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Zauberei

Magierin aus Essen macht sich als „Lady Amila“ einen Namen

12.07.2012 | 16:00 Uhr
Magierin aus Essen macht sich als „Lady Amila“ einen Namen
Foto: Ulrich von Born

Essen.   Annika Lehnert aus Essen-Horst reist als Magierin und Illusionistin um die Welt. In der Männerdomäne Zaubern hat sie sich als „Lady Amila“ mit verblüffenden optischen Täuschungen einen Namen gemacht. Aber nur bei Erwachsenen, denn für Kinder zaubert sie nicht. Verständlich bei Nummern wie einer Selbstenthauptung.

„Kopfabreißen finde ich toll“, sagt Annika Lehnert, während die 29-jährige Blondine genüsslich im Café an ihrem Kaffee nippt. Befürchtungen, dass die Polizei angesichts solcher Aussagen mal bei ihr vor der Tür steht, braucht sie aber nicht zu haben. Denn: Unter dem Künstlernamen „Lady Amila“ schlüpft sie in die Rolle der Mentalmagierin und Illusionistin – und liebt es dabei die menschliche Wahrnehmung auf die Probe zu stellen. Aber nur bei Erwachsenen, denn für Kinder zaubert sie nicht. Verständlich bei ihrer wohl spektakulärsten Nummer: Sie enthauptet sich selbst und schafft es kopflos auf einem Stuhl sitzend noch ein Glas Wein zu trinken. Alles nur Show? Ja, aber auch harte Arbeit: „Acht Monate habe ich gebraucht, bis das saß“.

Bisher nicht im GOP-Varieté aufgetreten

Es ist nichts für Zartbesaitete, was die Wahl-Essenerin, die im Stadtteil Essen-Horst wohnt, so alles in ih­rem Programm hat: etwa eine Entfesselungsnummer, bei der sie fast in einer durchsichtigen mit Wasser gefüllten Säule ertrinkt, aber mittels Gedankenkraft ihre Hände aus den mit einem Nummernschloss versehenen Ketten befreit. Gern tritt sie mit High-Heels an den Füßen auch auf Plastikbecher. Langweilig, mag man denken, wäre nicht unter einem der Becher ein langer spitzer Nagel, den es für sie gilt unter lauter Bechern herauszufiltern. Und dann wäre da noch ihr Paradestück als kopflose Schönheit. Anfang Mai wurde sie damit gar in eine TV-Show in Südkorea eingeladen. „Ich wurde vier Tage lang wie ein Star behandelt“, erzählt sie stolz.

Seoul, Las Vegas, Hamburg – mit ihrer Zauberei reist die gebürtige Münsterländerin aus Rheine um die Welt. Die Heimat ist ihr dennoch am liebsten: „Wir haben das Glück, dass es in Deutschland viele Varietés gibt“, berichtet Amila (ägyptisch: die Glückliche) über das Angebot an Engagements. Vieles hat sie bereits in ihrem Lebenslauf stehen: Freizeitparks , Varieté-Auftritte oder Unternehmen, die sie für Veranstaltungen gebucht haben. Im heimischen GOP-Varieté an der Rottstraße ist Annika Lehnert bisher leider noch nicht aufgetreten.

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