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IG Metall

„Leiharbeit wird abgelehnt“

05.06.2012 | 18:13 Uhr
Gemeinsam für ein gutes Leben - unter diesem Motto führt die IG Metall Hagen zur Zeit unter der Hagener Bevölkerung eine Befragung durch.

Hagen. Die Lostrommel und die Luftballons am Stand der IG Metall täuschen. Der Gewerkschaft ging es gestern auf dem Friedrich-Ebert-Platz nicht um Show, sondern um knallharte Themen: Nicht weniger als die zentralen Herausforderungen für Politik und Gesellschaft der nächsten Jahre in Deutschland. „Die Resonanz ist gut. Wir bekommen Zulauf aus allen Altersklassen“, freute sich Werner Voßeler von der IG Metall.

Zwar führten die Metaller auch eine Umfrage durch, die dann später in der Zentrale in Frankfurt ausgewertet wird, doch vor Ort ging es zuvorderst natürlich um das persönliche Gespräch. „Das große Thema war hier am Stand die Leiharbeit , die als Beschäftigungsform abgelehnt wird.“ Gerade in diesem Themenfeld verspürt die IG Metall nach dem jüngsten Tarifabschluss Rückenwind. „Leiharbeiter werden mehr und mehr zu Ramscharbeitnehmern. Der Klebeeffekt liegt gerade mal bei sieben Prozent, das heißt, dass 93 Prozent der Menschen den Sprung aus der Leiharbeit nicht schaffen“, so Voßeler.

Video
Stuttgart, 03.05.12: Zahlreiche Porsche-Mitarbeiter haben sich am Donnerstag an einem Warnstreik beteiligt, um ihren Tarif-Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die IG Metall verlangt 6,5 Prozent mehr Lohn und die Übernahme von Auszubildenden.

Der Tarifabschluss allerdings habe die Situation für die Betriebsräte unter anderem wegen der nun vorhandenen Beratungspflicht nach 18 Monaten verbessert. „Außerdem hat sich die Chance auf sogenannte Besservereinbarungen erhöht“, führt Voßeler aus. „Das ist zwar immer noch nicht gleicher Lohn für gleiche Arbeit, kommt dem aber schon näher.“

Björn Josten


Kommentare
06.06.2012
17:57
„Leiharbeit wird abgelehnt“
von fantomias | #2

ich kenne sogar leiharbeiter, die jetzt einen festen job haben. bei derselben firma, wohlgemerkt. leiharbeit ist ja nicht per se abzulehnen, sie muß nur umstrukturiert werden, beispielsweise nicht ewig verlängerbar sein (ohne hintertürchen). und wenn die gewerkschaft schon mal am kämpfen ist, kann sie auch gleich im sektor der praktika aufräumen. ist aber alles politisch nicht gewollt, und solange hier keiner auf die straße geht (und damit meine ich nicht pappsärge durch die gegend schleppen und auf flöten trillern), passiert rein gar nichts. zuschauen, schlucken und weiterschlafen.

06.06.2012
09:00
„Leiharbeit wird abgelehnt“
von jacky123 | #1

und Leiharbeiter kann man auch ganz geschickt in Werksverträge stecken, und keiner erscheint Namemtlich.
ich kenne Leiharbeiter die sind seit über 20 jahren bei und der selber Firma untergebracht.

sind ja dann keine Leiharbeiter mehr, sonder über den Werksvertrag versteckte Arbeitsstunden.

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