutz gepflegt

01.07.2012 | 15:53 Uhr
Wanderbewegung, Heimatgedanken und aktiven Naturschutz gepflegt
Eichendorff-Plakette für SGV Letmathe

Letmathe. „Das ist eine deutliche Wertschätzung für Ihr ehrenamtliches Engagement“, erklärte Aloys Steppuhn gestern am Wanderheim des SGV Letmathe. Grund dafür war die Auszeichnung mit der Eichendorff-Plakette, die der Letmather SGV-Abteilung im Rahmen ihres Sommerfestes zu Teil wurde.

Die Eichendorff-Plakette wurde 1983 von dem damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens eingeführt und ist seit dem die höchste Auszeichnung, die ein Wanderverein in Deutschland überhaupt erhalten kann. Die Vergabe ist an hohe Auflagen gebunden. Zum einen muss es sich um einen Traditionsverein handeln, dessen Gründung schon mehr als 100 Jahre zurück liegt. Zum anderen muss sich der Verein nachweislich in hohem Maße für die Umwelt, für Brauchtum und das Wandern einsetzen.

SGV-Abteilung hat hoheAnforderungen erfüllt

Zurecht zeigte sich der Letmather SGV-Vorsitzende Peter Frielinghaus gestern stolz, dass er und seine Mitstreiter in der 1891 gegründeten SGV-Abteilung diese Hürden genommen haben und die selten vergebene Plakette samt der vom Bundespräsidenten unterzeichneten Urkunde von Landrat Thomas Gemke entgegen nehmen konnte.

Auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens gab seinem Stolz darüber Ausdruck, dass diese Auszeichnung nach Letmathe gekommen ist. Und Manfred Kettler, der die Region Märkisches Sauerland im SGV-Präsidium vertritt, war sich sicher, dass Karl Carstens seinerzeit bei der Einführung der Auszeichnung den Letmather SGV vor Augen gehabt haben müsse: „Hier werden die Wanderbewegung, der Heimatgedanke und der aktive Naturschutz wirklich gepflegt.“

Umrahmt wurde die Verleihung am SGV-Wanderheim, das in diesem Jahr zudem seinen 60. Geburtstag feiert, durch Klänge des Jagdhornjägerchors des Hegering Letmathe. SGV-Präsident Steppuhn nahm den Festakt zum Anlass, auf die Verdienste des SGV einzugehen. Die moderne Zivilisation, so Steppuhn, habe die Menschen nicht nur reich gemacht, sondern auch arm, weil sie sie immer mehr von der Natur und der Bewegung entferne.

Dank für hohes ehrenamtliches Engagement

Die Wandervereine und hier der SGV als drittgrößter Verein Deutschlands stünden an der Spitze einer neuen Bewegung zurück zur Natur. Und dafür dankte er auch den Letmather Aktiven für ihr großes Engagement. Gleichzeitig sprach er aber auch die Probleme an, die den SGV belasten. Der demografische Wandel und der Druck zur finanziellen Konsolidierung. Daher nutzte er die Gelegenheit, um Landrat Gemke und den ebenfalls anwesenden Landtagsabgeordneten Michael Scheffler zu bitten, sich in Düsseldorf für den SGV einzusetzen und für Hilfe bei der Finanzierung weiterer Wegekennzeichnungen zu werben.

Von Ralf Tiemann



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