"My Popcorn" aus Essen will mit Gourmet-Popcorn den Markt erobern
28.01.2011 | 19:09 Uhr 2011-01-28T19:09:00+0100
Essen. Mit „My Popcorn“ wollen vier Essener Jungunternehmer den deutschen Popcorn-Markt erobern. Die Geschäftsidee: Gourmet-Popcorn aus französischem Puffmais in bislang 19 Geschmacksrichtungen - darunter Karamell, belgische Konfitüre oder Schokosplitter.
Vorsichtig greift Mario Cale in eine frisch befüllte Popcorntüte, denn ein goldgelbes Puffmais-Exemplar sticht ihm ins Auge. „Es hat nicht richtig gepoppt und kommt mir nicht in die Tüte“, sagt der 30-jährige Heisinger, der noch bis vor einem guten Jahr als Eventmanager seine Brötchen verdiente. Heute bestreitet Cale seinen Lebensunterhalt im weitesten Sinne mit Backen, denn er ist so etwas wie ein Popcorn-Bäcker. Eine Reise nach Amerika brachte ihn zum güldenen Korn, sein Büro in der ehemaligen Coca-Cola-Hauptverwaltung an der Max-Keith-Straße zu vier Geschäftspartnern. Zusammen gründeten sie vor einem Monat „My Popcorn“. Ihr einziges aber zuckersüßes Produkt: „Gourmet Popcorn“ mit Mais aus dem sonnigen Süden Frankreichs, belgischer Konfitüre und Karamell. Damit will das junge Unternehmen nun locker-flockig den deutschen Popcorn-Markt erobern.
Es ist drei Jahre her, als Mario Cale mit seinem Cousin für ein paar Tage nach New York flog. An einer Straßenecke kam ihm die Idee fürs gepoppte Luxuskorn: „Die Amis sind verrückt nach Popcorn. In den Staaten gibt’s Variationen, von denen hab’ ich bisher nur geträumt.“ Und so brachte der 30-Jährige statt eines Koffers mit Souvenirs eine Geschäftsidee aus den Staaten mit.
Gesalzen oder gezuckert? – Diese Frage stellt sich bei den Popcorn-Machern von Bergerhausen nicht, produziert man doch im ehemaligen Coca-Cola-Haus nur süße Ware. Ob mit Karamell, Vollmilchschokolade, Mandelsplittern oder Haselnussraspeln – „bei uns gibt’s bisher 19 Geschmacksrichtungen (siehe Box). Jedes Popcorn wird von uns in Handarbeit hergestellt“, betont Cale. Wert legt der Jungunternehmer dabei vor allem auf die Popquote, die manchen Kunden im ersten Augenblick Fragezeichen ins Gesicht treibt. Dann löst er immer auf: „Bei uns gibt’s 99 Prozent kernfreies Popcorn. Das ist unsere Popquote.“
Die feinen Unterschiede
Bevor Mario Cale „My Popcorn“ gründete, hat er über ein Jahr lang mit seiner heutigen Geschäftspartnerin Stephanie Abraham am Produkt aus Karamell, Mais, Schokolade und weiteren Zutaten experimentiert, die feinen Unterschiede zum üblichen Kino-Popcorn gesucht und gefunden:
Geschmäcker sind verschieden, das gilt auch für Popcorn. Während mancher Gaumen sich mit Karamell-Popcorn zufrieden gibt, bevorzugt der andere Puffmais mit Vollmilch- oder weißer Schokolade, mit Kokos- oder Haselnussraspeln, Mandelsplittern, Zartbitter-, Erdbeer, Cappuccino-, oder Karamellschokolade. „My Popcorn“ rühmt sich, für alle Geschmäcker etwas Passendes im Sortiment zu haben. 19 Sorten sind’s bisher, weitere sollen in Kürze folgen. Infos unter: www.mypopcorn.eu
„Exklusivität und Geschmack!“ Zum einen würde niemand gerne auf Maiskörner beißen, wenn er Popcorn isst, zum anderen ist gepoppter und karamellisierter Puffmais mit Schokolade für ihn eine Art Belohnung. „Das ist wie mit Pralinen, die gönnt man sich auch nicht jeden Tag“, sagt Cale. Vertrieben wird das „Gourmet Popcorn“ bisher nur übers Internet; eigene Popcorn-Läden, Kooperationen mit Essener Unternehmen seien in der Planung. „Wir gehen es ganz langsam an, ein Schritt nach dem anderen“, betont Jan-Philip Ziebold, Mit-Inhaber und Geschäftsführer der Trivari Mediengruppe. Von Werbung habe er eine Ahnung und von Vermarktung: „Wir nutzen Synergien hier im Haus, denn hier gibt’s viele junge Unternehmen.“
Geplant sind Popcorn-Varianten für Kinder, etwa mit kleinen Schoko-Tierchen, und eine Luxus-Edition. „Es gibt Leute, die zahlen für eine Currywurst mit Blattgold 12 Euro. Wir können das auch mit Popcorn!“, sagt Ziebold lachend. Doch das wird dann sicher teurer sein als das normale „Gourmet Popcorn“. Es kostet zwischen 2,59 Euro bis 4.59 Euro für 180 bis 200 Gramm, abhängig von den Zutaten.
14:20
Die Überschrift gefällt mir ;o)
13:04
Wow etliche Jahre nach MyMuesli kommt ein weiterer CopyCats im Masscustomizing. Vielleicht ist die nächste Idee ja der Verkauf von Büchern über das Internet oder eine Versteigerungsplattform für gebrauchte Dinge?