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Die Prognosen sind verhalten

08.08.2012 | 12:00 Uhr
Die Prognosen sind verhalten
Ausbildung bleibt wichtig: Viele Firmen befürchten branchenübergreifend einen Fachkräftemangel.Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen. Die Wirtschaft im Revier blickt überwiegend positiv gestimmt auf das erste Halbjahr 2012 zurück: Das ist das Ergebnis des aktuellen Konjunkturbarometers der Arbeitsgemeinschaft „arbeitgeber ruhr“, zu der die Arbeitgeberverbände aus Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen zählen.

Mehr als 330 Ruhrgebietsfirmen mit insgesamt rund 90 000 Beschäftigten schickten ausgefüllte Fragebögen zurück, die getrennt nach Metall- und Elektroindustrie ausgewertet wurden. Gegenüber der Herbst-Umfrage hätten sich die Ergebnisse demnach leicht verschlechtert, seien aber immer noch auf Aufschwung-Niveau, so der Gesamteindruck.

Dazu zählen auch die Konjunktur-Parameter für das erste Halbjahr 2012. Die Metall- und Elektroindustrie liegt bei der Umfrage erstmals seit mehreren Jahren im Trend der Gesamtwirtschaft. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Positivmeldungen gegenüber der letzten Herbstumfrage zumeist vermindert. „Dies belegt, dass der Höhepunkt des konjunkturellen Aufschwungs hinter uns liegt“, glaubt Herbert K. Meyer. Die Geschäftserwartungen liegen bei der Gesamtwirtschaft mit einem Anteil von Positivmeldungen von mehr als 65 Prozent relativ gut, dagegen ist die Metall- und Elektroindustrie zurückhaltender (59 Prozent Positivmeldungen). „Die Konjunkturprognosen für das zweite Halbjahr 2012 sind verhalten positiv, dennoch wächst die Verunsicherung in Unternehmen“, so Meyer.

19 Prozent der für das Barometer befragten Firmen beklagen aktuell einen Fachkräftemangel, 35 Prozent sehen in den nächsten drei Jahren Fachkräftebedarf.

Für das zweite Halbjahr 2012 zeigen sich die Unternehmen verhalten optimistisch. Herbert K. Meyer, Sprecher „arbeitgeber ruhr, sieht dennoch keinen Anlass, wüste Rezessionsszenarien zu zeichnen und sagt: „Trotz der leichten Konjunkturernüchterung ist die Wirtschaft im Ruhrgebiet weiter auf stabilem Kurs. Der Konjunktur-Aufschwung hält an, flacht aber ab.“



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