Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 6°C
Projekt

Jägerinnen des verlorenen Schatzes

02.06.2012 | 09:00 Uhr
Jägerinnen des verlorenen Schatzes
Die Mädchen haben in Schalke nach Natur gesucht - und sie gefunden!

Gelsenkirchen.  Drei Monate waren die jungen Projektteilnehmerinnen aus dem internationalen Mädchengarten in Schalke unterwegs – jetzt haben sie den bildband Mädchen Expedition - Jägerinnen des verlorenen Schatzes“ vorgelegt

Natur im dicht bebauten, grauen Stadtteil, im Wohnquartier sehen und erleben? In Schalke?

Der harte Kern der Mädchengruppe, die im Rahmen eines Projekts des internationalen Mädchengartens als „Jägerinnen des verlorenen Schatzes“ fast drei Monate lang unterwegs waren, legen jetzt den eindrucksvollen Beweis vor: Bäume, Sträucher, Wasser, Erde, Wiese, Blumen, Tiere, Steine, Fassaden, Kunst – alles vorhanden in Schalke. Man, oder im speziellen Fall besser frau, muss nur eine Auge für Schönheiten und Farbe haben.

„Mädchen Expedition-Jägerinnen des verlorenen Schatzes“ ist auch der Titel des Bildbandes, den die jungen Autorinnen jetzt stolz vorlegen. Auf 63 Seiten dokumentieren sie ihr Schalke. Und empfehlen auf der letzten Seite des handlichen Werks: „Seht doch selbst mal genau hin!“

Sie selbst haben dies gemeinsam mit Projektleiterin Kira Fink getan, sind auf Fotosafari gegangen und haben als „Beute“ rund 2000 Fotos mitgebracht, gesichtet, bearbeitet, ausgewählt. Eva, die Freitag ihren 17. Geburtstag feierte, war bei der Vorstellung des Bildbandes begeistert. „Wir haben uns Schalke genau angesehen und dabei Vieles entdeckt.

Getragen wurde das Projekt von der LAG Mädchenhäuser/feministische Mädchenarbeit NRW ; finanziert wurde das Ganze mit Fördermitteln aus dem Quartierfonds Schalke/soziale Stadt. Weil es auch ein Beitrag des bürgerschaftlichen Engagements sei.

Kira Fink hat das Projekt dokumentiert. „Als die Mädchen das Buch in den Händen hielten, waren sie sprachlos. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass ihre Arbeit wirklich als ,Buch’ gedruckt wird.“ Dabei seien Sätze wie „Wahnsinn! Wir kleinen Fürze haben ein eigenes Buch gemacht!“ gefallen. Erschienen ist das Werk der Mädchen – fünf, sechs gehören zum harten Kern und waren bei fast allen Projekttreffen am Start – in einer Auflage von 250. Man kann das Werk auch erwerben: Zum Preis von 4,90 Euro kann es per Email unter lagam@web.de in der Fachstelle für interkulturelle Mädchenarbeit bestellt werden. Direktkauf ist möglich im Agenda-Büro an der Von-Oven-Straße 19.

Inge Ansahl



Empfehlen
Kommentare
Kommentare
Aus dem Ressort
Bilanz zum Gelsenkirchener Qualifizierungsprojekt „Emila“
Arbeitsmarkt
Über 600 Migrantinnen nahmen zwischen 2012 und 2014 am beruflichen Qualifizierungsprojekt „Emilia“ teil.Die europäischen Fördermittel für das Projekt des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid laufen aus. Verantwortliche und Teilnehmer zogen nun Bilanz.
Gelsenkirchener will Anlaufstelle für Bisexuelle gründen
Sexualität
Klaus (45) ist ein bisexueller Mann. Viele Bisexuelle leben und lieben im Verborgenen. Deshalb möchte Klaus in Gelsenkirchen eine Anlaufstelle gründen, wo sich Menschen jenseits des 27. Lebensjahres dieser sexuellen Ausrichtung treffen können, miteinander klönen und debattieren können.
Mitarbeiter der Gelsendienste wegen Veruntreuung verurteilt
Gericht
Gelsendienste-Mitarbeiter hatten ein systematisches Betrugssystem in den Gelsenkirchener Recyclinghöfen aufgebaut. Ein Dutzend Strafbefehle wurden ausgesprochen – ein Jahr auf Bewährung für alle Angeklagten. In vielen Fällen konnte jedoch keine Verurteilung erwirkt werden. Sie waren verjährt.
Mitarbeiter der Gelsendienste wegen Veruntreuung verurteilt
Gericht
Gelsendienste-Mitarbeiter hatten ein systematisches Betrugssystem in den Gelsenkirchener Recyclinghöfen aufgebaut. Ein Dutzend Strafbefehle wurden ausgesprochen – ein Jahr auf Bewährung für alle Angeklagten. In vielen Fällen konnte jedoch keine Verurteilung erwirkt werden. Sie waren verjährt.
Lange Haft für Vergewaltiger
Prozess
Es gibt nicht viel Gutes, was Richterin Jutta Wendrich-Rosch über Dirk B. im Urteil sagen konnte. Immerhin lobte sie sein überraschendes Geständnis, das dem Opfer seiner Vergewaltigung die Aussage vor Gericht erspart hatte. Trotzdem muss der 48-Jährige aus Bulmke-Hüllen für lange Zeit ins Gefängnis.
Umfrage

Geht es nach dem Willen der nordrhein-westfälischen Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), dann sollen langjährige Empfänger von Hartz IV, die kaum noch Aussicht auf Rückkehr auf einen regulären Arbeitsplatz haben, als „Assistenten“ in Schulen, Kitas sowie Alt- und Pflegeheimen eingesetzt werden. Im Gegenzug werden ihre Sozialleistungen aufgestockt und künftig als „Gehalt“ gezahlt. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos