Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 23°C
Hochschule

Westfälische Hochschule wartet auf potenzielle Studierende

02.08.2012 | 17:37 Uhr
Westfälische Hochschule wartet auf potenzielle Studierende
Wenig Andrang: Die Bewerberzahlen sind in diesem Jahr höher als im vorigen Jahr. Dennoch laufen die Einschreibungen nur schleppend.Foto: Thomas Gödde

Gelsenkirchen.  Während es im vergangenen Jahr einen regelrechten Run auf die Westfälische Hochschule gab, laufen die Einschreibungen aktuell nur schleppend. Für mehrere Studiengänge wurde sogar die Bewerbungsfrist verlängert. Bei den Verantwortlichen herrscht Ratlosigkeit über die mangelnden Einschreibungen.

Aus großen Lautsprechern schallt Musik, auf einer Leinwand wird eine Fernsehserie übertragen. Den Wartenden steht ein Tischkicker zur Verfügung und auf dem Innenhof wird gegrillt. Es scheint nichts zu fehlen bei der Einschreibung der Informatiker, Wirtschafts - und Medieninformatiker. Außer vielleicht ein paar mehr potenzielle Studierende. „Wir erleben derzeit eine deutliche Zurückhaltung“, sagt Prof. Dr. Wilhelm Stenmanns, Vizepräsident der Westfälischen Hochschule .

Gemeint ist die Zurückhaltung bezüglich der Einschreibungen. „Hier ist noch Platz“, betont er. Der Faktor „Vier Bewerber ergeben eine Einschreibung“, der sonst fast immer galt, treffe für das kommende Wintersemester wohl nicht zu. Letztes Jahr habe es einen regelrechten Run auf die Fachhochschule gegeben. Rund 2200 Einschreibungen habe es für das letzte Wintersemester gegeben.

Ein Beispiel: Letztes Jahr haben sich für den Studiengang Wirtschaftsrecht am Standort Recklinghausen 400 Studierende eingeschrieben. Zu dem Zeitpunkt war der Studiengang zulassungsfrei. Dieses Jahr, mit einem Numerus Clausus von 2,9, was laut Stenmanns keine allzu hohe Hürde darstellt, gab es 45 Einschreibungen.

Man setzt auf das Nachrückverfahren

Dieses Jahr wurde sogar für mehrere Studiengänge die Bewerbungsfrist verlängert. Bei Stenmanns und seinen Kollegen herrscht Ratlosigkeit über die mangelnden Einschreibungen. „Wir betreiben momentan die Ursachenforschung. Ein Grund könnte sein, dass der Überbuchungsfaktor einiger Studiengänge zu knapp gesetzt wurde.“

Überbuchungsfaktor bedeutet, dass man mehr Bewerber zu der Einschreibung einlädt als es die Kapazität hergibt - wohlwissend, dass viele Bewerber sich ohnehin nicht einschreiben. Bisher haben sich, laut Stenmanns, knapp über 400 Bewerber eingeschrieben, obwohl sich mit über 11.000 Bewerbern insgesamt sogar mehr beworben haben als letztes Jahr. Die „großen“ Studiengänge, wie etwa Wirtschaft, stehen aber noch aus. Außerdem setze man auf das Nachrückverfahren, das dieses Jahr früher beginnen soll als sonst.

Die Unis lassen sich mehr Zeit

Einen weiteren möglichen Grund für das Ausbleiben der potenziellen Studierenden sieht Stensmanns darin, dass die Einschreibungen an der Westfälischen Hochschule immer sehr früh stattfinden. Die Universitäten lassen sich mehr Zeit. „Wahrscheinlich warten einige Bewerber, vor allem die mit Vollabitur, auf eine Zusage einer Universität und lassen sich deshalb nicht einschreiben“, so der Vizepräsident der Hochschule.

2013 werden in NRW zwei Jahrgänge gleichzeitig Abitur machen. „Wir fürchten uns ein wenig vor dem Run 2013, aber wir werden uns darauf einstellen und auch die Bereitschaft der Kollegen ist da.“ Fachhochschulen haben andere Strukturen als Universitäten. Gerade die kleine Größe und das „familiäre Umfeld“ seien ein Merkmal. Würde eine FH zu einer Massenuniversität werden, müsste man Qualitätseinbußen hinnehmen.

Die mangelnden Einschreibungen dieses Jahr seien aber nicht nur ein Problem der Westfälischen Hochschule . Auch die Hochschule Bochum habe mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, sagt er.

Karin Reimer


Kommentare
Aus dem Ressort
Nach Flucht aus Gefängnis mutmaßliche Fluchthelfer gefasst
Festnahme
Nach der spektakulären Flucht eines Häftlings aus der JVA in Gelsenkirchen am 9. Juli wurden nun drei mutmaßliche Fluchthelfer in Anröchte und Vlotho gefasst. Nach einem vierten Tatverdächtigen wird noch gesucht. Zwei der vier Verdächtigen seien der Polizei bereits bekannt.
Gelsenkirchener strampeln gemeinsam
Stadtradeln
Das Stadtradeln geht in die zweite Runde. Von Samstag, 30. August, bis Freitag, 19. September, sollen wieder viele Gelsenkirchener, Ein- und Auspendler, Schüler und Senioren, Alte und Junge möglichst häufig das Auto stehen lassen und auf das Rad umsteigen. Wenn auch leicht verspätet.
SPD-Verkehrspolitiker besuchen Baustelle in GE-Bismarck
Bismarckstraße
Sprecher des Referats Verkehr informierten die Gruppe um Margret Schneegans über denaktuellen Stand der Arbeiten im dritten Bauabschnitt an der Bismarckstraße.
Gelsenkirchener komponiert Grafiken am Computer
Kunst
Der Gelsenkirchener Werner Neumann geht täglich mit der Kamera auf Pirsch durch seine Stadt. Ebenfalls täglich komponiert er am Computer farbexplosive Grafiken. Einen Ausschnitt davon zeigt er ab 3. August in der Art Galerie Unikat.
Arbeiten am Heinrich-König-Platz Gelsenkirchen gehen voran
Umbau
Nach dem Bergfest vor einem Monat ist die unterirdische Lichtwand weitergebaut worden. Außerdem werden Elektroinstallationen und Metall- und Stahlarbeiten vorangetrieben. Nach einem Feuerwehreinsatz wegen Vandalismus steht das Löschwasser stellenweise noch in der Verteilerebene.
Umfrage

"1000 Freunde, unzählige Kumpel" - Schalke 04 startet eine neue Kommunikationskampagne für die Saison 2014/2015. Dafür sind die Knappen mit einigen Profis in Bottrop eingefahren, um sie unter Tage zu fotografieren. Ist das noch zeitgemäß?

 
Fotos und Videos
Leser füttern Seelöwen
Bildgalerie
WAZ öffnet Pforten
Military Tattoo 2014
Bildgalerie
Militärmusik
Holi-Farbrausch am Kanal
Bildgalerie
Amphitheater
Wakeboard-Spaß
Bildgalerie
Ferienprogramm