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Politik/Verkehr

Messwerte erfassen schlechte Luft in Elten schlecht

20.05.2010 | 10:24 Uhr

Emmerich/Elten. Nach der Ratssitzung hakte NRZ beim Lanuv nach: Feinstaub-Werte in Elten nicht mehr so dramatisch wie zu Jahresbeginn.

Heiß diskutiert wurde im Rat am Dienstag, wie berichtet, das Thema Lkw-Verkehr im Eltener Ortskern. Grund genug für die NRZ noch einmal beim Lanuv, dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, nachzufragen.

Der Wind hat
sich gedreht

Wie laufen die Feinstaubmessungen an der Schmidt-straße? Dr. Klaus Vogt schlägt deutlich zurückhaltendere Töne an, also noch im Februar: „Seit Ende März sind wir bei 17 Überschreitungen des Höchstwertes von 50 Mikrogramm pro Quadratmeter in diesem Jahr stehen geblieben.“ Der Luftreinhalteplan nach EU-Recht greift bei 35 Überschreitungen in einem Jahr. Ob diese Zahl erreicht wird, steht in den Sternen.

Ist die Luft auf einmal sauberer? Nein. „Wir denken, dass der Wind eine entscheidende Rolle spielt“, so Dr. Vogt. Gab es zu Jahresbeginn vorwiegend Südostwind, überwiege seit zwei Monaten der Südwestwind. Das habe zur Folge, dass der Feinstaub eher auf die andere Straßenseite gewirbelt werde, wo der Messcontainer eben nicht steht. Eine andere Messung sei nicht praktikabel.

Einen Ermessensspielraum hat das Lanuv nicht. Denn, dass die Luft stark belastet sei, stehe außer Frage. Auch Werte knapp unter den Grenzwerten bedeuten noch keine frische Luft. „Wir sind trotzdem zufrieden mit den Messungen. Es wird mehr über die Schmidtstraße nachgedacht“, nennt Dr. Vogt einen Effekt.

Bei 35 Überschreitungen in 2010 müsste spätestens im Oktober 2012 ein Luftreinhalteplan umgesetzt sein. Der Messcontainer bleibt nur ein zweites Jahr stehen, wenn in 2010 die 35 Tage zusammen kommen. „Sonst eher nicht“, sagt Dr. Vogt.

Großer Wall muss
noch warten

Zurück zur Ratssitzung: Ute Sickelmann von den Grünen wollte von der Verwaltung wissen, ob eine Feinstaubmessung auch für die Straße Großer Wall in Emmerich vorangetrieben werden könne. Das Lanuv hatte auch hier in ersten Erhebungen erhöhte Werte ermittelt. Dr. Stefan Wachs, Erster Beigeordneter, verwies auf die begrenzten Mittel des Landesamtes. Das bestätigt Dr. Vogt im NRZ-Gespräch: „Die Straße Großer Wall steht auf der Kandidatenliste für eine Messung. Allerdings haben wir nur 35 mobile Container. Wir bräuchten mehr Kapazitäten, mehr Personal, mehr Geld, um die Messungen zügiger voran zu bringen.“

„Beschlossen“ wurde im Rat laut Dr. Wachs, dass in den Sitzungen künftig nichtöffentlich aus den Aufsichtsratssitzungen der Unternehmen berichtet wird, an denen die Stadt Emmerich beteiligt ist. Allerdings wurde auch hier über eine Kenntnisnahme abgestimmt. Somit hat der Rat den Beschluss der Verwaltung nur zur Kenntnis genommen.

Marco Virgillito



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Im Rat der Stadt Emmerich wird am 3. November auch darüber abgestimmt, ob Elten einen Ortsauschuss bekommt oder den Ortsvorsteher behalten soll. Bisher hat Albert Jansen die Belange der Elterner im Rathaus vertreten. Und dies seit schon 15 Jahren. Im Wahlkampf schon hatte sich der 60-jährige Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung klar gegen den Ortsausschuss („Nicht mit Batje!“) ausgesprochen. Und war mit einem guten Ergebnis von den Eltenern im Amt bestätigt worden. Was meinen Sie? Ist ein Ausschuss für Elten sinnvoller als ein Ortsvorsteher?

 
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