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Vorlage abgelehnt

Fragezeichen hinter Archiv-Umzug

15.05.2012 | 23:16 Uhr
Fragezeichen hinter Archiv-Umzug
Das Stadtarchiv in Niedersprockhövel mit der Leiterin Karin Hockamp. Sie setzte sich im Kulturausschuss für den Umzug ein. Ihr stünde in Hattingen mehr Platz zur Verfügung.

Ob das Sprockhöveler Stadtarchiv über die Stadtgrenze in die Hattinger Grundschule Rauendahl wechselt, dahinter steht ein großes Fragezeichen.

Ob das Sprockhöveler Stadtarchiv über die Stadtgrenze in die Hattinger Grundschule Rauendahl wechselt, dahinter steht ein großes Fragezeichen.

Sprockhövels Politiker lehnten die von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGS) im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit vorgelegte Vorlage zur Verlagerung des Stadtarchivs mit breiter Mehrheit ab. Selbst die FDP, sonst ein vehementer Verfechter der so genannten „interkommunalen Zusammenarbeit“ zwischen der kreisangehörigen Kommunen, enthielt sich der Stimme. Sprockhövels Politiker gehen auf Distanz. Mit ein Grund dürfte wohl sein, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis, der ursprünglich auch in Betracht gezogen hatte, das Kreisarchiv in Hattingen anzusiedeln, einen Rückzieher machte. Das Kreisarchiv soll in Wetter untergebracht werden. Damit fehlt ein potenter Finanzier, falls in einigen Jahren im Rauendahl größere Investitionen der Instandhaltung zu leisten wären. Bei der Duo-Lösung Hattingen/Sprockhövel wären diese Kosten durch zwei zu teilen. Das Thema soll jetzt erneut in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses auf die Tagesordnung kommen. „Das Sprockhöveler Stadtarchiv gehört nach Sprockhövel und nicht in eine andere Stadt“, unterstrich Udo Unterieser (SPD). Er räumte allerdings ein, dass es in seiner Fraktion auch andere Auffassungen gebe.

Die Bedenken der CDU basieren unter anderem auf Investitionskosten im Gebäude Rauendahl. Mit bis zu 40 000 Euro wird gerechnet. Auch die Grünen lehnen eine Verlagerung des Archivs zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab. Ausgangspunkt zum Thema Umzug des Stadtarchivs war vor zwei Jahren die Erwägung, die Hauptschule in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln. Da hätte Raumbedarf bestanden. Die Pavillons auf dem Hof der Schule hätte die ZGS als Klassenräume gebraucht. Da wäre die Lösung Rauendahl ideal gewesen.

Unbeantwortet ist auch die Frage: Was wird bei einem Umzug des Archivs aus den Pavillons auf dem Schulhof? Für eine gewerbliche Nutzung wäre die Anzahl der Interessenten wohl sehr überschaubar, zumal Parkplätze fehlen.

Kurt Bein


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