Sissi muss draußen bleiben
01.08.2007 | 21:50 Uhr 2007-08-01T21:50:27+0200Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit kündigen der Seniorenbeirat und das Kino "Lichtburg" an: Von Oktober an soll es einmal monatlich einen "Seniorenkino"-Nachmittag geben - aber mit den Stars von heute
Nein, den "Förster vom Silberwald" wird es nicht geben.
Eine künstlerisch ambitionierte Kooperation haben gestern der Seniorenbeirat und das Kino Lichtburg angekündigt. Vom 1. Oktober an öffnet sich die Lichtburg einmal monatlich für eine Extra-Seniorenvorstellung. Dabei soll auf die Klassiker von einst verzichtet werden. "Wir wollen weder Marika Rökk noch O.W. Fischer zeigen", erklärte Bernhard Wilmer in der Sitzung des Seniorenbeirats im Rathaus. Wilmer ist Lichtburg-Theaterleiter. "Es gibt viele moderne Produktionen, die den Sehgewohnheiten von Senioren entsprechen. Es ist nicht alles nur laut und schnell und knallig."
Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Ingeborg Schrader, setzt auf die Lichtburg auch als Stätte der Erinnerung: "So viele Essener haben hier ihre ersten Filme gesehen, waren aber Jahrzehnte nicht mehr da. Das soll unsere Filmreihe ändern."
Einen Namen hat das Projekt noch nicht. Bewusst verzichtet werden soll auf den Titel "Seniorenkino". Termin soll immer erster oder zweiter Montag im Monat sein, immer um 14 Uhr.
Gestartet wird am 1. Oktober mit "Die Queen" (England 2006). Der Film wirft einen Blick hinter die Kulissen der Royals. Darstellerin Helen Mirren als Elizabeth II. erhielt den Oscar. Am 12. November wird die preisgekrönte deutsche Produktion "4 Minuten" gezeigt, am 3. Dezember das Stasi-Drama "Das Leben der anderen". Eintritt: 6 E. -MarS Kommentar Info: Seniorenbeirat, Tel: 88 50 149

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