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Zeitreise

Lieder der Liebe, Stimme der Jugend

13.03.2011 | 15:39 Uhr

„All I really want to do“ ist das Motto eines breit gefächerten Programms, mit dem die beiden Vollblutmusiker aus Wuppertal das zahlreich erschienene Publikum auf eine Zeitreise in die 60er Jahre mitnehmen. Und die „Greatest Hits“ des inzwischen fast 70-jährigen Bob Dylan, der immer noch 150 Konzerte pro Jahr spielt und jetzt erstmalig auch in China auftritt, spiegeln nicht nur das Lebensgefühl der Sixties wider, sondern haben in der locker-humorvollen, mitreißenden Interpretation der Sänger und Gitarristen HP Barrenstein und Frieder Abeßer nichts von ihrer Frische und Ursprünglichkeit verloren.

Nostalgische Strophenballaden wie „Just like a Woman“, in denen HP Barrenstein mit rauchiger, bewusst unsauberer Stimme seinen Appell an eine unentschlossene Frau formuliert, und das schwärmerische Liebeslied „Girl from the North“ schaffen eine intime Atmosphäre. Rockig-provozierend äußert er dagegen sein Begehren in den schnellen, hart pulsierenden E-Gitarrenrhythmen der Songs „I want you“ und „She belongs to me“. Schmeichlerisch melodiös und weich wird seine Stimme in dem sehnsuchtsvollen „Corinna, Corinna“ zu den leise vor sich hin träumenden verhaltenen Gitarrenmotiven Frieder Abeßers.

Aber auch für das Ende einer Liebe finden Bob Dylan und seine Interpreten Worte und Töne: Hart und pochend ist der unerbittliche Song „It’s all over now baby“. Und nicht nur das Thema Liebe in seinen unzähligen Facetten handeln Bob Dylans Songs ab; die „Stimme des Volkes“, die bei Festivals immer wieder Fans und Veranstalter polarisierte, holte sich auch Anregungen bei der Gitarrenlegende Jimi Hendrix: In „Subterranean homesick“ klingen verzerrte, verfremdete E-Gitarrensounds durch, die Alltagsgeräusche in den Klang einbinden. „Ich bin mit dieser Musik aufgewachsen“, sagt HP Barrenstein. „Bob Dylan war die Stimme meiner Jugend.“ Dass Bob Dylans Musik immer noch aktuell und packend ist, beweist das Publikum im Alten Rathaus: Nach Songs wie „Tambourine Man“ und „Queen Jane“, die die Stimmung so richtig aufheizen, kommt immer wieder der Wunsch nach Zugaben.

Konstanze Führlbeck



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