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Keramiken ergänzen Karikaturen

07.12.2008 | 19:01 Uhr
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Germar Speckin und Margit Reiner präsentieren ihre Werke im Atelier Arkana.An zwei Wochenenden stellen sie ihre Gemälde und Plastiken der Öffentlichkeit vor

Der gebürtige Schweriner Germar Speckin schafft seine Gemälde seit 1997 in seinem Hattinger Atelier, in das er jetzt das Publikum einlädt. Foto: Udo Kreikenbohm

Das Atelier Arkana liegt an der Bahnhofstraße 60 a. Der Name deutet auf Verborgenes hin - und das ist es auch. Wer es nicht weiß, läuft vorbei. Auf einem Hinterhof hat Germar Speckin (54) seine Arbeitsräume eingerichtet. Weiße Wände, ein Sofa, mehrere Tische. An den Wänden und in den Regalen - viele Bilder.

Aktuell: eine Mischung aus Malerei und Karikaturen. Momentan teilt der Maler seinen Raum mit Margit Reiner. Es ist eine Premiere für sie: Zum ersten Mal haben die beiden zusammen eine Ausstellung konzipiert.

Germar Speckin zeigt Karikaturen auf bemalten Leinwänden. Margit Reiner (52) erstaunt dagegen mit ihren Keramiken. Diese besetzen einen Bereich zwischen Figur und Gefäß.

"Genau das habe ich auch vor. Die Plastiken entwickeln ein Eigenleben, wo ich oft frage: Was ist Figur, was ist Gefäß?" Ihre Keramiken orientieren sich an hethitischen Kultobjekten. Fast alle haben Öffnungen oder Deckel, die Oberflächen hat die Künstlerin aus Essen poliert oder mit Spachteln bearbeitet. 20 Zeitstunden arbeitet sie etwa an einer Plastik.

Germar Speckins Bilder entstehen dagegen schneller. Bei den Karikaturen benutzt der Schaffende Schwämme und Farbenrolle für die Grundlage. Oft malt er mehrere Schichten übereinander. Dann verwendet er Filzstifte. Richtig gehört - die bunten Maler, die andere sonst zum Ausmalen benutzen. "Darüber staunen viele Menschen", sagt der Künstler. Speckin setzt helle Farben ein - blau, grün, rosé - was die Bilder leicht wirken lässt. Darauf malt er die Figuren. Nicht immer direkt zu erkennen, vieldeutig, aber doch markant.

"Meine Kunst ist auch oft abstrakt und assoziiert doch Gegenständliches", sagt der 54 Jährige über seine Arbeit.

Die Veranstaltung nennt sich Offenes Atelier und findet noch einmal am 13. und 14. Dezember statt. Dazu gibt es akustische Klänge von Autumn Indigo.

Germar Speckin und Margit Reiner haben drei Wochen lang über die Konzeption nachgedacht. Ihre Plastiken haben eine Verbindung zu Speckins Arbeiten. Humor und Witz finden sich in Malerei und Tonfiguren, beides funktioniert über die Reduktion. Viele Elemente sind nur angedeutet. Wie in einer Karawane stehen die Tiergefäße aufgereiht. Darüber die Bilder von Speckin.

"Uns beide verbindet auch das Archaische", sagt der gebürtige Schweriner, der seit 1997 das Atelier in Hattingen besitzt. Die Erdfarben von Margit Reiner, ergänzen dabei die helleren Töne von Germar Speckin.

Die Verzierung auf den Figuren findet sich auch in den feinen Strichen der Bilder wieder. Mit der Kombination aus Karikatur und Malerei will Speckin fortfahren. Und kündigt an: "Damit habe ich erst vor kurzem angefangen. In der Richtung möchte ich noch weiter arbeiten."

Von Timo Klippstein

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