Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 17°C
Gesundheitspark

Gesundheitspark Nienhausen erwartet erstmals schwarze Zahlen

17.01.2013 | 17:05 Uhr
Gesundheitspark Nienhausen erwartet erstmals schwarze Zahlen
Dr. Manfred Beck ist Kultur- und Schuldezernent der Stadt Gelsenkirchen und zugleich auch Geschäftsführer des Gesundheitsparks Nienhausen.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Wirtschaftlich bewegt sich der Gesundheitspark Nienhausen in Gelsenkirchen zum ersten Mal in sicheren Bahnen. Dabei gibt Geschäftsführer Dr. Manfred Beck auch Probleme zu: Etwa bei der personellen Besetzung im Wellnessbereich. Der Konflikt zwischen Badegästen und Wasser-Turnern bleibt ungelöst.

Die Botschaft lautet: Probleme hat es gegeben (WAZ berichtete) im Gesundheitspark Nienhausen, und gibt es noch. Dennoch sehen Geschäftsführer Dr. Manfred Beck, Parkleiter Franz Dümenil und der eigens zum Gespräch angereiste Bernd Schmidt-Knop (Betriebsleiter Grün und Gruga Essen) die Wellness-Oase in der Feldmark gut aufgestellt – zumindest finanziell. „Rechnungsabschluss ist zwar erst im Frühjahr 2013“, sagte Manfred Beck, „aber so wie es aussieht, bewegen wir uns wirtschaftlich zum ersten Mal in sichereren Bahnen. Wir erwarten eine schwarze Null.“

Grund: Auslagerung

Ein entscheidender Faktor dafür sei die Umstrukturierung gewesen, zum einen die Verringerung von 82 auf 75 Mitarbeiter bei der Nienhausen GmbH von 2011 auf 2012, zum anderen die vorangetriebene Auslagerung. Partner, die sich als Selbstständige einmieten, füllen die Lücken eigener Angestellter – etwa der Essener Sportbund oder die Masseure.

Letzteren werde durch eine (Miet-)Abgabe pro Behandlung die Basis zum Unternehmertum gegeben. Fünf klassische Masseure etwa entrichten im Sieben-Tage-Betrieb insgesamt etwas mehr als 1000 Euro. Folge des Umbaus: „Im vergangenen Jahr boten wir 164 Menschen ein Arbeitsfeld, ein Jahr zuvor waren es nur 144“, sagt Franz Dümenil. Die Beschäftigtenstruktur sei aktuell ein Mix aus festem Fachpersonal, Geringverdienern sowie Arbeitnehmern mit Zeitverträgen und Saisonkräften.

Zu wenig Umsatz

Alle drei räumten jedoch ein, dass es im Wellnessbereich einen „personellen Überbesatz bei zu wenig Umsatz gegeben hat“. Und dass systembedingt – Stichwort: Vollzeit, Teilzeit – nicht zu jeder Zeit das Angebot aufrecht gehalten werden konnte. „Jetzt aber sind alle Zeiten abgedeckt“, warb Dümenil, zehn Kräfte, verteilt auf sechs Kabinen, böten ihre Dienste von 10 bis 20 Uhr an. Und: „Exotische Behandlungen wie Tempel- oder Hot Stone-Massage stellen kein Problem mehr dar.“

Gesundheitspark Nienhausen
290 .000 Besucher im Gesundheitspark
290 .000 Besucher im Gesundheitspark

Welche Erfahrungen haben Sie im Gesundheitspark Nienhausen gemacht? Rufen Sie uns an unter 170 94 30 oder schicken Sie uns eine Mail: redaktion.gelsenkirchen@waz.de

1,1 Millionen Euro öffentliche Zuschüsse bekommt die Einrichtung.

Der Umsatzerlös stieg von 1,86 Mio.€ in 2010 auf zwei Mio. € 2012.

290.000 Besucher hat der Gesundheitspark im Jahr, der gesamte Park an die 400.000.

Weniger als 50.000 kamen ins Freibad, 1972 waren es noch 270.000.

Verwundert zeigten sich Bernd Schmidt-Knop und Franz Dümenil ob der Kritik, dass Männer in der Frauensauna die Aufgüsse bereiten. „In Essen haben wir damit keine Schwierigkeiten“, sagt Schmidt-Knop. Ebenso wie in Nienhausen, werde es per Aushang kommuniziert. Und Dümenil fügt hinzu: „Ich habe das verfolgt. Mein Eindruck ist: Die Männer werden hier durchaus begrüßt. Wir versuchen das aber zu regeln.“

So gut wie unmöglich indes ist es, den schwelenden Konflikt zwischen Badegästen und Wasser-Turnern zu lösen: „Schwimmen während der Kurse ist unmöglich“, sagt Schmidt-Knop. Der Tagesplan ist aber so gestaffelt, „dass es über den ganzen Tag verteilt Schwimmzeiten gibt“.

Nikos Kimerlis



Kommentare
Aus dem Ressort
Ex-Schüler der Musikschule Gelsenkirchen unterrichtet nun
Beruf
Jonas Utsch kam als Fünfjähriger zur Musikschule Gelsenkirchen und lernte dort das Klavierspielen. Nach seinem Studium an der Folkwang Musikschule Essen und an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater unterrichtet der 33-Jährige nun an alter Wirkungsstätte selbst Klavier und Geige.
Die 27. Gelsenkirchener Jazztage haben es in sich
Musik
Am Freitag starten die internationalen Jazztage in der Gelsenkirchener Innenstadt. Neben traditionellem Jazz gibt es auf den insgesamt neun Bühnen auch Blues, Soul, Country und Rock and Roll. An drei Festival-Tagen sorgen über 200 Musiker aus sechs Nationen für viel Abwechslung in der City.
Madeleines Mutter vor Gericht: „Sie hat ihn gehasst“
Prozess
Als aggressiven Schläger schildert sie ihren Ehemann, lässt kaum ein gutes Haar an Günther O., der ihre Tochter Madeleine laut Anklage getötet und in seinem Schrebergarten vergraben hat. Von der Tat selbst und vom jahrelangen Missbrauch ihres Kindes will sie nichts gewusst haben.
Uwe Unterseher-Heorld steht vor dem Wechsel nach Essen
Wirtschaft
Der Wechsel in der Führungsspitze von Gelsendienste nimmt größere Formen an als bisher zu vermuten war. Betriebsleiter Uwe Unterseher-Herold steht offenbar vor einem Wechsel nach Essen. Unterseher-Herold soll neuer städtischer Geschäftsführer der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) werden.
Eltern sollen antworten – für die Zukunft der Kinder in Gelsenkirchen
Fragebogen
Nach dem Zufallsprinzip wurden sie ausgewählt: 3300 Familien in Gelsenkirchen erhalten in den nächsten Tagen einen Fragenkatalog von der Stadt in ihrer Eigenschaft als Modellkommune des Pilotprojekts „Kein Kind zurücklassen“.
Umfrage

Im Essener Folkwang-Museum denkt man derzeit über freien Eintritt für die Besucher nach - zumindest samstags. Im Gelsenkirchener Kunstmuseum gilt schon längst an allen Tagen: Eintritt frei. Auch ins Horster Schloss kommt man für wenige Euro in die sehenswerte historische Schau. Was meinen Sie, sollte der Eintritt zu Museen generell frei sein?

 
Fotos und Videos
Startschuss auf Consol
Bildgalerie
Stadtradeln
Volles Haus beim Fest
Bildgalerie
Musiktheater im Revier
Tag der offenen Tür
Bildgalerie
Schleuse