Reihenweise kaputte Gehwege - Innung sieht auch Schlamperei als Grund
24.01.2013 | 17:09 Uhr 2013-01-24T17:09:38+0100
Essen/Duisburg/Düsseldorf. Auf Gehwegen und Bürgersteigen offenbaren sich derzeit vielerorts in NRW zum Teil erheblich Schäden. Locker liegende Gehwegplatten werden zu Stolperfallen. Die Stadt Essen bestätigt mehr Schäden als sonst. In der Straßenbauer-Innung Essen sieht man als Grund dafür den Frost, aber auch Schlamperei.
Es macht derzeit viel Sinn, beim Spaziergang ein Fotohandy dabei zu haben. So jedenfalls empfielt es die in Düsseldorf ansässige Arag-Versicherung - "zur Beweissicherung". Hintergrund sind Gehwegschäden, die in diesen Tagen in vielen Städten an Rhein und Ruhr zu finden sind. Ob in Düsseldorf, Duisburg oder Essen: Auf Bürgersteigen liegen oftmals auch großflächig Gehwegplatten locker auf, deren Kanten zur Stolperfalle werden.
"Wir haben in diesem Jahr ein größeres Problem mit Gehwegplatten", bestätigt etwa Jeanette Kern, Sprecherin der Stadt Essen. Gut 150 Bürgerbeschwerden würden derzeit täglich im dortigen Amt für Straßen und Verkehr landen. Bisher habe man zudem acht Gehwegunfälle registriert wegen wackliger Gehwegplatten.
In Duisburg gingen aktuell bis zu 85 Beschwerden am Tag ein, sagt Sarah Mdaghi von den Wirtschaftsbetrieben: "Die Zahl der Schäden ist aktuell relativ hoch". Auch in Düsseldorf fallen viele Gehwegschäden ins Auge. In der städtischen Schadens-Datenbank seien aktuell 100 Gefahrpunkte auf Gehsteigen notiert, die mit Warnbaken gesichert seien, berichtet Roland Hahn, Vizechef im Amt für Verkehrsmanagement.
Kommunen sind verantwortlich für sichere Gehwege
Anders als beim Schneeräumen, zählt der Zustand der Gehwege zur "Verkehrssicherungspflicht" der Kommunen. Jetzt zu reparieren, "macht keinen Sinn", sagt Roland Hahn, "solange Frost herrscht". Das kalte Wetter und die lange Regenperiode im Dezember wiederum sind aus Sicht der Stadt Essen Grund dafür, dass viele Gehwege jetzt "aufplatzen".
Nach 30 bis 50 Jahren müssten Bürgersteige in der Regel saniert werden, erläutert Lutz Pollmann, Chef des Straßen- und Tiefbauverbands NRW. Dann sei der Untergrund so verdichtet, dass Wasser kaum noch abfließen und Frost die Platten nach oben drücken könnte. Dass Gehsteige mitunter schneller kaputt gehen, hat Gründe: zum Beispiel Baumwurzeln und defekte Wasserleitungen, auch parkende Autos. Lutz Pollmann: "Das hält kein Bürgersteig auf Dauer aus".
Moderne Bürgersteige sind haltbarer
Noch bis weit in die 1990er Jahre seien Gehsteige "ohne Trag- und Frostschutzschicht auf einer etwa fünf Zentimeter dicken Ausgleichsschicht aus Bettungsmaterial direkt auf dem anstehenden Boden verlegt worden", erklärt Sarah Mdaghi von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg. Das Ergebnis kann man jetzt sehen: Durch Frost und Tauwetter, aber auch durch Streusalz, gerät der Untergrund in Bewegung. Das führt zu Unebenheiten an der Oberfläche.
Moderne Bürgersteige heute seien haltbarer, sagt Mdagh. Sie würden "in der Regel aus Betonsteinpflaster auf einer Schotter-Tragschicht gebaut." Diese Tragschicht diene gleichzeitig dem Frostschutz und sei "durch eine kornabgestufte Mineralstoffzusammensetzung" wasserdurchlässig. Positive Folge: "Schadensbilder durch Frost sind auf diesen Flächen eher selten", sagt Mdaghi.
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21:51
Das "Gehwegplattenproblem" ist mir in den letzten Tagen auch aufgefallen.
Und zwar überall im Stadtteil hier verstreut, sowohl auf Gehwegen die letztes Jahr neu gemacht wurden als auch auf jahrealten.
17:39
In diesem Zusammenhang frage ich mich auch immer wieder warum Autos ganz auf dem Bürgersteig stehen müssen, so das es oftmal sogar Müttern mit Kinderwagen schwerfällt ungehindert oder anstossenderweise den Bürgersteig zu benutzen ..und nun stellt sich auch noch heraus das dieser Belastung durch abstellte Autos der Bürgersteig auf Dauer gar nicht stand hält
14:32
Irgendwas ist in diesem Winter in der Tat anders. In Herne gibt es plötzlich auch massenweise defekte Platten, die kippeln.
Ich glaube nicht, dass sich die Platten auf einmal "verabreden", das an vollkomen unterschiedlichen Stellen zu machen, weil dort jahrelang nichts gemacht wurde, oder irgendwie mal vor zig Jahren geschlampt wurde.
Das muss wirklich was mit Nässe und Frost zu tun haben. Gehwege, Fußgängerzone, sogar auf Privatgelände - überall plötzlich diese hochstehenden Platten.
13:38
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09:30
Deutschland ist mitlerweile echt erbärmlich - jeder rennt für irgend einen ****** zum Anwalt oder sucht die Schuld bei Anderen - Kann überhaupt noch irgendeiner was alleine ??- Selbst das laufen auf der Straße klappt nicht, weil eine Steinplatte nicht richtig liegt -
bla bla bla
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11:25
Lustig wird es dann, wenn man tatsächlich einmal diese Spezialistenkombos, die die Ausschreibungen gewonnen haben, in Regreß nehmen will und dann feststellen muß, dass die Firma unmittelbar nach der Baumaßnahme gelöscht wurde - oder man gleich in einem undurchdringlichen Gestrüpp aus ost- und südosteuropäischen Sub-Sub-Sub-Subunternehmen hängenbleibt.
und eine ausschreibung gewinnt der,der schon 12 insolvenzen auf der uhr hat.drunter geht nix.
11:44
Einfach Schild an den Ortseingang aufstellen: Betreten und befahren des öffentlichen Raumes- nur auf eigene Gefahr!
In ein paar Jahren sieht es hier genauso aus, wie DDR im Endstadium.
Warum so weit in der Historie zurück? In Gelsenkirchen ist das Pflaster am Bahnhofsvorplatz und Neumarkt - obwohl keine Platten - auch unter normalen Witterungsbedingungen (soweit man einen relativ milden Winter überhaupt für unnormal halten kann) für Rollstuhlfahrer oder Bürger mit Kinderwagen, Rollator usw. kaum passierbar .
ist heute alles hier schon so....während da alles vom Feinsten mittlerweile ist...
10:39
Genau, ich habe das auch beobachtet. Dieses Jahr ist es bei uns erlaubt Salz zu streuen. Ich habe noch nie so viele kaputte, gehobene Gehwegplatten gesehen. Komischerweise nur das, wo die Eigentümer Salz gestreut haben. Komisch.
Völliger Unsinn, am Salz liegt das bestimmt nicht
#20-1 :
Das wurde gegenüber #20 (gestern??) schon an anderer Stelle versucht zu erklären , was sichtbar und kläglich gescheitert ist - man kann nur staunen !
10:29
Und wieder einmal wird den öffenlichen Diensten zum Vorwurf gemacht, daß keine Gelder für Runderneuerungen da sind und die Vorgabe besteht, sämtliche Aufträge europaweit auszuschreiben, um dann den billigsten Anbieter wählen zu müssen. Sehr schlau.
10:29
Grund:
Weil sie abends hoch geklappt werden.
Da kann auch das Wasser anständig abfließen. Einfach nur zu faul die Leute heutzutage.