OB geht zurück auf Los
31.08.2010 | 12:38 Uhr 2010-08-31T12:38:00+0200
Essen.Stadionbau soll wie geplant an der Hafenstraße erfolgen. Alternative Standorte sind „kurzfristig nicht verfügbar“ .
Als er zu seinem Alleingang übers Spielfeld ansetzte, standen die Kritiker schon kopfschüttelnd an der Seitenlinie: Was das denn soll, ein neues Gelände für den Neubau des städtischen Stadions zu suchen, wo man doch ein Traditions-Areal an der Hafenstraße vorweisen kann...?
Reinhard Paß (SPD) ließ sich nicht beirren, sprach von einer „historischen Chance“ und dem „Charme eines Neuanfangs“, teilte die städtebaulichen Hoffnungen von Planungsdezernent Hans-Jürgen Best und überhörte geflissentlich die skeptischen Kommentare aus der Sportverwaltung. Und nun, gut zehn Wochen nach dem Start der zwischendurch nochmals verlängerten Standortsuche ist der Oberbürgermeister doch wieder dort angekommen, wo der Sturmlauf begann: am Georg-Melches-Stadion, oder genauer, ein paar Meter daneben.
Alle Standort-Alternativen seien letztlich daran gescheitert, „dass die Grundstücke kurzfristig nicht verfügbar sind“, so ließ der OB in einer dürren Meldung verlauten. Eine prominentere und weithin sichtbare Stelle hätte er zwar besser gefunden, er „akzeptiere“ aber das Ergebnis.
Eines, von dem Kritiker sagen, dass es schon vorher auf der Hand lag, weshalb man Paß zwischenzeitlich vorwarf, das Projekt absichtlich verzögern zu wollen. CDU, Grüne und FDP zwangen die SPD sogar, in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause Farbe zu bekennen und – anders als der OB – am Standort Hafenstraße festzuhalten.
Dass er sich da arg verdribbelt hat, lässt Paß auch im Nachhinein aber nicht gelten. Schließlich waren der städtischen Grundstückstochter GVE, die als Bauherrin des Stadions auftreten soll, bislang eh die Hände gebunden: Die Kommunalaufsicht hatte einen kreditfinanzierten Baubeginn so lange untersagt, wie sich die Stadt in der drohenden Überschuldung befindet.
Doch dieser Zustand ist passé, wenn die Bezirksregierung in dieser Woche wie angekündigt die finanziellen Fesseln lockern sollte. „Dann gilt wieder der letzte Befehl“, wie Paß es formuliert, also der Ratsbeschluss vom 30. Juni, sich „unverzüglich“ an den Stadionbau zu machen.
Immerhin sind auch schon rund drei Millionen Euro in den Teilabriss des alten Stadionrunds und die Geländeaufschüttung geflossen. Offen ist jetzt noch, ob das Stadion – so wie ursprünglich geplant – in einem Rutsch gebaut wird oder ob das 31-Millionen-Euro-Projekt angesichts der sportlichen Fünftklassigkeit der rot-weißen Kicker besser in Bauabschnitten verwirklicht wird.
So könnte theoretisch mit dem Bau der Haupttribüne und der Gegengeraden begonnen werden, was die Baukosten um ein Fünftel drückt. Das Problem: Gerade an den Kopfseiten sollen jene Stehplätze entstehen, die für das Vorhaben als unerlässlich gelten, um den Stadionbesuch für die Fans preisgünstig zu gestalten.
Ein neuer Ratsbeschluss gilt hierfür aber als nicht nötig, schon ein Beschluss im GVE-Aufsichtsrat könnte reichen, heißt es.
Und die Sorge, Paß würde dazwischengrätschen? Ist unbegründet, sagt Paß selbst, „da gibt es nix zu hakeln: Wir haben nur andere Chancen geprüft, da wäre keine Aufregung nötig gewesen.“
00:37
Fans sind sehr egoistisch
22:33
@ joker48, irgendwie hab ich den Eindruck, dass Sie doch nicht sooo ganz mit Rot-Weiss Essen abgeschlossen haben. Denn sonst würden Sie nicht jede kleinste Zeile vom RWE aus der WAZ/Reviersport förmlich aufsaugen. Sie wissen, dass unsere Fans sich nicht von anderen Vereinen unterscheiden. Aber wem erzähl ich das?
Vielleicht machen Sie nochmal einen Abstecher ins altehrwürdige GMS! Sie werden überrascht sein, wie viele normale Fans sich dort tummeln...
milohei, Essen
20:26
#3 joker48
Dann lass mal die schwarz-weissen zufrieden sein mit ihren 300 Zuschauern. RWE hat da schon ganz andere Ansprüche. Und jetzt wird erst mal seit 30 Jahren das Stadion gebaut. Andere Investionen wie Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen und Migrantenintegration sind danach dran, habe ich nichts dagegen.
Übrigens finde ich es sehr gut, daß du nicht in Essen wohnst. Ehrlich.
14:57
@joker48
du bist einfach nur dumm.
14:51
@7
Peinlich wäre es gewesen, wenn du noch in Essen wohnen würdest. Selten eine so gequirlte KXXXe gelesen.
14:33
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14:20
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14:12
Dieses jetzige Stadion ist für eine Stadt wie Essen einfach nur erbärmlich! Als Essener (ich komme vom Niederrhein) würde ich mich schämen, meinen Gästen (und dies sind Fans der gegnerischen Mannschaft und auswärtige RWE Fans) ein solches Umfeld anzubieten.
Diese Situation muss einfach jedem/r Essener Bürger/in (auch aus dem Essener Süden) peinlich sein.
14:08
Und zur Migrantenintegration: Schauen Sie sich einmal die Namen der Spieler in den Jugendmannschaften an. Da finden Sie oft 70-80% Spieler mit Migrationshintergrund. Wer holt diese Jungs von der Straße?! RWE!
14:05
Kein Verein mit Ambitionen?! Welcher Verein hat die größte Jugendabteilung der Stadt?! RWE! Welcher Verein spielt mit seinen Jugendteams in den höchsten Klassen?! RWE! Welcher Verein hat selbst in der fünften Liga tausende Zuschauer mehr als so einige Zweitligisten?! RWE! Welcher Verein wird bundesweit als Erstes und Einziges mit der Stadt Essen in Verbindung gebracht?! RWE! Welcher Verein hat eine junge deutsche Mannschaft, die erfrischenden Offensivfußball spielt?! RWE! und welcher Verein wird aller Voraussicht nach Ende des Jahres schuldenfrei sein?! RWE!
Die ganze Fußballabteilung des ETB existiert doch nur in ihrer Konkurrenz zu RWE. Und bald hat sich auch das sportliche Verhältnis wieder eingerenkt. Dann dem ETB weiterhin viel Spaß vor 250 Zuschauern herumzukrebsen.