Wirbel um Manipulation im Essener Integrationsrat
16.08.2010 | 10:29 Uhr 2010-08-16T10:29:00+0200
Essen.Die Neuwahl des Essener Integrationsrats wird wegen krimineller Manipulationen bei der Stimmabgabe zusehends wahrscheinlicher. Mehr als 20 Zeugen versicherten, dass sie keine Wahl hatten. Die Polizei hat das Umfeld des islamischen Treffs weiter im Blick.
Es ist ein für Essen beispielloses Ermittlungsverfahren, und es ist noch nicht abgeschlossen. Doch eine Neuwahl des städtischen Integrationsrats wegen krimineller Manipulationen bei der Stimmabgabe wird zusehends wahrscheinlicher: Nach NRZ-Informationen haben inzwischen über 20 Zeugen den Ermittlern des polizeilichen Staatsschutzes versichert, dass sie vor einem halben Jahr keine wirkliche Wahl hatten. Briefwahlscheine seien ohne ihr Wissen ausgefüllt worden, gaben sie zu Protokoll. Das mutmaßlich illegale Treiben fiel auf, als Wahlberechtigte zur Stimmabgabe im Wahllokal erschienen, aber abgewiesen wurden mit dem Hinweis, sie hätten im Vorfeld doch eine Briefwahl beantragt – was sie nach eigenen Angaben nicht hatten.
Wie die NRZ berichtete, ermitteln seit Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten und entsprechenden Strafanzeigen eine Sondereinheit der Polizei sowie die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Betrugs und der Urkundenfälschung.
Nach Durchsuchungen mehrerer Wohnungen, einer Moschee im Nordviertel und drei vorläufigen Festnahmen von Vereinsmitgliedern gingen die Behörden von 70 Fällen einer mutmaßlichen Wahlfälschung aus. Ihr Verdacht: Eine der 13 angetretenen Listen könnte davon profitiert haben. Ihre Erkenntnis: Die Briefwahlunterlagen gingen an die Adresse des besagten Moscheevereins, an dessen Spitze Mitglieder einer Liste stehen, die sich am 7. Februar ebenfalls zur Wahl stellte.
Ausschuss prüft
Ob die Wahl zum Integrationsrat wiederholt wird, ist eine Frage, die am Ende ein städtischer Prüfungsausschuss der Stadt beantworten muss. Das Gremium wird aber erst darüber befinden, wenn die Staatsanwaltschaft zu einem abschließenden Ergebnis gekommen ist. Wann es soweit ist, sei offen, sagt Oberstaatsanwalt Willi Kassenböhmer.
Zur Zeit habe der Anwalt eines Verdächtigen Akteneinsicht und die Polizei das Umfeld des islamischen Treffs weiter im Blick, wie seit längerem schon: Die Ermittler wollen verwandtschaftliche Verbindungen zwischen dessen Vorsitzendem und dem früheren Kopf der „Yatim-Kinderhilfe“ aufgedeckt haben. Die war vor fünf Jahren wegen islamistischer Tendenzen bundesweit verboten worden.
12:08
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11:59
#23 von schmitte , am 16.08.2010 um 11:50
DESHALB:
http://www.eurorex.info/wp-content/uploads/2009/10/Kopftuchmädchen.jpg
11:59
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11:54
Wahlmanipulation ist ein Verbrechen - egal ob der mutmaßliche Proviteur ein Moscheeverein ist oder dem christdemokratischen oder linken Spektrum zuzurechnen wäre.
11:53
na, da haben aber welche das Prinzip der Demokratie wirklich verinnerlicht, echte Demokraten eben.
Solche Fälle zeigen doch, daß das Prinzip verstanden wurde :-)