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Museum mutiert zur Werkstatt

05.07.2012 | 18:38 Uhr

Gelsenkirchen. Durch museale Räume lustwandeln, das kann jeder. Aber im Museum selbst zu Pinsel, Farbe und Leinwand greifen und eigene Kunstwerke kreieren, das ist schon etwas ganz Besonderes. Möglich macht das die „KinderKunstWerkstatt“, die pünktlich zum Start in die Sommerferien wieder im Kunstmuseum ihre Pforten öffnet: für 44 Einzelaktionen und sechs Workshops.

„Ein im weitem Umkreis konkurrenzloses Angebot für Kinder und Jugendliche“, wie Museumsdirektorin Leane Schäfer betont. Denn die Werkstatt lädt nicht nur für ein paar Tage ein, sondern ganze sechs Wochen lang. Und: Die meisten Angebote sind kostenlos.

Das Ferienprogramm im Kunstmuseum kann auf eine stolze Geschichte zurück blicken, vor über 20 Jahren starteten die ersten Projekte. Vier Jahre später nahm Museumspädagogin Dr. Doris Edler ihre Arbeit auf, feilte die Angebote noch weiter aus. Unterstützt wird die Kunstwerkstatt durch die Kooperation mit der Kunstschule Gelsenkirchen und durch das finanzielle Engagement der Ele.

Das diesjährige Motto der Kunstwerkstatt lautet „Bilder im Kopf“ und da darf die Fantasie schon mal Purzelbäume schlagen.

Die Werkstatt spricht zwei Gruppen an: Kinder zwischen 5 und 11 Jahren (die „Mäuse“) und Teilnehmer zwischen 11 und 16 Jahren (die „Elefanten“).

Die Mausgruppe lädt von dienstags bis freitags in zwei täglich von einander unabhängige Angebote ein: einmal von 10 bis 12 Uhr, dann noch einmal von 14 bis 16 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Kinder je Gruppe begrenzt.

Zu Beginn jeder Mäuse-Runde geht es in die kinetische Museumssammlung, wo eine Geschichte vorgelesen wird. Ausgehend von diesen modernen und klassischen Texten und inspiriert durch den Blick auf die Kunstwerke geht es dann ans eigene Schaffen in die Werkräume. Die Kinder lernen unterschiedliche Techniken kennen wie Zeichnen, Malen, Collagen kleben, mit Metall und Draht Objekte erstellen.

Während die kleinen Künstler täglich zwei Themen bearbeiten, konzentrieren sich die Größeren in Kunstschul-Workshops vier Tage lang auf ein Thema und eine Technik. Diese Workshops laufen dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr.

Für die Betreuung der Nachwuchskünstler steht, neben den Museumspädagogen, ein Team von 18 jungen Leuten bereit. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre strömen in den Ferien täglich 50 bis 80 Kinder ins Museum.

Eines der Highlights steht am Schluss der Werkstatt: Jeden Tag wählt eine Jury zwei Arbeiten aus den Kursen aus, die dann am Ende in einer großen Museumsausstellung präsentiert werden.

Die „KinderKunstWerkstatt findet dienstags bis freitags im Museum an der Horster Str. 5-7 vom 10. Juli bis 17. August statt.

Tagesprogramme und Mittagsbetreuung sind kostenlos, die Wochenkurse kosten 8 Euro.

Anmelden müssen sich Kinder, die noch nicht in der Schule sind, Wochenkurs-Interessenten und Kinder für die Mittagsbetreuung unter 169-4377.

Mittagsbetreuung findet von 12 und 14 Uhr statt.

Elisabeth Höving



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