PCB-Fund bei Harmuth
Zur Zoomansicht 27.06.2012 | 10:10 Uhr 2012-06-27T10:10+0200Stefan Strüngmann, Geschäftsführer des Entsorgungsbetriebs Harmuth, zeigt die betroffenen Container.
Laut Harmuth-Geschäftsführer Stefan Strüngmann stammt das PCB-haltige Material aus der Geschwister-Scholl-Schule in Lünen und dem Bethesda-Krankenhaus in Duisburg. Es handele sich um Deckenplatten und Sandkristalle. Es sei nicht bekannt gewesen, dass das Material PCB möglicherweise PCB-haltig sei, so Strüngmann.

17:59
Nach geltendem Umweltrecht müssen ausgebaute Schadstoffe wie z.B. PCB an der Ausbaustelle sicher verpackt in abschließbaren Containern verbleiben, bis diese zur Verwertung, bei PCB sind dies zugelassene Verbrennungen, abtransportiert werden. Schadstoffe dürfen darüberhinaus erst ausgebaut werden, wenn der Entsorgungsweg feststeht und durch Aufsichtsbehörden abgesegnet ist. Die Firma Harmuth hat in diesem Fall gegen mehrere gesetzliche Bestimmungen verstossen. Die Staatsanwaltschaft hat hier also einiges zu tun.
die PCB-haltigen Baustoffe ausgebaut ? Mit Sicherheit nicht?
Für mich klingt die Version der Fa. Harmuth, nachdem erst an der Anlage in Essen durch einen Harmuth-Mitarbeiter festgestellt wurde, daß es sich um PCB-haltige Abfälle handelt, durchaus schlüssig.
Es wäre nicht das erste Mal, daß eine Baufirma dem Entsorger andere Abfälle unterjubeln möchte, als vorher avisiert wurden.
Nur so zur Info :
Ich bin kein Mitarbeiter der Fa. Harmuth, kann aber auf jahrelange Erfahrung in der Disposition eines großern Entsorgungsunternehmens zurückblicken.
Wie auch schon an anderer Stelle geschrieben : Wenn Harmuth die Abfälle illegal entsorgen wollte, hätte sie dies schon längst getan und die Container nicht sichergestellt !