Mit dem Stadion vorweggehen
31.08.2010 | 20:32 Uhr 2010-08-31T20:32:00+0200
Essen.Die Kommunalaufsicht hat den Weg zum Stadion-Neubau sowie für andere Investitionen frei gemacht – doch der Sport soll weiter sparen. Schon am 3. September soll dann der Aufsichtsrat der GVE die Bauabfolge auf dem Areal diskutieren.
Der Weg zum Neubau des Stadions an der Hafenstraße ist frei: Nachdem die Kommunalaufsicht am Dienstag die finanziellen Fesseln der Stadt gelockert und ihr wieder erlaubt hat, Kredite aufzunehmen, signalisierte auf NRZ-Nachfrage Planungsamts-Leiter Thomas Franke, dass „in Kürze“ auch die Baugenehmigung vorliegen wird. Nur einige Restaufgaben seien noch abzuarbeiten, darunter aber „nichts Unlösbares“.
Schon am 3. September soll dann der Aufsichtsrat der städtischen Grundstücksgesellschaft GVE die Bauabfolge auf dem Areal diskutieren. Dazu wurde der prozentuale Anteil jedes der neun Baulose an den Gesamtkosten ermittelt. So schlägt die Haupttribüne mit dem so genannten Warmgebäude mit rund 50 Prozent der kalkulierten 31 Millionen Euro zu Buche, die Gegentribüne mit etwa 15, Gast- und Heimtribüne mit je rund 10 Prozent und die Außenanlage samt Parkplätzen mit 7 Prozent. Erschließungsstraße und Spielfläche sowie die Außenanlage innerhalb des Begrenzungszauns machen den Restbetrag aus.
Fest steht, dass summa summarum im ersten Abschnitt rund 80 Prozent der Kosten anfallen werden – und dass ein abschnittsweiser Bau das Projekt eher teurer als billiger machen wird, detaillierte Angaben stehen gleichwohl noch aus.
Das alles andere als unumstrittene Stadion-Projekt an der Hafenstraße reiht sich dabei ein in eine Sport- und Bäderlandschaft, die weniger denn je auf Rosen gebettet ist: Mit dem Segen der Bezirksregierung für das aktuelle Sparkonzept werden zwar auch jene fünf Millionen Euro frei, mit denen die Stadt Kunstrasenfelder bauen sowie vielerorts Umkleiden und Turnhallen sanieren will. Die Freigabe steht aber unter dem Vorbehalt, dass die Stadt bis zum Jahresende ein aktualisiertes Sport- und Bäderkonzept vorzulegen hat, „das vom Einsparvolumen auch langfristig mindestens dem bisherigen Niveau entspricht, aber auch künftige Investitionsbedarfe realistisch benennt“.
Ob und wie viel Platz da dann noch für den Fortbestand des Freibads Dellwig („Hesse“) bleibt, zumal die Schließung des Bads am Südpark fest eingerechnet ist – darüber mochte Oberbürgermeister Reinhard Paß gestern nicht spekulieren. Immerhin, die Aufsicht winkt schon mit dem Zaunpfahl: Sollten der Stadt im Sportbereich die Kosten aus dem Ruder laufen, so schreibt Regierungspräsidentin Anne Lütkes, „sehe ich mich für das Jahr 2011 an meine bisherigen Zusagen nicht mehr gebunden“.
19:44
Unter den 50 gößten Städten Deutschlands gibt es nur eine Stadt die kein funktionsfähiges Stadion vorzuweisen hat,Essen!!!!!! Wenigstens ein Stadion muß für eine so große Stadt selbstverständlich sein genau wie ein Kino,Schwimmbad,Kirche,Theater.......
Wenn es schon ein weiteres Stadion gäbe könnte man die Kritiker verstehen,so nicht ! Und Das hat nichts mit RWE zutuen.
16:30
Tatsächlich wird in Essen bereits 40 Jahre über ein neues Stadion geredet. Die Politik hat diese Notwendigkeit immer bescheinigt - nur passiert ist nie was. Die vorhandenen konkreten Stadionpläne sind auch schon seit 10 Jahren in der Diskussion. Es wurde wirklich Zeit, dass man in Essen diesen Schritt geht. Ich wohne zwar nicht mehr in Essen, sondern in Bayern, aber deshalb kann ich bescheinigen, RWE ist noch immer ein gutes Aushängeschild für die Stadt.
Diese Investition wird sich lohnen!
15:45
Brot und Spiele für das Volk!
14:29
So weit so gut ! Also bekommen Schonnebeck und FC Kray die zugesagten Kunstrasenplätze , was notwendig und OK ist . Allerdings geht mir die Sache mit Hesse auf die Nerven. Jetzt geht hier die Diskusion wieder los - wann erfolgt eigentlich mal etwas mit Nachhaltigkeit bei dieser Sache. Mit diesem Dauerthema werden Ratsitzungen für andere Dinge blockiert. Ferner scheint immer noch nicht das Sparpotenzial - und ich schließe das Südbad sowie die Oase aus - erbracht worden zu sein . Zudem sehe ich hier einen erheblichen Interessenkonflikt zwischen dem Betreiber und der Politik , was im Detail jeder für sich bewerten darf.
13:01
Ganz Deutschland lacht nicht über die Bruchbude an der Hafenstrasse.
Ganz Deutschland lacht darüber, dass eine handvoll RWE-Fans eine ganze Stadt immer weiter ins lächerliche ziehen.
09:06
@11
Auch wenn das Stadion nicht gebaut werden würde, dann gäbe es für die gesparten 31 Mio. nicht einen Kita Platz mehr als jetzt. Wann versteht ihr das endlich?
@17
Ein Essener Stadion heisst doch nicht das alle Essener Vereine dort spielen dürfen, sondern das ganz Essen davon profitiert. Spielen werden dort der RWE und die Bundesliga Damen der SG Schönebeck,aber dann hat man auch mal wieder die möglichkeit evt. ein Länderspiel zu bekommen sei es der Damen oder Herren oder vielleicht auch mal wieder ein vernünftiges Open Air Konzert usw.
Ein neues Stadion für Essen ist längst überfällig und hat rein garnichts mit der Ligen zugehörigkeit des RWE zu tun sondern mit der verbesserung der Infrastruktur in unserer Stadt.Versteht das doch endlich. Ganz Deutschland und darüber hinaus wird über die Bruchbude an der Hafenstr. gelacht und das wird nicht mit RWE in verbindung gebracht sondern mit der STADT Essen.
08:10
Ein ESSENER Stadion, wer darf denn da spielen? Jeder Essener Verein, das ist aber mal ein ganze tolle Idee. Nur wie das organisieren?
07:52
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06:45
Verdammt nochmal, das ist kein RWE Stadion, sondern ein ESSENER Stadion. Und das ist auch gut so. Und schön für RWE. Ewige Nörgler, verdammt nochmal
01:48
Schwimmbäder werden auch so zu gemacht ohne das dass stadion überhaupt steht^^...