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FC Kray soll nach Aufstieg auch im RWE-Stadion spielen

13.06.2012 | 06:00 Uhr
Die Kray-Arena an der Buderusstraße - in der kommenden Saison spielt der FC Kray hier in der Regionalliga.Für so genannte Brisanzspiele wird der Aufsteiger ausweichen müssen. Foto: Jennifer Rüdinger/WAZ FotoPool

Essen.   Der FC Kray wird als Aufsteiger in die Regionalliga künftig öfter vor erheblich mehr Zuschauern spielen als bisher. Sicher ist: Die Arena an der Hafenstraße soll für das Heimderby gegen RWE genutzt werden. Der FC Kray will 600 Sitzplätze zur kommenden Saison anbieten, mit dem 105 000 Euro teuren Tribünen-Bau wurde bereits begonnen.

Kray-Arena - so nennen sie die Spielstätte des frischgebackenen Aufsteigers von der Buderusstraße, was trotz des schmucken Kunstrasens etwas dick aufgetragen klingt. Es ist nicht lange her, da kickte der FC Kray hier als Landesligist noch auf Asche. Und in der kommenden Saison spielt der frischgebackene Doppelaufsteiger gemeinsam mit Rot-Weiss Essen in der Regionalliga. Im selben Stadion?

Die Mannschaft von Trainer Dirk Wißel hatte die Sensation am vergangenen Sonntag im Stadion am Uhlenkrug gerade erst perfekt gemacht, da erreichten die Redaktion zur Veröffentlichung erste Glückwünsche - verbunden mit einer Erwartungshaltung: Nun könne das neue Stadion seinem Namen als Stadion für die ganze Stadt gerecht werden, schrieb Hans Peter Leymann-Kurtz, Sprecher der Fraktion Die Linke im Rat der Stadt. Er persönlich freue sich auf die Heimspiele des FC Kray an der Hafenstraße. Fast schon gebetsmühlenartig predigen die politischen Entscheidungsträger über alle Fraktionen hinweg, dass die neue, 40 Millionen Euro teure Arena in Bergeborbeck eben kein RWE-Stadion sei. Da kommt der erfrischende Aufsteiger aus Kray offenbar gerade Recht.

Die Hütte dürfte beim Derby voll werden

Krays Präsident Günter Oberholz hält bei aller Euphorie den Ball lieber flach. Klar, auf die beiden Derbys gegen die Rot-Weißen freue sich wohl jeder Fußballfan in Essen. Und was läge näher, als dass der FC sein Heimspiel gegen RWE an der Hafenstraße austrägt? Die Hütte dürfte voll werden. Fest steht: Die Kray-Arena wäre definitiv zu klein und würde die Auflagen von Polizei und Westdeutschem Fußballverband hinsichtlich Fan-Trennung und Sicherheit nicht erfüllen. Zwischen 600 und 1000 Zuschauer wurden in der abgelaufenen Saison an der Buderusstraße gezählt. 1500 fänden Platz. Parkplätze sind knapp rund um die Buderusstraße.

Günter Oberholz geht davon aus, dass der FC seine Heimspiele gegen Mannschaften, die nur wenige Fans mitbringen, wie die Zweitvertretungen der Bundesliga-Teams, in der Kray-Arena wird austragen können. 600 Sitzplätze will der Club zur kommenden Saison anbieten, mit dem 105 000 Euro teuren Tribünen-Bau wurde bereits begonnen. Toiletten und Umkleiden müssten ebenfalls saniert werden. Der Verein sei auch darüber mit der Stadt im Gespräch. Was die unbefriedigende Zahl an Parkplätzen angeht, will Oberholz bei Discountern in der Nachbarschaft anklopfen.

Bei Brisanzspielen ausweichen

Sensation perfekt: FC Kray ist in der...

Das alles wird nicht genügen für Heimspiele gegen Rot-Weiß Oberhausen oder den Wuppertaler SV. Wie schon beim Relegationsspiel gegen den KFC Uerdingen, das im Stadion am Uhlenkrug angepfiffen wurde, wird der FC Kray für so genannte Brisanzspiele ausweichen müssen in eine andere Spielstätte, weil die Gefahr als groß eingeschätzt wird, dass es nicht nur auf dem Platz heiß zugeht, sondern auch auf den Rängen.

Der FC Kray ist Meister

Kommt für diese Partien das Stadion an der Hafenstraße ins Spiel? Die städtische Grundstücksverwaltung Essen, Betreiber der Arena, lässt durchblicken, dass sie dem Regionalliga-Neuling die gleichen Konditionen einräumen würde, wie Rot-Weiss Essen; der Traditionsverein soll zehn Prozent seiner Einnahmen an die GVE abführen. Eine Woche Pause müsse man dem Rasen zur Erholung aber schon geben, heißt es, was möglich sein sollte, wenn neben RWE und der SG Schönbeck, die ebenfalls Spiele im neuen Stadion austragen soll, mit dem FC Kray sporadisch ein dritter Verein antritt. Präsident Oberholz gibt sich dennoch zurückhaltend. An der Hafenstraße aufzulaufen, mache keinen Sinn, wenn weniger als 3000 Zuschauer kommen. Sportlich wie organisatorisch ist der Aufstieg für den FC Kray eben eine Reise ins Abenteuerland.

Marcus Schymiczek



Kommentare
13.06.2012
14:07
FC Kray soll nach Aufstieg auch im RWE-Stadion spielen
von revilo1965 | #7

Wie sieht es denn eigentlich nach den Statuten aus? Ich meine das ab Oberliga nur auf Naturrasen gespielt werden draf und Kunstrasenfelder nur als Ausweichplätze dienen und nicht als Dauerspielorte.

Da muss sich Kray wohl doch noch nach einen andren Spielort umsehen oder haben die eine Sondergenehmigung schon erhalten?

2 Antworten
FC Kray soll nach Aufstieg auch im RWE-Stadion spielen
von me16884 | #7-1

Speldorf hat in der NRW-Liga auch auf Kunstrasen gespielt und der WFLV sieht das entweder anders, als der DFB.

Zuständigkeit
von Erbeck1 | #7-2

# von me 16884

Gemäß meiner Kenntnis unterliegt die Regionalliga eh den Landesverbänden - dies aber nur mal am Rande im Bezug zum genanntem DFB .

13.06.2012
12:46
FC Kray soll nach Aufstieg auch im RWE-Stadion spielen
von superolli | #6

Das ist kein RWE-Stadion, sondern das Stadion der Stadt Essen.....

13.06.2012
12:05
FC Kray soll nach Aufstieg auch im RWE-Stadion spielen
von Boisfeuras | #5

Wieso heisst es jetzt doch plötzlich "RWE-Stadion". Die Stadt hat doch immer vorgegeben, es handele sich um ein Stadion für Essen, nicht für RWE?

13.06.2012
11:43
FC Kray soll nach Aufstieg auch im RWE-Stadion spielen
von michelino | #4

Warum nicht, der FCK ist genau so ein Fußballverein aus Essen wie RWE. Wenns machbar ist, herzlich willkommen im neuen Stadion zu Essen

13.06.2012
08:21
Zuwachs fürs neue Großstadion
von xdiexgedankenxsinnfreix | #3

Herr Oberholz sieht es richtig. Selbst gegen Teams wie Wuppertal sollte dem FCK der Uhlenkrug reichen. Um mehr zu wollen, müsste ein Hopp, Ölpinkler oder Brausedealer
dem FCK Beine machen.
Das Motto der nächsten Saison dürfte eher einem Zitat des Dr. Frankenstein ähneln: "Lebe!"
Dann gibts auch Heimspiele an der Hafenstraße außer gegen den RWE.
Also, macht doch einfach mal.

13.06.2012
07:56
Sinn
von Erbeck1 | #2

Diese ganzen Überlegungen machen viel Sinn und das gilt auch für die in den Raum geworfene Zahl von etwa 3000 ! Ebenso sind die Parkplätze der Discounter immer eine Überlegung/Alternative wert .
Der FC Kray wird sich allerdings neben den aufgezählten Besuchern (z.B. Wuppertal) auch um die eigenen intensiv kümmern müssen , denn da ist auch etwas "Zündelndes" vorhanden .

13.06.2012
07:21
Zuwachs fürs neue Großstadion
von MaSh | #1

Wenigstens sieht die Vereinsführung das Thema objektiv. Der FC Kray wird es schwer haben, das große Stadion auch nur ansatzweise zu füllen.

Aber einige der Fans glauben ja (Achtung: Parallelen zum BVB), dass der FC Kray nun die vorherschende Fußballkraft in Essen ist...

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