Eine tierische Bescherung
27.12.2009 | 17:13 Uhr 2009-12-27T17:13:00+0100Anholt. Traumhaft war die Kulisse. Wann sieht man an Heiligabend schon einmal eine schneebedeckte Anholter Schweiz? Die Wintersonne trug ihren Teil dazu bei, um die Landschaft in ein glänzendes, weihnachtliches Licht zu tauchen.
Und ganz ähnlich leuchteten die Augen der Kinder, die mit ihren Vätern, Müttern oder Großeltern das Angebot „Kinder bescheren Tiere an Heiligabend in der Anholter Schweiz” gerne angenommen hatten.
Am Eingang bekam jedes Kind eine kostenlose Tüte mit Futter für die Esel, Ziegen und Enten, und schon ging es los. Zuerst zu den Wölfen und Luchsen, die von der Tierpflegerin Jenny Heidemann als Weihnachtsgeschenk eine Extraportion Fleisch bekamen.
Der dreijährige Fabrice und der fünfjährige Magnus aus Anholt waren gleich mit Papa, Opa und Onkel angerückt und hattene Luchsdame „Susi” gleich ins Herz geschlossen. „Die Mama der beiden bereitet zuhause den Heiligen Abend vor”, schmunzelte Opa, „und wir sind hier, damit die Kinder ihr nicht vor die Füße laufen”. Aber auch für die Steinmarder hatte Jenny Heidemann eine besondere Überraschung parat: ein himmlisches Thunfischmenü ...
Der Vater der zweijährigen Merle musste Heiligabend noch arbeiten, und da die Weihnachtsvorbereitungen schon abgeschlossen waren, hatte ihre Mama Schlitten und Kind gepackt, um den Wildpark zu besuchen. Die weiße Pracht war der kleinen Merle allerdings noch ein wenig unheimlich.
Viktoria (6), Lorenz (fast 3) und Charlotte (8) waren aus Stenern angereist und hatten nicht nur eine Tüte Tierfutter in der Hand, sondern auch ihren Schlitten von zuhause mitgebracht. Ein wenig nervös waren sie - mussten doch die beiden Mädchen Heiligabend doch noch eine wichtige Figur beim Krippenspiel in der Kirche darstellen.
Aber bei den Tieren und vor allen Dingen auf dem Rodelberg in der Schweiz war das Lampenfieber schnell vergessen. Der Rodelberg auf dem Spielplatz war neben Wölfen, Luchsen und Rentieren ein weiterer Anziehungspunkt.
Gegen Mittag wartete in der Wildparkschule der Tierpfleger Maik Elbers auf die großen und kleinen Gäste und nachdem sich die Erwachsenen mit Kaffee und die Kinder mit Kinderpunch aufgewärmt hatten, ging es gemeinsam zum Rentiergehege. Die beiden Rentierdamen - die noch einen Namen suchen - hatten erst am 9. Dezember ihr Quartier in der Anholter Schweiz bezogen. Zur Monatsmitte gesellte sich Rentiermännchen „Lasse” dazu.
„Rentiere sind recht anspruchslos", erklärte Maik Elbers, „sie brauchen eine kräuterreiche Wiese und ein spezielles Moos, welches allerdings aus Finnland importiert werden muss”.
Und wie gut ihnen dieses Moos schmeckte, konnten die vielen kleinen und großen Zuschauer bei der Rentier-Fütterung erleben.
Und weil ja Weihnachten war hatten Maik Elbers und seine Helferin Melissa Giesing auch noch Möhren und Haferflocken im Futtereimer.
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