Essener FDP-Landtagsabgeordneter will Diätenerhöhung spenden
08.02.2012 | 19:49 Uhr 2012-02-08T19:49:00+0100
Essen. Der Essener Landtagsabgeordnete Ralf Witzel (FDP) hat keine Lust auf Diätenerhöhung. Als einziger Essener Volksvertreter stimmte er im NRW-Landtag gegen die umstrittene Diätenerhöhung. Er will die Erhöhung nun an soziale Einrichtungen der Stadt spenden.
Gratismut ist Widerstand, der nichts kostet – weder die eigene Gesundheit, noch Zeit und erst recht kein Geld. Es ist eben ein Unterschied, ob man die Freiheit Tibets mit Transparenten auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Essener Hauptbahnhof fordert oder auf dem Tian’anmen-Platz in Peking.
Aber lassen wir mal die Kirche im Dorf, in Düsseldorf zum Beispiel. Dort war der liberale Vordenker Ralf Witzel am Mittwoch der Held des Tages, zumindest aus Sicht der zwischen Kettwig und Karnap lebenden Menschen. Warum? Weil er als einziger Essener Volksvertreter im NRW-Landtag gegen die umstrittene Diätenerhöhung stimmte.
Das Geld bekommt er trotzdem
Das war insoweit mutig, weil ihn einige Abgeordnete aus den Reihen von SPD, Grünen und CDU jetzt bestimmt an der Espressobar des Landtags nicht mehr grüßen werden. Egal, das Geld bekommt er trotzdem auf sein Altersvorsorgekonto überwiesen. Dafür kann Witzel aber nichts, sagt er.
Was tun, damit die Courage zur Gegenstimme kein Geschmäckle bekommt oder gar in den Vorwurf der unberechtigten Lobannahme mündet? Man gibt sein Ehrenwort ab. Dies hat Ralf Witzel gegenüber der WAZ-Mediengruppe nun getan. Die Diätenerhöhung, gegen die er stimmte, werde er mit Erhalt des ersten Rentenbescheids an soziale Einrichtungen der Stadt spenden. Spitz auf Netto gerechnet müssten das 200 Euro im Monat sein. Die Stunde der Wahrheit jedenfalls schlägt für Witzel erst in 25 Jahren, dann geht der heute 40-Jährige in den Ruhestand.
Bis dahin, liebe Leser, legen Sie sich diese launigen Zeilen auf Wiedervorlage. Wir tun das auch, versprochen.
18:03
"Es fehlt ein Modell, das die Ungleichbehandlung zwischen älteren und jüngeren Abgeordneten auflöse." Das mag schon so sein. Anstatt die Steuerzahler zu nötigen für den Ausgleich zu sorgen, sollten vielmehr die älteren Abgeordneten eine Diätenkürzung zu ihren Lasten in Kauf nehmen. Dann passt es doch auch.
Wir kennen unsere Pappenheimer. Nehmen wir unsere Volksvertreter doch beim Wort, indem wir einen Beitrag leisten und ihnen bei der nächsten Landtagswahl die Option bieten: Nach Beendigung ihrer Abgeordnetentätigkeit eine vollständige Rückkehr in den alten Beruf zu ermöglichen.
Richtig ist die Feststellung, wonach die Distanz zwischen Vollzeit-Abgeordneten und Bürgern in zunehmenden Maße zu verzeichnen ist. Dank der persönlichen Vorsorgementalität von Berufspolitikern ist es für alle ehrenamtlich engagierten Menschen ein Schlag ins Gesicht. Vorbild sein, setzt vorbildhaftes Verhalten voraus. Kommt wieder nach Hause und lasst auch andere mal dran, dann hätte sich das mit der "Altfallregelung" von selbst erledigt.
17:00
Aha, der feine Herr Witzel. Sieht wohl die Felle schwimmen. Zu Recht, Die FDP ist beim nächsten Mal nämlich weg vom Fenster.
16:48
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16:24
Warum spendet er nicht ab sofort jeden Monat 200 Euro? Selbst wenn der Rentenvorteil später etwas darunter liegt, wird er sich wohl kaum einen Zacken aus der Krone brechen. So kann man nur sagen: Viel Lärm um nichts, hier versucht jemand Vorschusslorbeeren einzuheimsen. Aber was rege ich mich auf, Herr Witzel wird nach der nächsten Wahl ohnehin nicht mehr von der Erhöhung profitieren können.
16:11
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra3765.html
16:01
Lustig, kaum geht der FDP der ***** auf Grund weil sie bei der nächsten Wahl im hohen Bogen aus dem Landtag fliegen werden, schon stimmen sie das erste Mal gegen eine Diätenerhöhung und spielen sich als "Volksvertreter" auf. Aber diesem Verein von Lobbyistenmarionetten nimmt ohnehin niemand mehr ab dass sie das Volk vertreten würden.
15:52
Nun ja,
Diätenerhöhung?
Es handelt sich doch um den Betrag, den die Abgeordneten nun selbst zu ihrer Altersvorsorge beifügen sollen.
Ich kann auch verstehen, dass einige Abgeordnete diesen Betrag nicht brauchen!
Mir sind aber die lieber, die den Betrag brauchen und aus Steuermittel bekommen und nehmen und nicht weiter die Hand aufhalten,
als die Abgeordneten, Volksvertreter, Minister, Miniterpräsidenten, ...
die zusätzlich noch die Hand aufhalten und sich schmieren lassen!
15:31
hoffentlich nicht an die notleidenden hoteliers.
15:23
Geschickter Schachzug, ein öffentlichkeitswirksames Versprchen abzugeben, welches sich erst in 25 Jahren überprüfen lässt. Aber unterstellen wir dem Mann einmal ehrliche Absichten.
Ich lache gerade viel mehr darüber, dass derWesten/die WAZ hier behauptet, man werde die ganze Sache auch wirklich überprüfen. NATÜRLICH.
Zudem: Solange es genug Wullfs und Guttenbergs in der deutschen Politik gibt, sind "verjährte" Lügen doch eh nicht von ausreichendem Interesse. Man treibt lieber stets eine frische Sau durchs Dorf.
15:03
Im Mittelalter gab es die Raubritter,wir haben jetzt die Landtags Abgeordneten und diese Bande aus Berechnungde kritisiert andere an erster Stelle diese Frau Kraft ,da tut es schon gut das wenigstens einige dagegen stimmen wenn auch aus Berechnung,auch dirses fördert den braunen Sumpf.
neulingerhard