Der Kita-Ausbau in Essen kommt voran - 800 zusätzliche Plätze
03.02.2012 | 20:07 Uhr 2012-02-03T20:07:00+0100
Essen. Die Stadt Essen plant bis zum neuen Kindergartenjahr 50 neue Gruppen mit knapp 800 zusätzlichen Plätzen. Insgesamt stehen den Jüngsten dann 3614 Angebote zur Verfügung, was die Versorgungsquote auf 26,6 Prozent steigen lässt. Hinzu kommen noch die Kapazitäten privater Träger.
Kindergarten-Planung ist eben kein Kinderspiel. Auch nach jahrelangen Anstrengungen der Stadt und vieler Träger für mehr Betreuung der Jüngsten entspricht das Angebot noch längst nicht dem tatsächlichen Bedarf – doch immerhin: Der Kita-Ausbau nimmt jetzt Kurs aufs kommende Jahr und kommt dabei merklich voran.
Vorerst allerdings nur auf dem Papier, das die Jugendverwaltung in Kürze der Politik vorstellen wird: Im Kindergartenjahr 2012/13 sollen demnach 50 neue Gruppen mit 793 Plätzen geschaffen werden. Davon sind 567 Plätze (120 davon bei Tagesmüttern ) für Kinder vorgesehen, die jünger als drei Jahre sind. Insgesamt stehen den Jüngsten dann 3614 Angebote zur Verfügung, was die Versorgungsquote auf 26,6 Prozent steigen lässt. Rechnet man die Kapazitäten privater Träger noch dazu, kann nahezu jedes dritte Kleinkind mit einem Platz versorgt werden.
Immer noch zu wenig
Immer noch zu wenig, jedoch eine beachtliche Zahl, die vor Jahren noch undenkbar erschien und nur noch um 0,3 Prozentpunkte von dem Ziel abweicht, das die Stadt sich eigentlich bis zum Sommer 2013 gesteckt hatte, sagte Jugendamtsleiterin Christina Bäuerle gestern auf Nachfrage. 35 Prozent sollen es bis zum Kita -Jahr 2015/16 sein.
„Ich bin mit dem Zwischenstand außerordentlich zufrieden“, meinte Jugenddezernent Peter Renzel gestern, auch wenn der u3-Ausbau um 167 Plätze mehr als zunächst kalkuliert auf den ersten Blick auf Kosten der älteren Kinder geht. Und so muss die Stadt einräumen, dass das Ausbauziel von 500 Plätzen für Drei- bis Sechsjährige trotz aller Anstrengungen nicht erreicht wird.
Gruppen mussten verkleinert werden
Durch die platz- und personalintensivere Betreuung der unter Dreijährigen mussten Gruppen verkleinert werden, während andernorts neue Kindertagesstätten-Standorte erst noch entstehen müssen. Unterm Strich bleiben für die geschätzt 15.386 älteren Kindergartenkinder somit 14.440 Betreuungsangebote, was einer Quote von 93,9 entspricht. 100 Prozent heißt das Ziel fürs nächste Jahr, so will es auch der Rat der Stadt, und der Verwaltung erscheint’s durchaus erreichbar.
Betriebs- und Investitionskosten als auch die Trägeranteile, die die Stadt nach wie vor übernimmt summieren sich auf über 90 Millionen Euro. Eine stattliche Summe. Doch was Essen zu leisten in der Lage ist, wird sich im Mai zeigen.
100 Standorte
Dann geht’s ans Eingemachte: Die Verwaltung will ihr Betreuungs-Konzept bis 2016 vorlegen, inklusive der Planungen für den Bau, Aus- und Umbau neuer wie alter Standorte. Welche von den nahezu 100, die die Stadt im Blick hat, das am Ende sein könnten, wird zur Zeit noch geprüft.
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