Kauflaune der Verbraucher in Essen ist ungebremst
13.12.2011 | 09:55 Uhr 2011-12-13T09:55:00+0100
Essen. Hunderttausende Menschen nutzten bisher in Essen die Adventswochenenden und den verkaufsoffenen Sonntag, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen.
Essen geht aus, drängelt sich durch die Fußgängerzone der Innenstadt und kauft sich Tütenweise durchs Sortiment der Läden und Kaufhäuser. Pausiert wird zwischendurch gerne unter Freiem Himmel, etwa bei „Toscani de Lorenzo“, wo viele Gäste die herbstlich-milden Dezember-Temperaturen nutzen, um auf der Kettwiger Straße Eis zu schlemmen. Das kauffreudige Treiben kannte keine Grenzen. Hunderttausende nutzten bisher an den Advendswochenenden die Chance, ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen und bescherten dem Handel sehr gute Umsätze.
Oliver Grünwald, Manager der Rathaus Galerie, wusste zeitweise gar nicht wohin mit den Menschenmassen: „Unser Parkhaus war voll bis auf den letzten Platz.“ Der Renner in der „Galeria Kaufhof“ ist Parfüm. „Die Kunden wollen vermeiden, dass sie kurz vor dem Fest leer ausgehen, weil dann vielleicht ihr Lieblingsprodukt ausverkauft ist“, sagt Kaufhof-Chef Ralf-Peter Irrenberg. Bei ihm seien „Ice-Watch“-Uhren stark nachgefragt. „Es ist wohl modern, sich für jedes Outfit eine Uhr in einer anderen Farbe zuzulegen“, vermutet er.
"Kaufkraft ist in Essen vorhanden"
Insgesamt würde das Weihnachtsgeschäft bisher „hervorragend“ verlaufen, sagt Marc Heistermann, Chef beim Einzelhandelsverband Ruhr. Der untypisch warme Winter habe aber viele bisher davon abgehalten, Wintertextilien zu kaufen. „Das Geld geben sie derzeit lieber für andere Produkte wie etwa für Bücher und Elektronik aus. Kaufkraft ist in Essen vorhanden.“ Dass Banken nur geringe Sparzinsen bieten, steigere die Kauflaune. Heistermann: „Die Krise auf den Finanzmärkten schlagen sich im Essener Einzelhandel nicht durch.“ Der Innenstadt-Weihnachtsmarkt würde stärker als in den Vorjahren Gäste auf die Einkaufsstraßen locken. Die Essen Marketing GmbH zieht positive Zwischenbilanz nach den ersten drei Marktwochen: Mit 22.220 Busreisenden liegt der Wert fast so hoch wie 2010.
Boom bei Gutscheinen
Nach einer Panne zur Eröffnung, erfreut sich die Filiale der Textilkette „Primark “ an der Kettwiger Straße über ein dauervolles Haus. In das Einkaufszentrum „Limbecker Platz“ kamen allein am Samstag mehr als 100.000 Kunden. Centermanagerin Claudia Theisel: „Wir liegen bei unseren Besucherfrequenzen über den des Vorjahres – im Durchschnitt acht Prozent mehr.“ Apple-Produkte und die Biografie von Firmengründer Steve Jobs seien stark nachgefragt. „Einen richtigen Boom gibt’s bei Gutscheinen; wir verkaufen 20 Prozent mehr als 2010“, sagt Theisel. Gefragt ist die Jobs-Biografie auch in der Mayerschen Buchhandlung, ebenso E-Book-Reader. „Ich rechne damit, dass die Geräte vorm Fest ausverkauft sind“, so Konstanze Hüll von der Filialleitung.
Guido Zakrzewski, bei der Industrie- und Handelskammer Essen zuständig für Handel und Dienstleistungen, registriert, dass die Verbraucher immer mehr Wert auf Qualität und Herkunft der Produkte legen: „Sie kaufen außerdem lieber etwas Großes ein als zehn kleine Geschenke.“ Essen sei in den vergangenen Jahren als Einkaufsstadt durch neue Shopping-Zentren und Geschäfte in der Innenstadt sowie exklusiven Läden in den Stadtteilen wieder beliebter geworden. „Wir haben in Essen das ganze Spektrum abgedeckt – von günstig bis hochpreisig“, sagt Zakrzewski.
Aufschwung wird an Dynamik verlieren
Die Konjunkturerholung sei dieses Jahr deutlich zu spüren und die Stimmung in den Firmen durchweg gut, betont Ulrich Kanders, Hauptgeschäftsführer des Essener Unternehmensverbandes (EUV), der etwa 300 Firmen betreut: „Dennoch werden das Fest und der Jahreswechsel in den Firmen leiser und zurückhaltender gefeiert.“ War 2010 geprägt von der Erleichterung darüber, die Krise mit einem blauen Auge überstanden zu haben, trübe die Euro- und Staatsschuldenkrise die Stimmung und sorge für Ungewissheit. „Der Aufschwung wird 2012 nicht abbrechen, aber an Dynamik verlieren“, erwartet Kanders.

11:36
Dieser Artikel bestätigt meine Erfahrung vom We. Und er bestätigt auch meine Meinung, dass sich Essen trotz ein paar Leerständen und Billigläden eindeutig im Aufwärtstrend befindet. Leider gibt es Menschen, die unsere Stadt gerne vorm Abgrund sehen würden, aber zum Glück ist das Gegenteil der Fall.
10:04
Jute Bilanz für essen! Wobei man nicht vergessen darf das im letzten jahr der winter die kunden aus den städten fern gehalten hat und dieses jahr das wetter besser ist. Doch der essener weihnachtsmarkt und die city kommen immer besser bei den leuts an was schön für essen ist. Blöd das immer mehr gutscheine gekauft werden. Müssen die leuts noch weniger über ihre familie nachdenken. Es lebe der konsum :-))
Dieser Artikel bestätigt meine Erfahrung vom We. Und er bestätigt auch meine Meinung, dass sich Essen trotz ein paar Leerständen und Billigläden eindeutig im Aufwärtstrend befindet. Leider gibt es Menschen, die unsere Stadt gerne vorm Abgrund sehen würden, aber zum Glück ist das Gegenteil der Fall.