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Neue Betrugsmasche mit Reinigungs-Services in Essen?

20.01.2012 | 08:00 Uhr
Neue Betrugsmasche mit Reinigungs-Services in Essen?
Ungefragt heftet eine Reinigungsfirma Zettel an die Haustür auf denen sie ankündigt, wann sie vorbeischauen will.

Essen.   Ein NRZ-Leser fand die irritierende Ankündigung eines angeblichen Reinigungs-Services an seiner Haustür. Die Verbraucherzentrale warnt vor einer eventuell neuen Betrugsmasche. Schützen könne man sich am besten, in dem man auf dubiose Schreiben überhaupt nicht reagiert.

Putzen ist nicht jedermanns Sache. In solchem Fall greift Mann oder Frau gerne zu bezahlten Fachkräften. Nichts Ungewöhnliches. Komisch wird es, wenn sich eine Reinigungsfirma ohne Auftrag für einen jährlichen Servicetermin mit einem an der Haustür klebenden Wisch ankündigt – wohlgemerkt ohne Adresse und ohne Namen irgendeines Mitarbeiters, den man empfangen soll. Lediglich eine Telefonnummer mit Essener Vorwahl ist zu finden, unter der im Falle des Verhindertseins ein neuer Termin abgestimmt werden kann.

Solch eine Mitteilung pappte dieser Tage bei einem NRZ-Leser in Steele an der Haustür (siehe Foto). „Einen jährlichen Servicetermin einer Reinigungsfirma gab es bislang nicht“, sagt er. Ferner sei die Anrede verblüffend, im Haus wohnten nur Wohnungseigentümer.

„Vor circa einer Woche befand sich auf unserem Anrufbeantworter eine Mitteilung, dass eine SMS für uns hinterlegt ist. Die Computerstimme ordnete an, man solle die Zahl ,1’ drücken. Das sollte in Verbindung mit dem Anruf geschehen. Der Anruf kam von einer Nummer mit den selben Anfangsziffern wie auf dem Wisch“, berichtet er irritiert. Angerufen hat er bei beiden nicht – aus Angst, in eine Kostenfalle zu tappen.

Keinen Kontakt aufnehmen

Diese womöglich betrügerische Zettel-Masche kennt Doris Grzegorczyk von der Essener Verbraucherzentrale noch nicht. Sie warnt aber: „Verbraucher können sich nur schützen, wenn sie keinen Kontakt aufnehmen.“ Selbst bei einer vermeintlichen Ortsnummer könne man, ohne es zu merken, auf eine teure 0900er-Nummer weitergeleitet werden. Bei seriösen Anbietern sei die Adresse vermerkt.

Nicht nur Telefoncomputer, sondern auch reale Personen könnten am Ende der teuren Leitung sitzen. Einmal in die Falle getappt, sei man bei seinem Telefonanbieter zur Zahlung verpflichtet, wenn die Verbindung auf dem Einzelverbindungsnachweis auftauche.

Grzegorczyk und ihre Beraterkollegen, die sich relativ oft mit dem Thema Telefonabzocke beschäftigen müssen, raten dann zu einer Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs. „Es gibt immer wieder solche Versuche. Die Leuten merken es meist erst bei der Telefonrechnung“, sagt Polizeisprecher Lars Lindemann. Anzeigen zum aktuellen Sachverhalt lägen nicht vor, die Masche mit der Aufforderungs-SMS sei bekannt. Er rät bereits bei Verdacht zur Anzeige.

Masche zur Kundenakquise?

Die NRZ fand jedenfalls bei der Recherche den Reinigungs-Service nicht. Bei Testanrufen meldete sich eine Frau und erklärte, dass man ein neuer Reinigungsdienst sei und zur Kundenakquise diese Praxis durchführe. Beim zweiten Versuch antwortete ein Mann.

Eine Auskunft zur Adresse des Betriebs wollte er nicht geben, sondern verwies ausweichend auf eine Kollegin, die die Redaktion angeblich zurückrufen wolle. Dies geschah jedoch nicht. Keine saubere Sache? Da bleibt nur der Griff zum Mopp, statt zum Telefonhörer.

Tim Walther

Kommentare
20.01.2012
14:50
Telefonnummer?
von TrollUser | #3

Also, hier wird die möglichkeit erwähnt. Aber nicht, dass deise Nummer tatsächlich Kosten verursacht. Der zusammenhang ziwschen der SMS und der Nummer auf dem Werbezettelchen ist auch sehr an den Haaern herbeigezogen "selben Anfangsziffern ".

Wieso steht hier nicht tatsächlich die Vorwahl der Nummer, und die damit verbundennen Kosten? Fakten statt Mutmaßungen ....

20.01.2012
11:23
Da kommt keiner mehr...
von pennyislackerseineenkel | #2

@ Buerokrat:

Es geht hier wohl eher um die Telefonnummer, die man für teures Geld anrufen soll. Nicht darum, den Leuten die Bude auszuräumen... da kommt keiner vorbei, da meldet sich keiner zurück, warum auch? Ist doch klar, wenn es eh keinen Servicetermin gibt und die Leute doch mit einem vermeintlichen Termin "angesprochen" werden. Klappt bestimmt super in so Buden, wo keiner mit dem anderen spricht, man die Hausverwaltung nur von Zetteln im Aushang her kennt und die sich auch sonst um nix kümmern.

20.01.2012
10:09
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Name von Moderation entfernt | #1

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2012-01-20 08:00
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